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Unermüdliche Kämpferin für MS-Erkrankte mit Verdienstorden geehrt
14.06.2012 - Marianne Seibert, seit 1992 Vorsitzende des DMSG-Landesverbandes Brandenburg und Vorsitzende des Landesbehindertenbeirates seit 2003, wurde für ihren unermüdlichen Einsatz für erkrankte und behinderte Menschen mit dem Verdienstorden des Landes Brandenburg ausgezeichnet.
Ministerpräsident Matthias Platzeck ehrte anlässlich des Verfassungstages 14 Menschen mit der höchsten Auszeichnung des Landes.
Bei der Zeremonie in der Potsdamer Staatskanzlei betonte Platzeck, der auch Schirmherr des DMSG-Landesverbandes Brandenburg ist: "Sie alle haben eines gemeinsam: Sie setzen sich für unser Land ein und werden zum Teil weit über die Landesgrenzen hinaus wahrgenommen. Sie geben Brandenburg ein Gesicht."
"Gegen Multiple Sklerose kann man nichts machen, aber sehr viel tun"
Die Potsdamerin Marianne Seibert, seit 20 Jahren Vorsitzende des brandenburgischen Landesverbandes der DMSG, hat einmal gesagt: "Gegen Multiple Sklerose kann man zwar nichts machen, aber sehr viel tun". Diese Aussage bringt es auf den Punkt, zieht man eine Bilanz ihres Wirkens als unermüdliche Kämpferin für alle MS-Erkrankten und gegen die Krankheit.
Mitgründerin des DMSG-Landesverbandes Brandenburg
Marianne Seibert war gerade 35 Jahre alt, als bei ihr Multiple Sklerose diagnostiziert wurde. In der ehemaligen DDR waren aus ideologischen Gründen Selbsthilfegruppen verboten. Allerdings gab es eine MS-Gruppe in der Erlöserkirche in Potsdam, der sie sich 1986 anschloss. Die politische Wende 1989/90, die sie als "ihren persönlichen Glücksfall" bezeichnet, eröffnete ihr die Möglichkeit, endlich wirklich konstruktiv mit der Erkrankung umzugehen.
Der Kontakt zur Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft war schnell hergestellt und damit der Weg zur Gründung des Landesverbandes Brandenburg geebnet. Dem Aufbau des Landesverbandes widmete sie sich als Vorstandsmitglied mit einer solchen Vehemenz, dass bei den Wahlen 1992 nur sie als Vorsitzende in Frage kam. Bis heute hat sich daran nichts geändert.
Wegweisendes Vorbild für viele
MS-Erkrankte aus der Isolierung herauszuholen, ihnen Perspektiven aufzuzeigen, Lebensmut und Lebensfreude zu vermitteln, immer wieder vorzuleben, wie schön das Leben auch mit Behinderung sein kann, hat sich Marianne Seibert auf ihre Fahnen geschrieben und ist selbst das beste Beispiel dafür, dass dies und wie dies glücken kann. Beharrlich und unbeirrt hat sie die Einrichtung einer Spezialabteilung für MS-Schwerstbetroffene in der MERIAN-Klinik in Grünheide durchgesetzt, hat Verbandstrukturen mitentwickelt, in denen die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt stehen.
Aus eigenem Erleben weiß die frisch gebackene Ordensträgerin, worauf es ankommt und was wirklich wichtig ist. Dabei arbeitet sie mit so viel innerer Überzeugungskraft, dass es ihr immer wieder gelingt, andere zu motivieren, ihrem Beispiel zu folgen.
Der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, der von Herzen zu der hohen Auszeichnung gratuliert, verlieh Marianne Seibert 2007 den Käte Hammersen Preises als Ausdruck der besonderen Wertschätzung und des aufrichtigen Dankes für ihren außergewöhnlichen persönlichen Einsatz für MS-Erkrankte.
Letzte Änderung: 14.06.2012
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