- 05.09.2012
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Dringend gesucht: Eineiige Zwillinge mit Multipler Sklerose
Auf den Spuren der Entstehung von Multipler Sklerose: Das Institut für Klinische Neuroimmunologie der Ludwig-Maximilians-Universität München im Klinikum Großhadern sucht MS-Erkrankte mit eineiigem Zwillingsgeschwister, das nicht an MS erkrankt ist.
Prof. Dr. med. Reinhard Hohlfeld, Vorsitzender des Ärztlichen Beirates des DMSG-Bundesverbandes, und seine Mitarbeiter vom Institut für Klinische Neuroimmunologie der Ludwig-Maximilians-Universität München im Klinikum Großhadern suchen nun MS-Erkrankte, die ein eineiiges Zwillingsgeschwister haben, das nicht an MS erkrankt ist. Dabei soll anhand von Stuhlproben untersucht werden, ob sich die Darmflora der beiden Geschwister unterscheidet.
Auf der Suche nach der immer noch ungeklärten Ursache der Multiplen Sklerose hat die von Professor Hartmut Wekerle, Mitglied im Ärztlichen Beirat des DMSG-Bundesverbandes, geleitete Forschergruppe am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried bei München völlig neue und vielleicht wegweisende Erkenntnisse gewonnen.
Die Forscher haben herausgefunden, dass genetisch veränderte Mäuse nur dann eine der menschlichen Multiplen Sklerose ähnliche Entzündung im Gehirn entwickeln, wenn sie eine normal ausgeprägte Darmflora besitzen. Wenn diese Mäuse nämlich unter absolut sterilen Bedingungen, also ohne natürliche Darmflora, aufwachsen, dann bleiben sie gesund und entwickeln keine Erkrankung (wir berichteten).
Es ist schon lange bekannt, dass sich im Darm viele immunologische Prozesse abspielen, nur war nicht bekannt, dass offensichtlich jeder Mensch seine eigene, für ihn charakteristische Darmflora hat. Wenn nun den Darmbakterien bei der Entstehung einer immunologischen Erkrankung wie der MS eine entscheidende Rolle zukommt, würde dieses einerseits viele, bisher ungeklärte Befunde bei der MS erklären, und anderseits völlig neue Therapiemöglichkeiten eröffnen.
Um diese Zusammenhänge weiter aufzuklären, muss im nächsten Schritt untersucht werden, ob sich die Darmflora von MS-Erkrankten von derjenigen von Gesunden unterscheidet.
Für die Erforschung dieses neuen Ansatzes, die Entstehung der MS zu erklären, sind die Wissenschaftler auf Ihre Hilfe angewiesen. Bitte melden Sie sich, wenn die Voraussetzungen auf Sie zutreffen. Bei den Betroffenen werden keinerlei unangenehme oder gar gefährliche Untersuchungen vorgenommen. Es entstehen Ihnen auch keine Kosten.
Bitte helfen Sie uns!
Ansprechpartner im Sekretariat von Professor Hohlfeld sind:
Frau Josel und Frau Buchner,
Tel. Nr.: 089/ 7095 4781
Sprechzeiten: Montag – Freitag 8:00 bis 12:00 Uhr
Prof. Dr. med. Reinhard Hohlfeld
Institut für Klinische Neuroimmunologie, Klinikum der LMU München,
Campus Großhadern
Marchioninistr. 15, D-81377 München
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Quelle: Information des Institutes für Klinische Neuroimmunologie der LMU München, Bild: © Klaus Eppele - Fotolia.com Redaktion: DMSG, Bundesverband e.V. - 03. April 2012 (aktualisiert 5. September 2012) |
Letzte Änderung: 05.09.2012
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