- 01.03.2013
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Bundesverdienstkreuz für 30 Jahre Einsatz für Multiple Sklerose-Erkrankte
Der ehemalige Vorsitzende des Ärztlichen Beirates der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), Professor Dr. med. Dietmar Seidel, ist für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement für alle Belange in der Behandlung und Betreuung von MS-Erkrankten mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden.
![]() Augustahospital
Reinhard Klenke (von links) überreicht die Urkunde an Dietmar und Silke Seidel |
"Sie setzen Ihr Fachwissen ein, um die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft und gleichzeitig kranke Menschen zu unterstützen", würdigte Prof. Dr. Reinhard Klenke, Regierungspräsident der Bezirksregierung Münster, in einer Feierstunde die breitgefächerte ehrenamtliche Arbeit des ehemaligen Chefarztes am Augustahospital Anholt, Professor Dr. Dietmar Seidel.
Schon früh widmete Prof. Dr. Dietmar Seidel, der 1945 in Marbach/Döbeln geboren wurde, den Schwerpunkt seiner ärztlichen Tätigkeit dem Krankheitsbild der Multiplen Sklerose. Er promovierte und habilitierte über MS und schrieb auch die meisten seiner rund 100 Fachveröffentlichungen über diese Krankheit. Der Aufbau einer neurologischen Fachklinik mit schwerpunktmäßiger Betreuung von MS-Kranken am Augustahospital Anholt ist sein Lebenswerk. 1981 übernahm er die Position des Chefarztes der Neurologie und war in der Zeit von 1988 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2010 dessen Ärztlicher Direktor. Prof. Seidel trug maßgeblich dazu bei, dass die Neurologische Abteilung mit 108 Betten aufgebaut wurde und trieb die Spezialisierung im Bereich Multiple Sklerose voran.
Würdigung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit in Gremien der DMSG
Aber nicht nur für sein berufliches Wirken wurde der Mediziner ausgezeichnet. Seit 1982 engagiert Prof. Seidel sich ehrenamtlich für die DMSG. Seit 1983 ist er Mitglied im Ärztlichen Beirat des DMSG-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, seit 1987 gehört er dem Ärztlichen Beirat des DMSG-Bundesverbandes an, war von 1988 bis 1991 dessen Vorsitzender und bis 2007 Vorstandsmitglied. Im Geschäftsführenden Vorstand des DMSG-Bundesverbandes arbeitete er von 1991 bis September 2002 mit, die letzten vier Jahre als stellvertretender Vorsitzender.
In den fast 30 Jahren seiner ehrenamtlichen Arbeit für MS-Erkrankte und ihre Familien hat sich Prof. Seidel weit über das normale Maß hinaus und mit großem zeitlichem Aufwand dafür eingesetzt, die Lebensbedingungen MS-Erkrankter zu verbessern. So beriet er den DMSG-Bundesverband in medizinischen Fragen, verfasste Stellungnahmen zu therapeutischen Angeboten, gehörte zu den Mitentwicklern der Therapie-Leitlinien bei MS. Er stand häufig im Experten-Forum auf www.dmsg.de Rede und Antwort zu unterschiedlichen Themenbereichen. Er war maßgeblich an der Entwicklung der Ausbildungscurricula der DMSG-Fort- und Weiterbildung "Pflege bei MS" beteiligt. Er stellte sich als Autor für medizinische Berichte in der Fachzeitschrift der DMSG "aktiv" zur Verfügung, begleitete als wissenschaftlicher Berater diverse Informations- und Aufklärungsmaterialien des DMSG-Bundesverbandes, folgte oft und gern den Bitten von DMSG-Selbsthilfegruppen, dort Vorträge zu relevanten Problematiken in der MS-Forschung und –Therapie zu halten. Als Leiter der DMSG-Arbeitsgruppe "MS-Kliniken und DRG" war er maßgeblich daran beteiligt, dass MS im Fallpauschalenkatalog adäquat abgebildet werden konnte.
Gratulation vom DMSG-Bundesverband
Seine zugewandte, liebenswürdige Art, seine Fachkompetenz und Erfahrung haben ihn für den DMSG-Bundesverband und seine Gremien sowie für die DMSG-Landesverbände- und die DMSG-Selbsthilfegruppen zu einem gefragten Ansprechpartner gemacht. 1997 zeichnete der DMSG-Bundesverband Prof. Seidel mit dem Käte Hammersen Preis für sein herausragendes Engagement und seinen persönlichen Einsatz für MS-Erkrankte aus. Der DMSG-Bundesverband dankt Prof. Seidel für seine großartige Arbeit und gratuliert herzlich zu der verdienten hohen Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz.
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Quelle: Augustahospital - 28. Februar 2013 Redaktion: DMSG Bundesverband e.V. - 01. März 2013 |
Letzte Änderung: 05.03.2013
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