- 18.11.2010
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Den Geheimnissen der Multiplen Sklerose auf der Spur: 18 MS-Zentren beteiligen sich an der bisher größten Studie in Deutschland
Die einen merken über Monate fast nichts, andere leiden unter Lähmungserscheinungen, Sehstörungen, Schwindel, Taubheitsgefühl oder schneller Ermüdung: Eine deutschlandweite Untersuchung mit 1.000 Probanden soll neue Erkenntnisse über Entstehung und Verlauf der Krankheit bringen.
Die Krankheit der 1.000 Gesichter, wie Multiple Sklerose auch genannt wird, ist in ihrem Verlauf schwer berechenbar. Während ein Teil der Erkrankten weitgehend beschwerdefrei lebt, sind andere stärker beeinträchtigt, bleiben in der Regel jedoch berufsfähig. Bei einer weiteren Gruppe verläuft MS von Beginn an so aggressiv, dass diese Patienten schwerste Behinderungen davontragen. Warum das so ist und mit welchen Therapieformen frühzeitig der Krankheit entgegengewirkt werden kann, wollen Forscher des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) in einer Langzeitstudie herausfinden.
Größe der Studie gilt als einzigartig in Deutschland
In diese so genannte Kohortenstudie sollen 1.000 Teilnehmer eingeschlossen werden, die bereit sind, sich für zunächst drei Jahre für Routineuntersuchungen zur Verfügung zu stellen, erklärte Prof. Dr. Heinz Wiendl, Sprecher des KKNMS und Vorstandsmitglied im Ärztlichen Beirat der DMSG, Bundesverband e. V. Insgesamt haben sich 18 MS-Zentren für die Studie zusammengeschlossen. "Eine solch großangelegte Studie ist in der MS-Forschung bislang einzigartig. Wir erhoffen uns davon eine bessere Einsicht in die Entstehung der MS und neue Messgrößen, anhand derer wir den Krankheitsverlauf besser vorhersagen können", erläutert Studienleiter Prof. Dr. Ralf Gold, Universität Bochum, und ebenfalls Vorstandsmitglied im Ärztlichen Beirat des DMSG-Bundesverbandes, die Bedeutung des Forschungsprojektes.
Mehr Informationen: www.kompetenznetz-multiplesklerose.de
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Quellen: Pressemitteilungen vom KKNMS, 5. Oktober 2010 und der Medizinischen Fakultät der Universität Münster, 13. November 2010 Redaktion: DMSG Bundesverband e.V. - 18. November 2010 |
Letzte Änderung: 18.11.2010
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