- 25.05.2012
- Seite empfehlen
- Drucken |
Forschungsverbund "Initiierungs-, Effektor- und Regulationsmechanismen bei Multipler Sklerose – von einem neuen Verständnis der Pathogenese zur Therapie
Am 23.Mai 2012 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft verkündet, dass ein neuer Verbund zur Multiplen Sklerose (MS) gefördert wird, der häufigsten chronisch-entzündlichen Erkrankung des Zentralnervensystems, in deren Verlauf das Immunsystem die Umhüllungen von Nervenfasern, die Myelinscheiden, aber auch die Nervenfasern selbst attackiert und zerstört.
Zum ersten Mal ist es in Deutschland gelungen, durch eine gemeinsame Anstrengung von drei Standorten – Rhein-Main Neuro-Zentrum (rmn2, d.h. Mainz und Frankfurt), Münster und München – in dem Bereich der Multiplen Sklerose einen sogenannten Transregio-Sonderforschungsbereich (Transregio SFB) einzurichten.
Der SFB wird daran arbeiten, Entstehungsmechanismen der Multiplen Sklerose aufzuklären, Grundlagen für die Entwicklung von neuen Therapien gegen MS zu schaffen und existierende Therapiekonzepte besser zu verstehen. Ein besseres Verständnis der zugrundeliegenden Veränderungen des Immunsystems als Ursache der Autoimmunität, die Bedeutung der Blut-Hirn-Schranke für die Erkrankung sowie die Mechanismen und die neuronalen Konsequenzen des Immunangriffs auf das Nervensystem stehen im Fokus des Netzwerks.
Zentrale Fragen sind: Auf welchem Weg entsteht die Multiple Sklerose? Was ist zu tun, um existierende Therapien mit ihren Nebenwirkungen besser zu verstehen? Wie lassen sich neue therapeutische Konzepte entwickeln? Die Mitglieder des Netzwerks mit Klinikern wie Prof. Bernhard Hemmer sowie Prof. Reinhard Hohlfeld, Prof. Heinz Wiendl und Prof. Frauke Zipp aus dem Vorstand des Ärztlichen Beirates des DMSG-Bundesverbandes, sind zuversichtlich, im Verbund neue Wege zu beschreiten, da hier MS-Experten eng mit exzellenten Forschern benachbarter Wissenschaftsdisziplinen zusammenarbeiten.
"Das hohe Potential des SFB/TRR 128 liegt darin begründet, dass wir exzellente Forscher benachbarter Wissenschaftsdisziplinen mit ins Boot holen. Dadurch betritt dieser Verbund neue Wege, die über die klassische Neuroimmunologie hinausgehen", betont Prof. Frauke Zipp den Schlüsselaspekt, experimentelle Forschung und patientenorientierte klinische Forschung eng aufeinander abzustimmen.
Sprecherin des Verbundprojektes:
Univ.-Prof. Dr. Frauke Zipp, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsmedizin Mainz und Vorstandsmitglied im Ärztlichen Beirat der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.
|
Redaktion: DMSG Bundesverband e.V. - 25. Mai 2012 |
Letzte Änderung: 25.05.2012
Weitere Artikel zum Thema
- Stellungnahme des Ärztlichen Beirats der DMSG, Bundesverband e.V. zu Organtransplantation, Blutspende und Stammzell-Spende bei Multipler Sklerose
- Kommentar des Ärztlichen Beirats der DMSG, Bundesverband e.V. zum Einfluss von Stress auf den Verlauf der Multiplen Sklerose
- "Life"-Beobachtungen im Gehirn
- Klinische Forschung: Freiheit von Krankheitsaktivität als neue Kenngröße für die Beurteilung der Wirksamkeit von neuen Therapien der Multiplen Sklerose
Informationen zum Ablauf von Medikamentenstudien
Phase I, II, oder III - was bedeutet das eigentlich? Hier finden Sie Informationen zum Ablauf von Studien:
Forschungsmittel
Infos zur Bewilligung von Forschungsmitteln des DMSG Bundesverbands e.V. lesen Sie bitte hier:
Leitbild der DMSG, Bundesverband e.V.
Das Leitbild der DMSG, Bundesverband e.V. bildet die Grundlage unserer gesamten Arbeit.
Leitlinien der DMSG
Informationen zur Zusammenarbeit mit kommerziellen Anbietern sowie Ehrenamtlichen lesen Sie bitte hier:





