Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e. V (DMSG)


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Hypothese einer venösen Insuffizienz (CCSVI) Thema bei ECTRIMS

Im zweiten Teil der Serie zur ECTRIMS-Jahrestagung (European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis) berichten wir vom aktuellen Stand der Diskussion um die Theorie der CCSVI.

ECTRIMS-Logo 2009 Text - 25. KongressMehr als 5.500 Neurologen trafen sich vom 13. bis 16. Oktober im schwedischen Göteborg, um auf der Jahrestagung von ECTRIMS ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren und Erfahrungen auszutauschen.
Der DMSG-Bundesverband stellt zentrale Themen vor.

CCVSI und MS – widersprüchliche Ergebnisse

Zwei Vorträge und 14 Poster befassten sich mit Untersuchungen rund um die These der CCSVI im Zusammenhang mit Multipler Sklerose. Die Ergebnisse waren sehr unterschiedlich. Dies belegte auch das Satellitensymposium zu CCSVI, das die Charcot Foundation vor dem offiziellen Start von ECTRIMS veranstaltet hatte.

Grundlage waren kurze Präsentationen von Dr. Paolo Zamboni (Ferrara, Italien), Dr. Robert Zivadinov (Buffalo, New York), Dr. Florian Doepp (Berlin), Dr. Omar Khan (Detroit, Michigan) und einiger anderer. Widersprüchliche Ergebnisse unterschiedlicher Gruppen wurden vorgestellt und auf das Fehlen einheitlicher und validierter Untersuchungsmethoden und –leitlinien mit Bezug auf Venenauffälligkeiten hingewiesen. Zudem bestand Uneinigkeit darüber, welche bildgebenden Techniken optimal für eine Untersuchung von Variationen in Struktur und Blutfluss in den Venen sind. Ferner lagen unterschiedliche Ergebnisse dazu vor, ob und wie Venenauffälligkeiten zur MS-Pathologie beitragen.

Einigkeit bestand bei den Experten jedoch darin, dass invasive Methoden zur Korrektur von Unregelmäßigkeiten in den Venen ausschließlich im Rahmen von Studien eingesetzt werden sollten.

Stichwort "Venöse MS": Dr. Paolo Zamboni mahnt Patienten zur Vorsicht

Der italienische Arzt, der die umstrittene Hypothese von einer chronischen cerebrospinalen venösen Insuffizienz bei Multipler Sklerose ins Leben gerufen hat, riet MS-Erkrankten, vor einem operativen Eingriff weitere klinische Studien abzuwarten.

"Derzeit kann eine Operation nicht empfohlen werden" sagte Dr. Zamboni und fügte hinzu, dass er jede Art von ‚Medizintourismus‘ ablehne.

Dr. Paolo Zamboni's Warnung kommt, nachdem viele MS-Erkrankte bereits ins Ausland gereist sind und viel Geld bezahlt haben für eine Behandlung, bei der versucht wird, verengte Halsvenen im Gehirn zu erweitern. Zamboni hatte die Theorie aufgestellt, dass der Blutabfluss aus dem Gehirn gestört wird, was letztlich zu Entzündungen und Schäden im Zentralnervensystem führen soll. Dies wiederum könne ein Faktor bei der Entstehung von MS sein. Eine Position, die umstritten ist in medizinischen Fachkreisen.

Wir berichteten mehrfach:

- Zum Statement der MSIF

- Warnung der DGN

Stellungnahme des Ärztlichen Beirats des DMSG-Bundesverbandes

Kritiker der Behandlung warnen davor, bei MS-Patienten falsche Hoffnungen zu wecken. Gegenwärtig wird CCSVI weltweit diskutiert und durch zahlreiche Forschergruppen überprüft.
Über weitere Ergebnisse werden wir Sie informieren.

Quelle: News-Service NeuroSens, Research News NMSS - 02. November 2010
Redaktion: DMSG Bundesverband e.V. - 23. November 2010

 

Letzte Änderung: 23.11.2010

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