DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Wechsel an der Spitze des Bundesbeirates Multiple Sklerose-Erkrankter

Der Bundesbeirat MS-Erkrankter der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) hat einen neuen Vorstand. Auf der Tagung des Gremiums in Hannover ist Claudia Schilewski aus Bayern zur neuen Vorsitzenden gewählt worden. Sie löst Dr. med. Edeltraud Faßhauer in diesem Amt ab, die sich in dieser Funktion seit 16 Jahren als Kämpferin für die Rechte von MS-Erkrankten eingesetzt hat.

Ihre Kenntnisse als Medizinerin und die Erfahrungen als MS-Erkrankte brachte sie dabei unermüdlich und in zahlreichen Gremien für die Interessen und die unabhängige Information von MS-Betroffenen ein – sei es im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), im Geschäftsführenden Vorstand oder im Ärztlichen Beirat des DMSG-Bundesverbandes.

Dass sie in große Fußstapfen treten, wissen ihre Nachfolger Claudia Schilewski aus dem Landesverband Bayern und ihre ebenfalls neu gewählten Stellvertreter Markus van de Loo aus dem Landesverband Hamburg als 1. Stellvertreter und Georg Pellinnis aus dem Landesverband Hessen als 2. Stellvertreter.

Der neuen Vorsitzenden Claudia Schilewski ist es vor allem wichtig, eine unabhängige, patientenorientierte Vorstandsarbeit zu unterstützen. "Durch die gleichberechtigte Zusammenarbeit der Vorstandsmitglieder sollte am Ende eine ausgewogene Verbandsführung das Ziel sein", so Schilewski.

Die Leistungen der langjährigen Vorsitzenden Dr. Edeltraud Faßhauer verglich Claudia Schilewski mit den Herausforderungen im Leistungssport auf Bundesligaebene: "MS hat lange Zeit ihr Leben bestimmt – aber nicht als Kranke, sondern in erster Linie als Kämpferin für die Patientenrechte."

Für Ihre Leistungen überreichte das Gremium ihr eine Karikatur des Cartoonisten Phil Hubbe, die in humorvoller Art die Bausteine ihrer Arbeit verewigt.

Dr. med. Edeltraud Faßhauer zur Ehrenvorsitzenden ernannt

Dr. med. Edeltraud Faßhauer lag es stets am Herzen, die Interessen von MS-Betroffenen zu vertreten und Menschen mit MS und ihre Angehörigen als Vertrauensperson über Entscheidungen im Gemeinsamen Bundesausschuss zu den MS-Therapien zu informieren. Aufgeklärte Patienten, die dank der verlässlichen und unabhängigen Informationen auf Augenhöhe mit ihrem behandelnden Arzt Entscheidungen zu Therapien fällen können, waren das Ziel. Unterstützung fand sie dabei in ihrem Mann Wilhelm, der ihr immer zur Seite steht.

"Sie haben sich zusammen entschlossen, für die MS-Betroffenen in Deutschland eine Stimme zu sein, Aufklärung zu leisten, Mut zu machen, Barrieren in allen Bereichen abzubauen. Gemeinsam haben Sie den Landesverband Sachsen Anhalt erfolgreich aufgebaut. Als Mitglied des Ärztlichen Beirates des Bundesverbandes haben Sie immer wieder eindringlich um Stellungnahmen und Antworten geworben, die die Sicherheit der MS-Erkrankten unter den neuen Therapiemöglichkeiten betreffen. Als Betroffenenvertreterin im G-BA werden Sie hochgeschätzt, da bei Ihnen in einmaliger Weise das Betroffensein und medizinische Kompetenz als Onkologin aufeinandertreffen und damit Ihre Stellungnahmen einen ganz besonderen Wert haben", betonte Prof. Dr. med. Judith Haas, Vorsitzende des DMSG Bundesverband e.V., bei der Ernennung zur Ehrenvorsitzenden des BBMSE: "Liebe Frau Fasshauer, ich danke Ihnen an dieser Stelle ganz besonders auch im Namen der Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstandes für Ihre vorbildliche Arbeit im Bundespatientenbeirat und für die harmonische Zusammenarbeit im Vorstand des Bundesverbandes." 

Der Bundesbeirat MS-Erkrankter – ihm gehören die 16 ehrenamtlich tätigen Vorsitzenden der Patientenbeiräte der Landesverbände bzw. ein von diesen gewähltes Mitglied an – versteht sich als Vermittler und Multiplikator zwischen den MS- Erkrankten und den Gremien der DMSG. Er übt beratende Funktion aus, bringt die Anliegen in die Gremien ein und erläutert umgekehrt MS-Erkrankten deren Entscheidungen in politischen, medizinischen, rechtlichen und sozialen Belangen. Zweimal im Jahr trifft sich der Bundesbeirat zu einem intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch.

Quelle: DMSG-Bundesverband - 26.11.2019

- 26.11.2019