- 16.07.2010
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Gesundheitsreform/Krankenkassen
Im Gespräch mit dem Gesundheitsminister: Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft fordert Zugang zu innovativen Behandlungsmethoden
"Insbesondere chronisch Erkrankte müssen Zugang zu innovativen Behandlungsmethoden erhalten", forderte DMSG-Bundesgeschäftsführerin, Dorothea Pitschnau-Michel, bei einem Treffen mit Bundesgesundheitsminister Dr.Philipp Rösler in Hannover.
Eine kleine Delegation des Paritätischen, darunter die Vorstände Cornelia Rundt und Sebastian Böstel, die Verbandsratsvorsitzenden Horst Hüther und Ulla Klapproth sowie Verbandratsmitglied Dorothea Pitschnau-Michel, empfing Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler, um ihre deutliche Kritik an der Gesundheitsreform persönlich vorzutragen. Der Minister stellte sich dieser Kritik, diskutierte über eventuelle Änderungen und deutete durchaus Entgegenkommen an.
Stabilisierung der Einnahmen stehen an erster Stelle
"Die Reform ist eine eindeutige Belastung der Versicherten und ein Einstieg in die Kopfpauschale", fasste Cornelia Rundt die Kritik an der Gesundheitsreform zusammen. Rösler betonte, im ersten Schritt stehe die Stabilisierung der Einnahmen im Vordergrund, längerfristiges Ziel sei die Reform des gesamten Systems, damit "das Geld auch bei den Menschen ankommt". Auch der Sozialausgleich für untere Einkommensgruppen sei ihm sehr wichtig, bekräftigte der Bundesgesundheitsminister mehrfach. Dieser Ausgleich sollte zielgenau, unbürokratisch und aus dem Steuersystem gespeist sein.
Dramatischer Fachkräftemangel im Bereich der Pflege
Weitere Punkte, die angesprochen wurden, bezogen sich auf den dramatischen Fachkräftemangel im Bereich Pflege, die Endbürokratisierung der Pflege sowie Mängel am Prüfverfahren des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK). Minister Rösler äußerte Verständnis für die Befürchtungen und Kritiken. Hinsichtlich der MDK-Prüfungen sei er bereit, das Grundprinzip der Untersuchungen zu testen. Um Lösungsansätze beim Fachkräftemangel zu finden und um ein Signal für die Pflege zu setzen, will er unter anderem einen regelmäßigen Gesprächskreis zum Thema einrichten.
DMSG-Bundesgeschäftsführerin findet deutliche Worte:
Chronisch Kranke dürfen nicht nur als Kostenfaktor dargestellt werden
DMSG-Bundesgeschäftsführerin Dorothea Pitschnau-Michel forderte nicht nur den Zugang zu innovativen Behandlungsmethoden vor allem für chronisch Kranke, sondern machte den Minister auch auf Veröffentlichungen der gesetzlichen Krankenkassen aufmerksam, in denen chronisch Kranke ausschließlich als Kostenfaktor angesehen werden. Darüber hinaus regte sie an, die Bewilligung von Mitteln für Selbsthilfegruppen und ihre Mitglieder effizienter zu gestalten.
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Quelle: Pressemitteilung des Paritätischen - 16. Juli 2010 Redaktion: DMSG Bundesverband e.V. - 16. Juli 2010 |
Letzte Änderung: 16.07.2010
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