Schwerbehinderung
Pflege bei Multipler Sklerose: Was bringt das Pflege-Neuausrichtungsgesetz?
10.07.2012 - Ambulant vor stationär, mehr Wahlfreiheiten, um die Pflege an individuelle Bedürfnisse anzupassen: Der Deutsche Bundestag hat das Pflege-Neuausrichtungsgesetz verabschiedet mit dem Ziel, die Situation und die medizinische Versorgung Pflegebedürftiger zu verbessern, Menschen mit eingeschränkten Alltagskompetenzen zu unterstützen und Wohnformen zu fördern, die eine Betreuung im häuslichen Umfeld ermöglichen-der DMSG-Bundesverband stellt wichtige Bestandteile des Gesetzes vor.
Mit dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz reagiert die Bundesregierung auf den demografischen Wandel und die Herausforderungen der Pflege in der Zukunft.
"Durch den Aufbau einer staatlich geförderten privaten Pflegevorsorge wird die Absicherung für den Pflegefall gestärkt", stellt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr in einer Pressemitteilung heraus. Die pflegerische Versorgung wird weiterentwickelt. Die Leistungen der Pflegeversicherung sollen bedarfsgerechter auf die besonderen Bedürfnisse demenziell erkrankter Menschen ausgerichtet werden. Das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz verfolgt zudem das Ziel, dass pflegebedürftige Menschen mehr Chancen für ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben bekommen und soweit wie möglich am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Die Finanzierung der Pflegeversicherung soll zukunftssicher und generationengerecht weiterentwickelt werden.
Der Beauftrage für die Belange behinderter Menschen sieht weiteren Handlungsbedarf
Mehr Transparenz und Service der Pflegekassen sowie Aufbau einer staatlich geförderten privaten Pflegevorsorge: Das Pflege-Neuausrichtungsgesetz setzt positive Akzente und stärkt die Situation pflegebedürftiger Menschen mit Behinderung, erklärt Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, in einer Pressemitteilung. Dennoch bleibt Handlungsbedarf.
Letzte Änderung: 10.07.2012
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