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Die erste Zuverlässige Diagnose

Ein Meilenstein in der Diagnostik der MS ist erreicht, als die zuverlässige Diagnose der Krankheit gelingt: Bei der sogenannten Lumbalpunktion wird Nervenwasser entnommen und auf Eiweiße untersucht, die bei MS erhöht vorkommen.

Bei der Lumbalpunktion werden wenige Milliliter Liquor - Nervenwasser - mit einer feinen Hohlnadel aus der unteren
Lendenwirbelsäule entnommen. Hier befindet sich kein Rückenmark mehr, so dass eine Verletzung ausgeschlossen
ist.
Das im Gehirn gebildete Nervenwasser umspült Gehirn und Rückenmark, deshalb hat es direkten Kontakt mit eventuellen
Entzündungsherden. Es wird daraufhin untersucht, ob für MS typische Antikörper des Immunsystems gehäuft vorkommen. Diese Antikörper können mit Hilfe elektrischer Spannung
identifi ziert werden. Sie zeigen sich als Streifenmuster, sogenannten oligoklonalen Banden.
In der MS-Diagnostik wird die Lumbalpunktion auch heute noch angewandt: Sie liefert wichtige Informationen zur Bestätigung der Verdachtsdiagnose und erlaubt darüber hinaus die Abgrenzung gegenüber anderen entzündlichen Erkrankungen, zum Beispiel Borreliose.

Letzte Änderung: 10.10.2008

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