Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e. V (DMSG)


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Von MS-Genen bis Fumarsäure: Podcast-Serie beleuchtet aussichtsreiche Therapieansätze bei Multipler Sklerose

Beim MS-Symposium in Stuttgart standen an zwei Tagen neun Multiple Sklerose-Experten aus Forschung, Klinik und Praxis MS-Erkrankten Rede und Antwort zu brennenden Fragen in Bezug auf Forschung, Reha sowie bewährte und neue Therapien alle Vorträge waren erstmals auch über Live-Stream im Internet zu verfolgen und sind jetzt als MS-TV Podcasts der DMSG zu sehen.

AMSEL SymposiumBesonderes Highlight der Veranstaltung zu Ehren von Ursula Späth, seit 30 Jahren Schirmherrin der AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankter im Landesverband der DMSG in Baden Württemberg: Die Zuschauer konnten durch Fragen an die MS-Experten -alles Mitglieder im Ärztlichen Beirat des DMSG-Bundesverbandes und/oder im Ärztlichen Beirat der AMSEL - die Inhalte und Schwerpunkte des Symposiums selbst mitgestalten, ganz einfach per Maus-Klick von Zuhause aus. Von Schubtherapie bis Eskalationstherapie: Alle Themen und neun Vorträge der Referenten sind jetzt einzeln abrufbar.

Prof. Dr. med. Reinhard HohlfeldTag 1: Prof. Dr. med. Reinhard Hohlfeld, Vorstandsvorsitzender im Ärztlichen Beirat der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. gewährte Einblick in "Multiple Sklerose im Spannungsfeld bewährter und neuer Therapien".  Die Therapielandschaft werde immer größer, aber auch immer komplexer, erklärte der Direktor des Instituts für Klinische Neuroimmunologie am Klinikum der Universität München. Denn sowohl Wirkung als auch Nebenwirkungen einer Therapie seien nur schwer vergleichbar, weil es keine Vergleichsprüfung innerhalb ein- und derselben Studie gebe.


Prof. HemmerProf. Dr. med. Bernhard Hemmer sprach über "Aktuelle Erkenntnisse zur Entstehung der Multiplen Sklerose". Mittlerweile seien rund 60 "MS-Gene" bekannt, so der Direktor der Neurologischen Klinik und Poliklinik der Technischen Universität München, Klinikum rechts der Isar. MS sei aber dennoch keine Erbkrankheit, die Umwelt, eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus oder Vitamin-D-Mangel, spiele ebenfalls eine große Rolle.


Prof. KesselringÜber "Neuroplastizität – der Schlüssel zum Erfolg bei der Rehabilitation der Multiplen Sklerose" referierte Prof. Dr. med. Jürg Kesselring und stellte fest "Rehabilitation ist als "Trainingslager" bei Multipler Skleose trotz zunehmender medikamentöser Möglichkeiten von größter Bedeutung". Übung sei der Schlüssel für eine funktionelle Umstrukturierung des Gehirns, betonte der Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurorehabilitation, Rehabilitationszentrum Valens. Ziel sei, auf diese Weise MS-Erkrankten die Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen und der Zugewinn an Lebensqualität

Prof. Dr. med. Ralf Gold"Die neue Generation der MS-Medikamente - was bringt die Zukunft?" fragte Prof. Dr. med. Ralf Gold. Er beleuchtete die Wirkweise und das Risikoprofil verschiedener Antikörper sowie oraler Therapien. Der Direktor der Neurologischen Klinik am St. Josef Hospital der Ruhr-Universität Bochum hat eine der zwei großen weltweiten Studien zur Fumarsäure (BG 12) geleitet. Als das Besondere an dem Wirkstoff, für den er eine Zulassung in Europa für das Frühjahr 2013 erwartet, benannte er unter anderem die vertretbaren Nebenwirkungen.



Prof. Wiendl gespiegeltProf. Dr. med. Heinz Wiendl betrachtete die "Herausforderungen an die individualisierte Multiple Sklerose-Therapie".
Eine Reihe von Fragen sei damit verbunden, zum Beispiel wie früh wird die Diagnose gestellt und vor allem wie früh und mit was soll behandelt werden?
Bislang fehlten Prognosemarker und Biomarker zur Abschätzung von individuellem Nutzen und Risiko, sagte der Direktor der Klinik für Neurologie, Abteilung Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems und Neuroonkologie am Universitätsklinikum Münster.


Tag 2: Praktische Aspekte der MS-Therapie – Fallbeispiele aus der Sicht von MS-Betroffenen.

Prof. WiethölterIndividuelle Fragen MS-Erkrankter bestimmten den zweiten Tag. Die  Referenten gingen auf Fragen ein, wie "Kann die Wirkung von Kortison nachlassen?" "Ja", antwortete Prof. Dr. med. Horst Wiethölter, ehem. Ärztlicher Direktor der Neurologischen Klinik am Bürgerhospital im Klinikum Stuttgart, der zur Schubtherapie der MS referierte.


RösenerDass MS-Symptome behandelt werden können, belegte der niedergelassene Stuttgarter Neurologe Dr. med. Martin Rösener in seinem Vortrag über Symptomatische Therapie der MS.
Dies gelte auch für die schambehafteten Symptome wie Blasen- und Darmstörungen oder sexuelle Störungen. Wichtig sei, dass der Patient seine Symptome dem Arzt genau schildert.


Flachenecker gespiegeltImmunmodulatorische Therapie der MS: Der Chefarzt des Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof in Bad Wildbad, Prof. Dr. med. Peter Flachenecker, plädierte für Therapietreue. Nur eine fehlende Wirksamkeit oder unerträgliche Nebenwirkungen sprächen für einen Therapiewechsel. Sonst laute die Devise: "Never change a winning team".


Prof. Mäurer gespiegelt"Die Eskalationstherapie ist nicht das Ende aller Hoffnungen, sondern die Therapieanpassung an eine aktuelle Situation", stellte Prof. Dr. Mathias Mäurer klar. Diese sei mit deutlich mehr Risiken verbunden, die aber aufgrund des MS-Verlaufs vertretbar seien, so der Chefarzt Neurologie des Caritas Krankenhauses Bad Mergentheim.




Redaktion: DMSG Bundesverband e.V. - 22. Januar 2013

 

Letzte Änderung: 22.01.2013

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