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DMSG Expertenforen: Erbfaktoren bei MS · ...zwei weitere "Verdächtige" gefunden...
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(Thomas)
23.02.2004, 19:06
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Hallo,
während meines KH Aufenthalts wurde ich mehrfach gefragt, ob sowas (meine Symptome betreffend) in unserer Familie schon öfter vorkam. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt auch noch keine Ahnung von MS, vielmehr wurde immer "nur" von einer chron. Entzündung des ZNS gesprochen (was ich nicht sonderlich beunruhigend fand ;).
Nun habe ich von zwei Onkels gehört, welche vor ca. 23 zw. 18 Jahren ganz ähnliche Symptome gehabt haben (Kribbeln und Taubheitsgefühle an einer ganzen Körperhälfte, einer auch über mehrere Wochen hinweg). Beide waren in ungefähr meinem Alter (38) und beide hatten hinterher nie mehr Beschwerden.
Leider ist es nun so, dass bei beiden keine neurologische Diagnostik durchgeführt wurde, sondern nur hausärtzliche Laboruntersuchungen durchgeführt wurden. Meine Befunde sprechen da eine deutlichere Sprache, dennoch hat sich kein weiteres Schubereignis ergeben, dass erste war aber erst 10/03. Wenigstens sind die Kontroll-MRT's gut verlaufen -> Keine neuen ED-typischen Läsionen, weder im Schädel noch in der HWS. Es bleibt vorerst bei der Verdachtsdiagnose.
Meinen beiden Onkels wurde ganz bang, nach dem wir die MS Symptome durchgegangen sind. Beide fanden ihre Beschwerden von damals wieder, sind aber beide nicht bereit sich einer Untersuchung diesbezüglich zu unterziehen.
Wie hoch schätzen sie die Chance ein, dass ich trotz Befunde die auf eine MS hindeuten den selben - ja wirklich gutartigen - Verlauf meiner Onkels haben kann? Oder anders gefragt, was könnte sonst noch in Frage kommen, dass in unserer Familie mit Ende Deißig eine solche "Störung" gehäuft auftritt?
Für ihre Bemühung bedanke ich mich im Vorraus.
Mfg Thomas W. |
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Experte Prof. Dr. med. C. Hardt
27.02.2004, 14:06
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Sehr geehrter Herr Thomas,
Wahrscheinlich kann ich Ihre Fragen nicht zu Ihrer vollsten Zufriedenheit beantworten.
Sie schreiben, dass die Diagnose MS bei Ihnen noch nicht sicher ist (Verdachtsdiagnose), weiterhin ist nicht geklärt um welche Erkrankung es sich bei Ihren Beiden Onkeln handelt.
Haben Sie selbst sowie Ihre beiden Onkel tatsächlich eine MS, so kann man trotzdem nicht auf Ihren eigenen Krankheitsverlauf schließen. MS Verläufe können nämlich innerhalb von Familien sehr unterschiedlich sein. Es käme darauf an, wie hoch der Beitrag von genetischen Prädispositionsfaktoren ist, die Sie von Ihrem Vater und von Ihrer Mutter geerbt haben. Sie könnten z.B. einige Prädispositionsfaktoren eines milden Verlaufs von Ihrem Vater (wenn das der Bruder der o.g. Onkel ist) geerbt haben. Kommen hierzu jedoch noch 1 oder zwei andere Prädispositionsfaktoren Ihrer Mutter, so könnte dies den Krankheitsverlauf entscheidend beeinflussen.
Wie Sie sehr richtig bemerkt haben, könnte jedoch in Ihrer Familie auch ein anderes familiäres Krankheitsbild vorliegen. Dazu müsste jedoch geklärt werden welche Symptome bzw. Messparameter Sie und Ihre Onkel gemeinsam aufweisen |
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