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Teilnahme an Studien


Weihrauch bei Multipler Sklerose: Deutsche Forscher starten Studie

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und das Klinische Forschungszentrum des Exzellenzclusters NeuroCure (NCRC) an der Charité–Universitätsmedizin Berlin untersuchen erstmalig, ob Weihrauch zur Behandlung der frühen schubförmigen Multiplen Sklerose eingesetzt werden kann.

Weihrauch
Fotolia

Ziel der Studie mit dem Titel "SABA" (Sicherheit, Verträglichkeit und WirkmechAnismus von Boswelliasäuren (BA) bei Multipler Sklerose und klinisch isoliertem Syndrom (CIS)) ist es, die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit von BOSWELAN zu zeigen. BOSWELAN ist ein standardisiertes Extrakt aus dem Harz des indischen Weihrauchbaums (Boswellia serrata).

Die Idee: BOSWELAN soll das fehlgesteuerte Immunsystem der MS-Betroffenen, welches das körpereigene Gehirngewebe schädigt, beruhigen. Die Wirksamkeit wird im Wesentlichen daran gemessen, ob BOSWELAN die Zahl der Entzündungsherde im Gehirn, die man durch Kontrastmittel mit der Kernspintomographie nachweisen kann, verringert.

Weihrauch wird seit mehreren tausend Jahren als anti-entzündlicher Wirkstoff in der traditionellen östlichen Medizin eingesetzt. Kürzlich konnte in Laborversuchen gezeigt werden, dass die sogenannten Weihrauchsäuren (Boswellic Acids) auch auf Enzyme wirken, die bei den Krankheitsmechanismen der MS eine Rolle spielen.

Teilnehmer mit schubförmiger MS gesucht

Ab Oktober 2011 werden insgesamt 30 Patienten mittels monatlichen Kernspintomographien und klinischen Untersuchungen über ein Jahr beobachtet. Teilnehmen können Patienten zwischen 18 und 65 Jahren bei denen der hochgradige Verdacht auf eine schubförmige MS besteht oder schon diagnostiziert wurde. Zudem dürfen die Teilnehmer aktuell keine andere Medikation zur Behandlung der MS erhalten und müssen mehr als 100 Meter ohne Gehhilfen und Pause gehen können.

Entwickelt wurde die SABA-Studie am Institut für Neuroimmunologie und klinische Multiple Sklerose Forschung (inims) in der Klinik für Neurologie des UKE und wird zusammen mit Wissenschaftlern an der Charité in Berlin durchgeführt. Sie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Projektes Neu2 "Neue Wirkstoffe gegen neurologische Erkrankungen" finanziert.
Erste Ergebnisse sind im Herbst 2014 zu erwarten.


Kontakte für Studieninteressierte:


Institut für Neuroimmunologie und Klinisch
Multiple Sklerose Forschung und
Neurologische Klinik und MS-Tagesklinik
Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf
Martinistr. 52, D-20246 Hamburg
Email: msstudie@uke.de
Fax: 040 – 7410 56973

Franziska Lipske
Charité – Universitätsmedizin Berlin
NeuroCure Clinical Research Center
AG Klinische Neuroimmunologie
Charitéplatz 1, D-10117 Berlin
Email: franziska.lipske@charite.de
Tel. 030 ¬– 450 639-739 oder 705
Fax: 030 ¬– 450 539 915
www.ncrc.de


Quelle: Pressemitteilung: UKE und NCRC, Bild: Fotolia - 07. November 2011
Redaktion: DMSG Bundesverband e.V. - 10. November 2011



 

Letzte Änderung: 11.11.2011

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