DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

"IMMER UND EWIG"-Kinopremiere: Tief bewegte Zuschauer in ganz Deutschland

Zu einem besonderen Kinoerlebnis hatten Regisseurin Fanny Bräuning, Filmverleiher Rise and Shine Cinema und der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose eingeladen. Schon der Film "IMMER UND EWIG" war ein Erlebnis. Doch durch ein tolles Rahmenprogramm konnten bundesweit zahlreiche Menschen einen außergewöhnlichen Kinoabend erleben.

Pünktlichkeit hatte an diesem Abend bei der zentralen Veranstaltung im Babylon-Kino in Berlin oberste Priorität. Denn von Berlin ausgehend wurden das Rahmenprogramm bundesweit in rund 50 Kinos übertragen – und damit alle rechtzeitig daran teilhaben konnten, musste ein strenger Zeitplan eingehalten werden.

Und so begann die Filmvorführung von "IMMER UND EWIG" in Berlin pünktlich um 20 Uhr in einem gut gefüllten Kinosaal. Auch viele Mitglieder der DMSG-Landesverbände Berlin und Brandenburg sowie die Gewinner der Verlosung verfolgten gespannt und bewegt das Geschehen auf der Leinwand.

Regisseurin Fanny Bräuning aus der Schweiz erzählt in ihrem Film die Geschichte ihrer Eltern, die seit über 40 Jahren mit der MS-Erkrankung ihrer Mutter leben, seit über 20 Jahren ist sie, nach einem toxischen Schock, querschnittsgelähmt. Ihr Vater, Niggi, übernimmt zum großen Teil die Pflege, und hat es sich nicht nehmen lassen, trotz der Erkrankung weiter mit seiner Annette regelmäßig in den Urlaub zu fahren – in einem von ihm umgebauten VW-Bus. 

Es ist die Geschichte einer außergewöhnlichen, hingebungsvollen Liebe. Es gelingt der Regisseurin, das Wechselspiel der Emotionen, das in dieser Liebe steckt, darzustellen und das Publikum teilhaben zu lassen: an Lebensfreude und Traurigkeit, Harmonie und Streit, Lachen und Weinen. Viele Zuschauer nehmen diese Stimmung auf und zeigen sich tief bewegt von dem Gesehenen. "Berührend" ist das Fazit, das man an diesem Abend am häufigsten hört. "Sehr angenehm, dass sich jemand dem Thema Behinderung auch mal auf so positive und doch ungeschönte Art nähert", sagt ein Zuschauer, eine andere resümiert: "Es ist toll zu sehen, wie zwei Menschen in einer Beziehung so voneinander profitieren, dass es wirklich ein ständiges Geben und Nehmen ist und das Beste aus der aktuellen Situation gemacht wird, da man nie wissen kann, was die Zukunft bringt."

Beim Bühnengespräch im Anschluss an die Filmvorführung musste es wieder pünktlich zugehen, denn genau um halb zehn wurde das Geschehen aus dem Babylon-Kino live in die rund 50 teilnehmenden Kinos in ganz Deutschland übertragen. Regisseurin Fanny Bräuning holte zunächst ihr Team mit dem Produzenten Thomas Thümena, Montagistin Catrin Vogt und Co-Autor Christian Lisker auf die Bühne. Dann folgte ein Interview mit Fanny Bräuning und der Vorsitzenden der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Prof. Dr. med. Judith Haas, das dem Publikum viele Einblicke in den Film und das Leben mit Multiple Sklerose gibt. 

Der Film ist momentan auf Deutschland-Tour und in vielen Städten zu sehen. Eine aktuelle Liste der Kinos finden Sie hier.  

Mehr über die Filmpremiere sowie das Interview mit der Regisseurin Fanny Bräuning und der MS-Expertin Prof. Dr. med. Judith Haas lesen Sie in der nächsten Ausgabe der aktiv!, dem Verbandsmagazin der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.

Quelle: DMSG-Bundesverband - 29.10.2019

- 29.10.2019