DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

MULTIPLE SKLEROSE: KEINER SIEHT'S. SIE ALLE SPÜREN ES – Die Gewinner stehen fest

KEINER SIEHT´S. EINE(R) SPÜRT´S: Der Wettbewerb zum Motto des Welt-MS-Tages 2019 hat hohe Wellen geschlagen. Im Rahmen eines großen Online-Votings sind die drei beliebtesten Vorschläge ausgewählt worden. Der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft stellt die Gewinnerinnen vor.

Die Resonanz war so groß, dass es für die Jury eine schwere Aufgabe gewesen ist, aus der Vielzahl der Beiträge ihre persönlichen Favoriten auszuwählen. Für die Endrunde nominierten die fünf Jury-Mitglieder die zwölf Einsendungen, die aus ihrer Sicht das Motto am besten getroffen haben. Das letzte Wort hatten die Teilnehmer des Votings auf www.dmsg.de. Fast 2500 haben mitgewählt. Und so lautet das Ergebnis:

Den ersten Platz machte Steffi Tauber mit 22 Prozent der Stimmen

Die Schauspielerin und Musikerin erhielt 2008 die Diagnose Multiple Sklerose. Die Krankheit hat ihr neben offensichtlichen Gangstörungen eine ganze Bandbreite unsichtbarer Symptome beschert. Um darauf aufmerksam zu machen, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, künstlerische Formen zu finden. TAIKA ist ein ostfriesischer Vorname und bedeutet: kleine Kriegerin. "Man könnte sagen, ich habe mich mit meinem Musikprojekt TAIKA dem Kampf verschrieben. Nicht GEGEN sondern MIT meiner Krankheit. Dem Kampf FÜR Aufklärung und Sichtbarmachung der unsichtbaren Kämpfe, die ich als MS-Erkrankte jeden Tag, jede Sekunde meiner Existenz erlebe", erklärt Steffi Tauber. "GLOW" ist ihr persönlicher Empowerment-Song: "Meine Krankheit hat Löcher in mein Gehirn gebrannt. Und die können statt schwarzer Leere auch Nährboden sein für leuchtende Gedanken, die mich mit Hoffnung erfüllen und meine Zukunft erstrahlen lassen", verdeutlicht sie: "Meine Zukunft ist nicht wie meine Nervenzellen von der MS verbrannt – sie ist ein strahlendes, verheißungsvolles Leuchtfeuer am Horizont." 

Auf 20 Prozent der Stimmen brachte es Ruth Malina

Ruth Malina erhielt die Diagnose MS, als sie 15 Jahre alt war. Ihre erste künstlerische Umsetzung entstand erst zehn Jahre später. Seitdem ist sie in ganz Deutschland mit ihren Werken unterwegs und zieht das Publikum durch ihre offene Kommunikation mit Bild und Wort in ihren Bann. Mit den Bildern schafft sie einen ästhetischen Zugang zu den unsichtbaren Prozessen der MS und ermutigt Betroffene: "Ich glaube stark an Verantwortung und an die künstlerische Erfahrung", sagt Ruth Malina, die heute 29 Jahre alt ist und in Berlin lebt und arbeitet.

Den dritten Platz belegt Natali Bergen

Natali Bergen ist 49 Jahre alt und lebt seit 18 Jahren mit MS. "Zum Glück leide ich an einer milden Form ohne motorische Einschränkungen, habe aber mit Fatigue und Stimmungsschwankungen zu kämpfen", erklärt die dreifache Mutter, auf welchem Weg sie ihre Umwelt ohne viele Worte auf ihre aktuelle Verfassung hinweisen kann: Sie entwarf ein T-Shirt und häkelte sechs Emojis, die je nach Stimmungslage auf dem T-Shirt befestigt werden können. "Mir war wichtig, 'alte' und 'neue' Techniken zu verknüpfen, nämlich Häkeln und digitalen Druck, um zu verdeutlichen, dass MS sich durch alle Altersklassen zieht." 

Wie die Idee entstanden ist, verdeutlicht Natali mit Unterstützung ihrer Tochter in folgendem Video: Mehr

Die Top Five

Mehr über die Gewinnerinnen und die vielen anderen beeindruckenden Beiträge erfahren Sie in Kürze auf www.dmsg.de.

Der DMSG-Bundesverband bedankt sich für die zahlreichen kreativen Einsendungen!

Quelle: DMSG-Bundesverband e.V. - 22.10.2019

22.10.2019