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Das DMSG-Forum · CCSVI





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Beiträge:22

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(Willi Wissen)

16.06.2009, 17:42

Im englischsprachigen Forum thisisms.com wird seit einigen Monaten "Chronic Cerebrospinal Venous Insufficiency (CCSVI)" heftig diskutiert. Sehr grob vereinfacht lautet die These, dass es zwischen MS und Anomalien bestimmter "hirnnaher" Venen einen Zusammenhang gibt und die Venenprobleme sich durch bspw. Stents beheben lassen. Einige Reihe von Forumsmitgliedern (alle haben auch die Diagnose MS) wird nun auf CCSVI untersucht und einzelne wurden auch vor kurzem dahingehend behandelt.

Habt ihr davon auch schon gehört/gelesen? Und gibt es hierzu schon irgendwelche offiziellen oder inoffiziellen Meinungen und Einschätzungen deutscher MS-Spezialisten?

Eine Linksammlung (leider ebenfalls ausschliesslich Englischsprachiger Quellen) zu CCSVI gibt es hier http://www.thisisms.com/ftopict-7098.html

(Herbert)

16.06.2009, 17:52

Hallo Willi,

noch vereinfachter, mit Wattebäuschchen`s soll man die MS loswerden.

Toll ! Man hört immer verrückteres.

Ciao
Herbert

(Devi)

16.06.2009, 18:56

Hallo Willi.

Nein, von dieser Theorie habe ich noch nichts gehört.
Wenn ich deine kurze Beschreibung richtig verstanden habe, ergibt sich für mich jedoch die Frage, wie man sich auf dieser Basis MS-Erkrankungen mit spinalem Schwerpunkt erklärt?

So habe ich zB fast nur Herde im Rückenmark, die mit den hirnnahen Venen wohl nicht viel zu tun haben dürften...

Gruß
Devi

(Mork)

16.06.2009, 19:15

Abgespacet !

(Willi Wissen)

16.06.2009, 19:18

Hallo Devi,
sorry, ich bin nicht vom Fach und habe da wohl etwas sehr doll vereinfacht, aber der von dir angesprochene Punkt kommt glaube ich u.a. hier http://www.thisisms.com/ftopict-7374.html unter Punkt 3.b zur Sprache:

Zitat:
"congestive venous myelopathy. This is a process where blockage in the veins along the spine cause the veins to leak red blood cells and fluid into the tissue surrounding the spinal column. The result is demyelinating lesions on the spine. Paralysis, balance and bladder problems result."

(Bea)

16.06.2009, 20:35

Hallo Willi,

demnach entstehen Demyelinisierungen durch Durchblutungsstörungen in der Pia mater, und Läsionen wären die Folge von "Krampfaderblutungen"? Aber wäre nicht auch dann die Stabilisierung der Blut-Liquor-Schranke das Mittel der Wahl?

LG Bea

(Nico)

16.06.2009, 20:47

Vielen Dank an den Ersteller dieses Threads für den Link. Ich habe mich jetzt knapp 2 Stunden mit den Einträgen in dem Forum beschäftigt, aber kann jetzt schon sagen das einiges davon echt zum Denken anregt...beispielsweise:

"How is it related to MS?
Every MS patient tested so far has it. Over 100 MS patients in Italy have it. They were tested by Dr. Paolo Zamboni. Four patients in the US have it. They were tested by Dr. Michael Dake. Six clinically defined MS pateints and 3 probable MS patients have it in Poland. They were tested by Dr. Marion Simka.

None of the normal patients (controls) tested have it. None of the patients with other neurological diseases have it. Only people with MS. "

http://www.thisisms.com/ftopict-7374.html

Wenn das auch nur ansatzweise stimmt, dann wäre es eine Sensation sondergleichen!!!

(Rudi Ratlos)

16.06.2009, 22:39

Schön, mal wieder was brainlastiges hier bei der RMSG.

http://de.wikipedia.org/...en%C3%B6se_Insuffizienz

"Our results need to address two main questions:

* Does CCSVI influence the clinical course of MS?
* Are venous stenoses the cause or products of MS?"

Muss ich mir morgen nach dem grünen Tee mal alles reinpfeifen. Flavonoide können denn jedenfalls nicht schaden, wird auch bei der einfachen Chronisch venösen Insuffizienz (CVI) empfohlen.

Den Shunt lass ich mir denn auch noch legen, das totale rundum-Servicepack...:-)

Rudi

(Rudi Ratlos)

16.06.2009, 22:42

Hach,

bin ja schon ganz wuschig ob der Sensation, hier dat richtige Link:

http://www.pubmedcentral.nih.gov/...?artid=2647682

(Nico)

17.06.2009, 17:31

@ Rudi

Zeit gehabt Dich einzulesen? Was denkst Du?

(Rudi Ratlos)

17.06.2009, 19:45

Hallo Nico,

die Amis sind echt fleißig: http://www.thisisms.com/forum-40.html. Weit bin ich noch nicht.

Jedenfalls: was ich denke, ist doch relativ unbedeutend. Ich denke, da könnte wirklich was dransein. Jetzt kommt es auf die Herren Wissenschaftler an, evtl. auf weitere MSler, die bereit sind, sich untersuchen zu lassen. Ich wäre es...

Alles gute

Rudi

(jane)

17.06.2009, 20:08

Könntet ihr das Thema mal bitte ansatzweise auf Deutsch übersetzen , dass man mitkriegt , worum es geht , ich schaff das heut nicht mehr ?

Danke ! Jane

(Nico)

17.06.2009, 22:05

@ Rudi: Sehe ich ähnlich. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht direkt von der MS betroffen bin, sondern meine Freundin ist daran erkrankt. Weswegen ich hellhörig geworden bin ist Folgendes. Sie hatte bevor Sie die Diagnose MS bekam schon immer eine Tendenz oft Kopfschmerzen zu haben und in den letzten 2 Jahren zusätzlich mehrmals eine sog. Augenmigräne. Als wir damals wegen der MS bei Ihrer Neuro vorstellig wurden meinte Sie zur Thematik Kopfschmerzen und Augenmigräne, dass Sie mal die Venen kontrollieren lassen sollte, es könnte sein das es daher komme.
Nun, nachdem ich gestern die Sachen über die CCSVI und den vermuteten Zusammenhang zur MS gelesen habe, bin ich wirklich hellhörig geworden.

Jane: Ich versuche mal ganz knapp eine Übersicht zu geben.

Ich beschränke mich hierzu auf die neueste und wohl wichtigste Studie von Paolo Zamboni (er erforscht seit 8 Jahren diesen Zusammenhang und hat mit dieser Studie eine höchstsignifikante Korrelation zwischen dem Auftreten von MS und \"Problemen den Venen die das Hirn und das Rückenmark versorgen gefunden...dazu gleich mehr).

Kurz zur Begrifflichkeit der CCSVI:
Hierbei handelt es sich um den Fluss von sauerstoffarmen Blut, der das Hirn und die Wirbelsäule umgibt, der entweder blockiert ist, oder dessen Fluss stark verlangsamt ist (auf dem Weg zurück zum Herzen).
Dieser Zustand kann durch Blockaden der internal jugular venen (sie führen das Blut aus aus dem Hirn, dem Gesicht und der Aussenseite des Halses zurück zum Herz) und/oder der azygos Venen (sie führt das sauerstoffarme rund um die Wirbelsäule zurück zum Herzen)

Zusammengefasst zeigte sich, dass alle MS Patienten in irgendeiner der obengenannten Formen mindestens 2 abnormale Venenbefunde hatten, wohingegen die Kontrollgruppe (keine MS) keine oder max. eine Abnormität hatten.

Ich werde mich die Tage mal daran setzen und die Studie (zumindest die wichtigsten Elemente übersetzen).

Interessant ist, dass mittlerweile die Standfort University die Ergebnisse von Zamboni geprüft hat und auch angefangen hat massiv in die Richtung zu forschen (ausserdem noch eine Forschungseinrichtung in Polen). Wirklich publik geworden sind die Ansätze erst in 2008 und auch nur einigen Wenigen. Im Jan. 2009 sind 100 MS Patienten operiert worden, alle hatten nämlich ebenfalls abnormale Venenbefunde. Die Ergebnisse hierzu werden Ende 2009 veröffentlicht.

Ach eins noch:
We also observed that the PP course was related to a CCSVI pattern
significantly different as compared to RR and SP, suggesting that the location
of venous obstruction plays a key role in determining the clinical course.

Patienten die die primär progressive Verlaufsform haben, haben die Verstopfungen an anderen Stellen, als die Patienten die entweder die remitierende oder sek. progressive Verlaufsform haben.

Alle Ergebnisse sind (höchst) signifikant, d.h. die Fehlerwahrscheinlichkeit kann vernachlässigt werden.

Hoffe ich konnte für Erste ein wenig Klarheit bringen...auch wenns schwer ist hier in diesem Minifenster die Übersicht übers geschriebene zu behalten.


Stellt sich die Frage ob diese Venenprobleme eine Ursache oder der Grund für MS sind.
Hierbei stellte sich raus, dass es wohl nicht von der MS herrührt...

(Willi Wissen)

18.06.2009, 12:24

@Bea: Tut mir leid, ich kann deine Frage leider nicht beantworten.

Offenbar ist bereits 1973 ein Dr. Schelling aus Österreich bei Autopsien auf stark erweiterte? vergrößerte? Blutgefäße im Gehirn von MS Patienten aufmerksam geworden.
Hier http://www.ms-info.net/evo/msmanu/984.htm gibt es auch eine schematische Animation dessen, was da mutmaßlich passiert ("A Crash Course on the Meaning of the "Dawson's Fingers")

Vielleicht kann die DMSG Dr. Schelling ja mal zum Expertenchat einladen?

(antipharma)

27.10.2009, 18:02

bitte lesen:

www.csvi-ms.net

http://csvi-ms.net/forum/viewtopic.php?f=2&t=59

jungs und mädels das sind spektakuläre informationen!!!

ich werde meinen neuro nerven :-)

(freemind)

22.11.2009, 20:31

http://www.ms-reporter.de/...-neues-MS-Modell.html

(freemind)

22.11.2009, 20:36

http://www.ctv.ca/...ion_091121/20091121?s_name=W5

(Lia)

16.02.2010, 20:50

Lasst euch weiter von der Pharmaindustrie beeinflussen. Hier geht es um Milliarden!!!!!

(Book of ELI)

16.02.2010, 21:09

Lia schrieb am 16.02.2010:

Lasst euch weiter von der Pharmaindustrie beeinflussen. Hier geht es um Milliarden!!!!!



joop so ist es

(Lukas)

16.02.2010, 21:14

Lia schrieb am 16.02.2010:

Lasst euch weiter von der Pharmaindustrie beeinflussen. Hier geht es um Milliarden!!!!!


Genau. Die ersten Kliniken, die mit der Venendilatation Millionengewinne abzocken wollen, wie vor nicht allzulanger Zeit die Stammzellenfirma, sprießen schon aus dem Boden. Nicht nur die private polnische Firma, für die einer der Dilatationspioniere arbeitet. In London und Glasgow wollen zwei zum selben Verbund gehörende Privatkliniken schon in wenigen Wochen kommerziell Dilatationen anbieten. Die Stentindustrie wittert Milliardengewinne. Und das, obwohl man noch nicht mal weiß, wie man die geeignete Größe bestimmen soll. Die ersten Stents, die man (in USA) in die Hälse von MS-Patienten reinschob, waren zu dick und verursachten Schmerzen, die nächsten wählte man zu dünn, sodass bei einem Patienten ein Stent ins Herz gespült wurde, und er nur durch eine Notoperation am offenen Herzen gerettet werden konnte. Eine weitere Stentpatientin starb an einer Hirnblutung, die durch die Blutverdünner ausgelöst wurde, die sie seit der OP nehmen musste. Wie lang die Dilatation vorhält, weiß man auch noch nicht, bei den Patienten der ersten Stunde waren die Venen nach ein paar Monaten wieder zu und mussten wieder freigekratzt werden. Ich bin selber Blutverdünnerpatient und werde mein Leben lang in ärztlicher Behandlung bleiben müssen. Eine Dilatation darf ich nicht machen, da die Gefahr besteht, dass bei der Aufdehnung eine Vene platzt und es zu einer inneren Blutung kommt. Vielen Dank den Versuchskaninchen, die auch noch Tausende dafür bezahlen, dass nobelpreisgeile Angiologen an ihnen üben dürfen.

Gruß L.

Beiträge:22

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