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DMSG Expertenforen: Erbfaktoren bei MS · möglicher anteil der genetischen disposition
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(günther vestweber)
17.02.2004, 17:52
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sehr geehrte frau prof. hardt,
in wissenschaftlichen vorträgen nennt man als mögliche faktoren, die den ausbruch einer ms begünstigen meist multifaktorielle, mehrere mögliche faktoren, u.a. auch die genetische disposition. gibt es aussagen über deren prozentualen anteil oder ist dies zu spekulativ?
schreibe nur mit links, deshalb klein, sorry! |
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Experte Prof. Dr. med. C. Hardt
19.02.2004, 14:52
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Sehr geehrter Herr Vestweber,
Sie haben Recht, die MS ist eine komplexe oder auch multifaktorielle Erkrankung bei der sowohl genetische, wie auch nicht-genetische Faktoren eine Rolle spielen.
Wir gehen davon aus, dass es verschiedene Formen der MS gibt. Ich meine hiermit nicht die verschiedenen Verlaufsformen, wie z.B. schubförmiger Verlauf oder primär progredienter Verlauf sondern in Bezug auf genetische Faktoren.
Kürzlich wurden zwei Familien beschrieben, in denen sehr viele Familienmitglieder an MS erkrankt waren. In diesen beiden Familien scheint die Veränderung in zwei Genen von Bedeutung zu sein. Die Wahrscheinlichkeit einer MS bei Nachkommen ist in diesen Familien sehr hoch. D.h. der genetisch bedingte Anteil ist nahezu 100%. Wir gehen aber davon aus, dass solche Familien extrem selten sind, wahrscheinlich unter 3%. Bei allen anderen Familien würde man aufgrund der Zwillingsstudien davon ausgehen, dass der genetische Beitrag zwischen 30 bis 60% variiert. In der Mehrzahl sind es wohl eher 30% als 60%. |
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