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Studium mit Behinderung / chronischer Erkrankung


Talent hat viele Gesichter: Studierende mit Behinderung können vom Deutschlandstipendium profitieren

Junge MS-Erkrankte aufgepasst: Zum Sommersemester 2011 können sich Studierende für das sogenannte Deutschlandstipendium bewerben. Neben Leistung und Begabung berücksichtigen die Vergabekriterien auch "besondere persönliche oder familiäre Umstände wie Krankheiten oder Behinderungen". Die Förderkriterien werden im Rahmen eines Auswahlverfahrens geprüft, das im Einzelnen durch die Hochschulen festgelegt und bekannt gemacht wird.

"Wir stärken Studentinnen und Studenten den Rücken": Mit diesen Worten hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan am 1. Februar 2011 in der Berliner Humboldt-Universität den Startschuss zum Deutschlandstipendium gegeben. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

keine Anrechnung auf BAfög-Leistungen

Das Deutschlandstipendium ist neben BAföG, bedarfsgerechten Bildungsdarlehen und den Stipendien der Begabtenförderungswerke die vierte Säule der Studienfinanzierung.
Bis zum Jahresende sollen insgesamt 10.000 begabte und leistungsstarke Studierende in ganz Deutschland mit einem monatlichen Betrag von 300 Euro gefördert werden, der je zur Hälfte vom Bund und von privaten Mittelgebern aufgebracht wird. Das Deutschlandstipendium ist einkommensunabhängig und wird nicht auf das BAföG angerechnet. "Es ist damit besonders attraktiv für alle, die ihr Studium selbst finanzieren müssen", so Schavan.

Von dem neuen Bündnis aus zivilgesellschaftlichem Engagement und staatlicher Förderung durch den Bund können mittelfristig bis zu acht Prozent aller Studierenden (ca. 160.000) an deutschen Hochschulen vom Deutschlandstipendium profitieren, wobei die Zahl der Geförderten kontinuierlich anwachsen soll.

Talent hat viele Gesichter: Aufnahmekriterien berücksichtigen neben Leistungen auch Behinderungen

Der Leistungsbegriff, der dem Stipendium zugrunde liegt, ist bewusst weit gefasst: Gute Noten und Studienleistungen gehören ebenso dazu wie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen oder das erfolgreiche Meistern von Hindernissen im eigenen Lebens- und Bildungsweg. Auch wer sich in der Gemeinde oder in der Schülervertretung engagiert, wer ein Familienmitglied pflegt oder wer dem kleinen Bruder Nachhilfe gibt, ist beim Deutschlandstipendium im Vorteil.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten das einkommensunabhängige Fördergeld von monatlich 300 Euro (zusätzlich zu BAföG-Leistungen) für mindestens zwei Semester und höchstens bis zum Ende der Regelstudienzeit, damit sie sich erfolgreich auf ihre Hochschulausbildung konzentrieren können.

Förderung und Auszeichnung

Das Deutschlandstipendium ist Förderung und Auszeichnung zugleich. Einen Rechtsanspruch auf das von Bund und privaten Förderern finanzierte Deutschlandstipendium gibt es nicht. Grundsätzlich entscheidet jede Hochschule innerhalb der gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen für sich, ob und wem sie das Deutschlandstipendium anbietet.


Bildung stiften – Solidarität stärken

Viele Förderer haben den Hochschulen bereits ihre Unterstützung zugesagt. So kann nach ersten Stichproben an einigen Hochschulen davon ausgegangen werden, dass schon zum Start des Programms mehr als 1.000 Stipendien fest zugesagt sind. Neben Großunternehmen und Stiftungen können im Rahmen des Programms auch Privatpersonen sowie kleine und mittelständische Betriebe auf unkomplizierte Weise einen Beitrag zur akademischen Ausbildung der jungen Generationen leisten.
Schavan: "Bildung stiften kann jeder. Insbesondere für ehemalige Studierende, die ihrer alten Hochschule etwas von dem zurückgeben möchten, was sie selbst dank ihres Studiums erreicht haben, ist das ein attraktives Angebot." Das Programm leiste so neben der Förderung von Nachwuchstalenten auch einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung der Hochschulen mit ihrem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld, betont Schavan. "Das Deutschlandstipendium steht für gelebte Solidarität zwischen Generationen von Studentinnen und Studenten, zwischen Staat und Zivilgesellschaft."

 

Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Bildung und Forschung 
- 01. Februar 2011
Redaktion: DMSG Bundesverband e.V. - 01. Februar 2011


Letzte Änderung: 01.02.2011

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