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DMSG Expertenforen: Stimmungsschwankungen und Depressionen bei Multipler Sklerose · Depression oder bei MS normal ?
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(Wolle)
18.11.2008, 18:30
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Hallo Frau Meißner
seit der Diagnose MS habe ich das Gefühl das es mit mir immer mehr bergab geht.
Seit Anfang 2008 nehme ich Copaxone , seitdem habe ich das Gefühl das es noch schlechter geworden ist.
Da ich auch mit der Fatique zu kämpfen habe nehme ich außerdem Amantadin.
Ich habe keine richtigen Ausfälle nur halt Kleinigkeiten wie RLS,Fatique oder auch Kribbeln.Eine Augenmuskellähmung die sich nach 5 Monaten zurückgebildet hat war bisher das schlimmste.
Vorher war Joggen noch gut möglich , jetzt nicht mehr.
Meine Leistung nimmt immer mehr ab.Dadurch fühle ich mich nicht mehr vollwärtig und mache mir Gedanken wie es weitergeht.
Meine Frage ist kann es am Copaxone liegen das ich immer Leistungsärmer werde und es mir immer schwerer fällt mich aufzuraffen oder schleicht sich doch langsam eine Depression an.
Oder liegt es schlicht und ergreifend an der MS und ich muß einfach lernen meinen Zustand so zu akzeptieren wie er ist.
Vielen Dank für ihre Antwort
mit freundlichen Grüßen
Wolle |
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Experte Heike Meissner
19.11.2008, 16:29
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Hallo Wolle,
schwierig zu beantworten. Ich vermute jedoch, dass verschiedene Faktoren in Ihrem Fall eine Rolle spielen. Eineseits denke ich, dass die Fatigue-Symptomatik einen Faktor der Leistungsminderung darstellt. Auch Gefühle der Wertlosigkeit und Zukunftsängste sind Belastungen, die Energie rauben. Aber natürlich sind Einschränkungen durch die MS und die damit verbundene erhöhte Anstrengung, die Sie leisten müssen, Gründe für Erschöpfung und Antriebsmangel. Abfinden müssen (und sollen!) Sie sich damit jedoch nicht. Mein dringender Rat wäre, sich bezüglich der negativen Gefühle psychotherapeutischen Rat zu suchen, damit eine Depresssion hoffentlich gar nicht erst entsteht oder, wenn schon vorhanden, weiter verstärken kann. Das Fatigue-Syndrom sollte abgeklärt werden, damit entsprechende therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden können, falls erforderlich. Ansonsten ist eine symptomatische Therapie (z.B. Physiotherapie, Medikamente etc.) sinnvoll. Als ersten Ansprechpartner für alle diese Maßnahmen rate ich Ihnen, Ihren Neurologen zu fragen.
Alles Gute
H. Meissner |
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