Das DMSG-Forum · zweiklassenmedizin
Hinweis: Diese Diskussion wurde wegen Inaktivität geschlossen. Auf Beiträge kann nicht mehr geantwortet werden.
|
01.04.2008, 19:24 |
nichts neues, aber jetzt durch eine studie belegt: privatpatiententen werden bevorzugt. http://www.spiegel.de/...aft/0,1518,544700,00.html leider waren die wohl nicht in einer neurologischen praxis. ich war in einer, die sogar eine extra telefonummer für privatpatienten hatte. bei der nummer für kassenpatienten ging einfach keiner dran. auch ein weg, lästige kassenpatienten los zuwerden. kassenpatienten mußten dort sogar schon zur terminvergabe (!) persönlich erscheinen! andrea |
|
02.04.2008, 11:23 |
Hallo Andrea,ich glaube das viele nicht wissen was es heißt Privatversichert zu sein.Ich war selbständig und bin privatversichert, trotz meiner kleinen EM Rente. Komme aber auf Grund meines Alters nicht da raus.Ich habe zwar keine Probleme mit Terminen und Medikamenten, aber die Krankheit habe ich trotzdem.Nur solltest Du bedenken das ich jede Behandlung, Medikamente,Arztbesuch bis zu einer Höhe von 750 Euro selbst bezahlen muß trotz eines monatlichen Beitrages von 160 Euro. Da nützt mir auch kein schneller Termin etwas. Schönen Tag noch Graf |
|
02.04.2008, 16:00 |
Hallo, ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Es ist doch schon seit ewigen Zeiten bekannt, dass Privatpatienten in jeglicher Hinsicht bevorzugt werden. Da ich unter einer sehr belastenden Fatigue ( Müdigkeitssyndrom ) leide und NUR Kassenpatientin ( AOK ) bin, bekomme ich das Medikament Vigil nicht verschrieben. Wenn ich Privatpatientin wäre, wäre das kein Problem! Leider ist eine ärztliche Praxis auf einen bestimmten Anteil von Privatpatienten angewiesen, sonst rechnet sich die ganze Sache nicht! Ich glaube nicht, dass sich daran etwas ändern wird. Leider!!!!!!!!!!!! Gruß, Birgit |
|
02.04.2008, 16:43 |
Hallo;( Na das Thema paßt ja heute was mich selbst angeht, so richtig! Das wir Kassenpatienten das letzte sind was die Praxen wollen wissen wir alle und damit haben sich die meisten schon lange abgefunden. Aber du hast als privatpatient, und dazu HERZLICHEN GLÜCKWUSCH, immerhin den Vorteil das deine Erkrankungen wesentlich eher erkannt und auch behandelt werden können. Ein Kassenpatient ( AOK ) hat nun mal das Pech das es für so manch Behandlung zu spät ist wenn er auf einen Termin mehr als 1/2 Jahr warten muß! Ein Kassenpatient und das besonders (AOK) darf auch viele Monate auf ein dringend benötigtes Hifsmittel z.Bs. E-Rolli warten ehe die Verordnung bei der KK und MDK durch ist! Willst du als Kassenpatient wenigstens einen E-Rolli testen und ein Gerät zum Übergang als Leihe haben, hast du PECH, du mußt warten bis die Genehmigung der KK vorliegt und dir bleibt nichts anderes übrig als immer zu Hause zu bleiben! Bekommst du als Kassenpatient durch die Isolation und der fehlenden Teilhabe Depressionen, macht alles nichts;...... GsD es gibt wieder einer auf!!! Und nun Graf-Privat bitte nicht übel nehmen;) Ich wünsche dir ehrlich das du noch lange deine Privatbeiträge zahlen kannst, ansonsten hast du ja noch immer das RECHT auf eine Gesetzliche Krankenversicherung-Egal wie alt man ist! |
|
02.04.2008, 17:01 |
........GENAU SO IST ES........ Vielen Dank für deine passenden Worte!!!! |
|
02.04.2008, 17:02 |
Hallo, habe bis jetzt noch nicht feststellen müssen, dass ich als Kassenpatient benachteiligt werde. Mein Neurologe hat mir direkt einen Termin gegeben als ich aus dem Krankenhaus kam. Ausserdem kann ich dort jederzeit anrufen wenn ich irgendeine Frage habe. Zitat " Sie können uns ruhig nerven. Gerade am Anfang hat man doch jede Menge Fragen." Auch im Krankenhaus wurde mir gesagt, ich könne, falls meine Neurologe Urlaub hat, jederzeit anrufen. Es wäre immer jemand da, mit dem ich sprechen könnte. Gut, ich möchte im Moment keine Medikamte nehmen und brauche auch keine Hilfsmittel. Aber ich kann aus meiner Vergangenheit nur positv über meine Ärzte und besonders meine Krankenkasse sprechen. Meine Beiträge habe ich schon doppelt und dreifach wieder raus. Ich denke, viele Ärzte bemühen sich alle Patienten gleich zu behandeln. Ist in der heutigen Zeit bestimmt nicht einfach. Gruß Gabi |
|
02.04.2008, 17:54 |
Hallo Reni, ich nehme es Dir nicht übel und irgendwie hast du ja auch Recht, der Unterschied ist manchesmal gewaltig,Brauchte einen Termin zum MRT, habe drei Krankenhäuser angerufen,mindestens 3 Monate Wartezeit, als ich gesagt habe das PV bin konnte ich schon am nächsten Tag kommen.Konnte mir sogar das Krankenhaus aussuchen. Deine Meinung ist aber falsch, man kommt ab 55 nicht mehr in die gesetzliche KK zurück, leider,kannste machen was du willst. Gruß Graf |
|
02.04.2008, 18:12 |
ich verstehe dich aber auch nicht. du regst dich doch selbst darüber auf? ich finde es nur gut, wenn die mißstände immer wieder beim namen genannt werden. nur so kann sich überhaupt mal was ändern andrea |
|
02.04.2008, 18:23 |
Ei, Andreache, ein bißchen Unterschied muß sein, wenn ich schon mehr zahle, erwarte ich auch eine andere Behandlung. -- Immer diese Neiddiskussionen hier! Zum einen kann jeder in diesem Land eine private Krankenversicherung haben und wenn du für deine Arbeiten das mehrfache Geld berechnen könntest, bin ich sicher, du würdest nicht lange überlegen. |
|
02.04.2008, 19:13 |
ei, ottokarche, zahlst du denn wirklich mehr und denkst du, du kannst dir deine arroganz leisten? "Gutverdiener zum Beispiel, die gesetzlich versichert sind und teilweise 500 oder 600 Euro pro Monat einzahlen - und damit auch Geringverdiener unterstützen -, werden später behandelt als Privatpatienten. Obwohl die vielleicht nur 200 Euro pro Monat bezahlen und die Solidargemeinschaft nicht unterstützen. Das ist ein völlig inakzeptables System", sagt Lauterbach." und übrigens: du bist echt eine traurige figur. hör endlich auf, die leute zu beleidigen mit deiner blöden "ei, andreache"-tour. du nervst total. andrea |
|
02.04.2008, 19:18 |
@Graf Tut mir leid aber ich muß dir schon wieder widersprechen;) Der Mann einer Freundin war viele viele Jahre Selbständig, hat durch den schweren Unfall den sie hatten seine Selbstständigkeit auf geben müssen und stehen beide mit einer kleinen Rente da, so das ein wechsel in die GKV folgen mußte. Beide sind jetzt bei der DAK versichert. Und weil du gerade das Thema MRT am Wickel hast;) damit hab ich nun GsD null Problemo - bekomme immer beim MRT den nächsten Termin für ca.6 Monate später;) Wenn ich jedoch an den Kleinen Sohn eben dieser Freundin denke(da waren sie schon Kassenpatienten) könnte ich nur heulen;( Man vermutete einen Tumor am Stammhirn und der Kleine sollte dringend ins MRT, ein termin in 4wo war frei und dem Kleinen ging es doch ausser Kopfweh gut;(;( JA SCHEIßE warum kann der kleine 7jährige Max nicht die paar Tage länger warten sondern stirbt einfach nach 3wo??? Nur ein kleines Beispiel von vielen warum gerade bei solchen Untersuchungen keine Unterschiede gemacht werden dürften,weil es eben um Leben und Tot geht! |
|
02.04.2008, 19:31 |
Sorry Gabi, Nim es bitte nicht persöhnlich;) Warte doch aber einfach die Zeit ab, wo es dir nicht mer so gut geht und du Medis oder Hilfsmittel benötigst,oder gar KG???, dann bleiben deine lieben Ärzte net mer so freundlich schnell mit ihren Hilfen, dann gehts nämlich an ihr Budget;) ich hab nebenbei bemerkt auch ganz liebe und nette Ärzte so lange ich nicht schon wieder ein teures Medi oder was will;) Ich wünsche dir ganz ehrlich das es dir ganz lange oder besser für immer so gut geht! LG |
|
02.04.2008, 19:46 |
Ottokar find ich geil!! |
|
03.04.2008, 09:21 |
Hallo Gabi, ich habe die Erfahrung gemacht, dass es auf den Arzt ankommt. Ich habe lange suchen müssen, aber jetzt habe ich Ärtze, mit denen ich zufrieden bin und bei denen ich eine schnelle und gute Behandlung bekomme. Ich habe schon sogar erlebt, dass ein patient schneller einen Termin haben wollte und deswegen mit seiner Privat-KV argumentierte - die Arzthelferin hat sie höflich darauf aufmerksam gemacht, dass die Termine nach Dringlichkeit vergeben werden. Ich war in den letzten Jahren 2mal im Krankenhaus: das eine Mal bekam ich sogar ohne zu fragen und ohne Aufpreis ein Privatzimmer, weil die Ärzte der Meinung waren, ich brauche Ruhe! Für mein Kind habe ich eine private Zusatzversicherung abgeschlossen. Die Zusatzleistungen nutze ich aber kaum. Ich überlege mitlerweile sehr genau, ob ich eine Chefarzt-behandlung in der Klinik verlange. Für die Entlassung musste ich einmal mehrere Stunden warten. Der Chefarzt war im OP. Und Privatpatienten werden vom hefarzt entlassen. Ich habe zwar keine Benachteiligung erlebt bzw. die Ärzte habe ich verlassen. Mir ist aber sehr bewußt, dass es eine Ungerechtigkeit gibt. Die Frage ist für mich aber nicht die, ob ich als Kassenpatient - freiwillig versichert, also mit hohen Beiträgen - mehr zahle als manch einer Privatpatient und dafür eine andere Leistung haben will. Die Frage ist, ob ich als Kassenpatient eine Leistung bekomme, die ich benötige. Und diese Frage kann ich bis jetzt mit Ja beantworten. Ich bekomme von meiner BKK 80% der Kosten für Yoga-Kurse und Fintessstudio. Das haben Privatversicherte nicht! Denn als Privatpatient ist man auch nicht der König: für die Kinder und Frau zahlst ja eigene Beiträge. Bei einer 4-Köpfigen Familie kommt was zusammen. Die Rechnungen musst erst mal selber bezahlen - bei einer OP kann sie recht hoch sein. Für die Rente musst Du zusätzlich Geld ansparen, weil ja die Beiträge stärker steigen, als in der gesetzlichen. Privatversicherte sollten die Einsparung (Differenz zwischen gesetzliche und Private Beiträge) in ein Rentenfond investieren, um für später gerüstet zu sein. |
|
03.04.2008, 11:06 |
Hallo Anna, Danke für Deinen Beitrag, klug, gut und mit vielen Fakten. PV ist nicht das gelobte Land, vorallem nicht prieslich für einen Familie. Ich persönlich und meine Frau, die ja regelmäßig beim Doc ist, haben bisher schlechte Erfahrungen gemacht. Termine gibt es nach Dringlichkeit und nicht nach Versicherungsart. Wir haben, oh Wunder, sogar einen Hausarzt, der Samstags regulär Sprechstunde hat und Hausbesuche macht. Ich denke manchen Ärzten muss man einfach die rote Karte zeigen. @Reni, hast du dir schon mal die Budgetierungsrichtlinien angeschaut? Anscheinend nicht. sosnt wüsstest Du sicher, daß BT bei MS nciht auf das Budget angerechnet wird. Wei z.b. auch andere Mittel wie bei Depression. Acuh Hilfsmittel sind nicht budgetiert, siehe Link http://www.kvhh.net/public/22/36/41/index.php Also plapper hier nciht irgendwas rum, was nciht stimmt, sondern informier Dich bitte. Das Meckerle |
|
03.04.2008, 12:09 |
hej ihr, dann bin ich doch froh das ich deutschland den ruecken gekehrt habe und das 3 wochen vor meinem ersten schub. wenn man das so hoert wird einem ganz anders. und einigen auch "kassenpat" alles hinter her geworfen wird. hab ich selbst erlebt. ich werde auf jedenfall hier in daenemark bleiben gesudheitstechnisch fuehle ich mich hier besser aufgehoben. wer weiss ob ich sonst nach einer woche die diagnose bekommen haette. nur die 6 wochen krankgeschrieben zu werden war doch etwas lang. gruesse aus dK bianca |
|
03.04.2008, 12:31 |
Oh ja Dänemark das Land der Träume vorallem für MS-Patienten. Mal ein paar Fakten: 90% der Patienten werden nur vom Hausarzt und nicht vom Spezialisten behandelt. Lange Wartelisten in den Krankenhäusern, da weniger als die Hälfte der Krankenhausbetten wie in Deutschland zur Verfügung stehen. Ein wechsel des Hausarztes muss von der Gemeinde genehmigt werden und kostet Geld. Massive Zuzahlungen bei Medikamenten (25 - 50% hallo BT!), ein Versicherung die die Zuzahlung übernimmt haben nur 25% der Dänen. Die Lebenserwartung der Dänen sit deutlich niedriger als in Detuschland. Soll ich weiter machen? Mädchen, willst Du uns hier für dumm verkaufen? Warst Du überhaupt schon mal in Dänemark? Das Meckerle |
|
03.04.2008, 13:30 |
Hallo, noch was: auch bei Privatversicherten wird überlegt, ob bestimmte Mittel eingesetzt werden, und zwar aus finanzieller Sicht. Wie eine Bekannte mir erzählte, sie hat mit dem Arzt lange rumdiskutieren müssen. Er wollte ein stärkeres Schilddrüsenmittel verschreiben, weil ihre Werte sich verschlechtert hatten. Sie als Privatversicherte muss aber dann mit Beitragserhöhung rechnen. Es gab letztes Jahr einen Spiegelartikel: es wurde analysiert, wer länger und gesünder lebt. Es gab schon den Anschein, dass Privatversicherte deutlich besser gestellt sind. ABER, wenn man die gleiche Analyse nicht nach der Versichertenart sondern Bildung und Einkommen macht, wird eindeutig: selbst gesetzlich versicherte mit höherem Einkommen und hohem Bildungsniveau kommen auf die Werte der Privatversicherten. Zum Einem lebt die Masse dieser Gruppen bewußter und achtet mehr auf die Gesundheit. Zum anderen erlaubt das höhere Einkommen erweiterte Möglichkeiten zum Ausgleich von Stress. Unqualifizierte Arbeitnehmer führen oft körperliche Arbeiten aus, die zusätzliche gesundheitliche Belastungen mit sich bringen. Man muss nur die Situation in England betrachten: dort sind die Ausgaben für die medizinische Versorgung deutlich geringer, die Wartezeiten auch für dringende OPs deutlich länger, als in Deutschland. Und die Engländer sind im Vergleich nicht kränker und haben auch keine geringere Lebenserwartung. Auch die Ärzte sind zufriedener und besser bezahlt. Es ist nicht immer alles nötig und sinnvoll, was wir meinen, dass die Ärzte und Kassen leisten müssten. Nochmal: mir ist bewußt, dass einiges schief läuft, dass nicht alle das geeignete Medikament bekommen. Aber so schlecht geht uns auch nun wieder nicht. |
|
03.04.2008, 13:57 |
Ich dachte schon du hast dich verabschiedet?? War wohl nichts,oder? |
|
03.04.2008, 14:07 |
Muss wohl mein Lob zurücknehmen. Das Meckerle |




