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Das DMSG-Forum · Was vermißt ihr so duch die MS





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Beiträge:38

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MS-Kasper

10.05.2012, 12:38

Also ich vermiße jeztt nichts mehr,weil ich mich an die Situaton gewönnt habe.

Früher dachte ich es wäre am schliemsten nicht merh laufen zu können-aber dafür gibt es ja den Rolli ,der jetzt mein besster Freund geworden ist ,er bringt mich fast überall hin.
Dann ging das Gefühl in den Händen weg- da gibt es leider nichts schade.
Ich kann jetzt damit gut leben ,ich muß nur hinschauen was ich mache.
Aber ich würde auch gerne tauschen wenn ich alles wieder machen könnte wie früher ,ich glaube da bin ich nicht die Erste.Und meine Selbstständigkeit hätte ich dann auch gerne wieder.

Aber was sollen wir jammern ,ändern können wir es nicht ,und leben können wir auch so.Es gibt immer was zu entdecken um uns zu bereichern.

loni

10.05.2012, 13:00

nichts

Amygdala

10.05.2012, 13:16

Ich vermisse meine ausgedehnten Spaziergänge/Wanderungen in der freien Natur, ich liebe z.B. Wasserfälle, die sind mit meiner Gehbehinderung leider derzeit ausser Reichweite...

MS-Kasper

10.05.2012, 13:47

Hallo loni du hasts noch nicht solange MS ?
ich habe schon seit 17 Jahren bin jetzt 35.

Nins2

10.05.2012, 13:56

Ich vermisse "Unbeschwertheit"....

Einfach etwas machen zu können OHNE sich Gedanken drüber machen zu müssen ob das überhaupt geht, ich das auch packe, muss ich spritzen, brauche ich Kühlung...

Ich vermisse es ohne Hintergedanken an die Zukunft zu denken....

Werde ich irgendwann im Rollstuhl sitzen, wenn ich mir ein Haus kaufen will, sollte es dann ebenerdig sein??

Ich vermisse meine Gesundheit....
Ständig Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, gelenkschmerzen, Krämpfe, Rückenschmerzen.... Bei jedem Wehwehchen denkt man an die MS.

LG nins

Klaus65

10.05.2012, 14:24

Hallo,

mir fällt dazu mein Job ein.Den hab ich gerne gemacht.(Lokführer) Dazu kommen noch die kleinen Dinge des Alltags,die jetzt nur noch Eigeschränkt oder gar nicht mehr funktionieren.(laufen,radfahren von
der schönsten Nebensache gar nicht zu reden)
Aber der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier , man mach halt das beste aus der Situation.

schöne Grüße

Klaus65

(Gesperrt: Kleeblatt)

10.05.2012, 14:40

...ALLES...

...ich tue nun viel, damit es nicht schlimmer wird...
...habt ihr gestern Aktenzeichen geschaut...warum trifft es nicht diese
fiesen Kreaturen?...oder überhaupt auf dieser Welt...

...ich könnt ein Buch schreiben, was ich seit Diagnose (2004) erlebt habe...

Ach ja...

Sabine
SW

Mesita

10.05.2012, 15:07

Im Moment Zigarretten!
Die kann ich garnicht mehr genießen da ich div. Berichte gelesen habe dass die bei MS besonders schlecht sein sollen.

Nein Scherz beiseite, dass mit den Ziggis ist nicht ganz so schlimm.

Nins2 trifft da den Nagel auf den Kopf: die Unbeschwertheit.
Ständig denkt man dran was morgen oder in 5 Jahren sein könnte. Das war früher anders.
Bei jedem Zipperlein direkt der Gedanke an die MS.
Körperliche Einschränkungen habe ich bis jetzt kaum, habe aber Angst davor dass diese über kurz oder lang eintreten werden.

Queen_Latifah

10.05.2012, 15:49

Ausser die Unbeschwertheit die hier angesprochen wurde, nichts.

missy

10.05.2012, 16:24

Meine Selbstständigkeit, die immer weiter zurück gefahren wird.

Ich hasse es, andere um Hilfe bitten zu müssen, obwohl ich selber jedem meine Hilfe ohne nachzudenken anbiete. Ich hasse es, von anderen abhängig zu sein (und wenn es nur darum geht, einen Brief zum nächsten Briefkasten zu bringen). Ich hasse es, andere insbesondere Freunde und Verwandte vor den Kopf zu stoßen (weil ich z.B. bedingt durch die Tagesschwankungen oder die Faitque öfter Termine absagen muss).

loni

10.05.2012, 16:37

@ms kasper: also seit der diagnose ist es jetzt etwas mehr als zwei jahre her, aber rückblickend erste symptome vor rund 15 jahren.

ich seh keinen sinn drin, wegen irgendwas zu lamentieren, das man vermisst! es ist, wie es ist... hilft doch alles nichts! ok, mag fatalistisch klingen, aber damit komme nicht nur ich am besten zurecht.

macht, was euch guttut, an das zu denken, was man nicht mehr kann, hilft doch keinem.

ich könnt jetzt auch anfangen: ich vermisse das autofahren! ok, was hab ich davon? nichts. ich muss halt jetzt schauen, wie ich das tägliche leben inkl. einkäufe etc. auf die reihe bringe.

rossi

10.05.2012, 16:45

Nins2 schrieb am 10.05.2012:

Ich vermisse "Unbeschwertheit"....

Einfach etwas machen zu können OHNE sich Gedanken drüber machen zu müssen ob das überhaupt geht, ich das auch packe, muss ich spritzen, brauche ich Kühlung...


ja.
Es geht eine ganze Menge, aber nur mit guter Planung. Pausen, abkürzungen, was kann ich ggf. absagen ?
ohne Prüfung . Wird das gehen ? Nee, am Tag davor habe ich schon etwas anstrengendes, und es ist August, da kann es um 16 Uhr heiß sein...

ursula1000

10.05.2012, 16:55

also ich muß sagen, ich vermisse nichts, im gegenteil.
bin viel zufriedener als früher und weiß es täglich zu schätzen, daß ich mit 45 jahren und nach 6 jahren ms keinerlei einschränkungen habe. fühle mich top fit.

angst vor der zukunft habe ich im moment keine. es kommt wie es kommt.
andere leute sind in meinem alter schon tot.

so blöd es klingt: ich bin "meiner" ms dankbar, daß sie so lieb zu mir ist - möge es noch lange so bleiben!

loni

10.05.2012, 17:43

ursula, du sprichst mir aus der seele!

in gewisser weise bin ich auch dankbar, weil ich andere prioritäten setze und die garantiert richtiger sind als die von früher.

weil ich irgendwie gelassener bin.

liegt vielleicht auch an unserem ähnlichen alter (bin 51!)

powerbora

10.05.2012, 17:56

Hallo,
ich sehe das wie nins beschrieben hat. ständig gedanken was wird kommen,obwohl ich sie nicht will sie sind ständiger begleiter. kann es einfach nicht abstellen.
selbst in gesprächen mit anderen geht das alles in meinen kopf umher.
das MistStück kotzt mich echt an.

lindenblüte

10.05.2012, 18:03

ursula1000 schrieb am 10.05.2012:


so blöd es klingt: ich bin "meiner" ms dankbar, daß sie so lieb zu mir ist -


das klingt allerdings etwas blöd.

rossi

10.05.2012, 18:12

loni schrieb am 10.05.2012:
liegt vielleicht auch an unserem ähnlichen alter (bin 51!)


ahäm - ich möchte ja nun nicht den üblichen Wettbewerb starten, wen es schlimmer getrofen haben mag, mit seiner MS,
aber am Alter liegt es nach meiner Einschätzung dann doch weniger...

Wenn man (egal aufgrund welcher Symptome) den Beruf aufgeben muss, dann ist das scho9n gravierend, und wenn es passiert mit 27 oder 35 Jahren, dann fällt man aus der Altersgruppe ziemlich heraus.
Alle Leute, die bei meinen Hobbys und Ehrenämtern um mich herum sind, sind 20 Jahre älter, es sei denn, ich bin gerade in MS-Kreisen aktiv.
Im Lebensalter zwischen dreißig und fünfzig Jahren haben die Leute kaum Zeit für Ehrenämter...

Menschen meines Alters treffe ich nur kurz, sie erzählen kurz, warum sie in Eile sind/ sich ewig nicht geme´ldet haben/ keine Zeit haben (die sogenannte Ruch-Hour des Lebens
http://de.wikipedia.org/wiki/Rush-Hour_des_Lebens
Zeitdruck in der „Rush-Hour des Lebens“ zwischen 27 und 35 Jahren

und dann fragen sie nett nach, was ich so mache...

Tja, was soll ich mir wünschen ? dass sie mich beneiden, weil ich mehr Zeit hab ? Oder bedauern, weil ich so vieles nicht machen kann, was ich gerne täte...

Für Reisen braucht man Geld und ein gewisses Durchhaltevermögen, das gilt schon für einen Stadtbummel oder Stadtrundgang.
Für Musizieren oder politische Arbeit ebenfalls, auch zum Lesen muss man seine Gedanken beisammen haben...
Ja, ich hab einiges gefunden, was geht.
Solange die Bedingungen dort so bleiben - bei einer Veränderung der Konditionen musst ich auch schon ehrenamtliche Tätigkeiten aufgeben, ich kann mich nur in dem Rahmen anpassen, in dem die MS es zulässt.

Ich sag meiner MS schon dauernd, sie würde mit mir leben , und nicht ich mit ihr, aber sie hört nicht recht, und manchmal sitzt sie scheint´s am längeren Hebel...

rossi

10.05.2012, 18:15

Ich sag meiner MS schon dauernd, sie würde mit mir leben , und nicht ich mit ihr, aber sie hört nicht recht,...

Erläuterung: dieser Satz sollte eine humoristische Anspielung sein...

Amygdala

10.05.2012, 18:58

Nach 17 Jahren MS habe ich gelernt mit ihr zu leben, trotzdem finde ich es schade, dass viele Dinge, die bis vor einem Jahr noch gingen, nun nicht mehr möglich sind.

Ich denke, es hängt auch vom Grad der Behinderung ab, wie sehr man sich in seinem Bewegungsradius eingeschränkt fühlt. Ich war ein sehr aktiver Mensch, viel unterwegs z.B. auf Flohmärkten und wie geschrieben bin ich ein totaler Naturfreak. Natürlich kann ich auch heute noch auf einen Flohmarkt und raus in die Natur, aber es kostet mich einfach erheblich mehr Mühe und Anstrengung. Ich mache sehr schnell schlapp. Manche Sachen, wie in die Berge gehen, sind derzeit leider unmöglich.

Natürlich habe ich Altenativen für mich gefunden.

Ich schieb auch keinen Mega-Frust deswegen , finde es aber dennoch einfach traurig. Das darf auch so sein....

War nie eine Couch-Potatoe und hab so meine Probleme damit, eine zu werden...

loni

10.05.2012, 18:59

ich habe jetzt nicht darauf abgezielt, wann es einem mit ms schlechter geht oder nicht. ich glaube einfach, die persönliche einstellung so mancher menschen ist eben anders, wenn sie 20 sind, oder 50.

manche nennen es "altersweisheit", ich sage eher "gelassenheit"

Beiträge:38

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