Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e. V (DMSG)


Suche

Artikel MS FAQ MS Lexikon

Hauptnavigation 3.Ebene


Inhaltsbereich

Veranstaltungen/Tagungen

ECTRIMS-Kongress: Mögliche Auslösefaktoren von Multiple Sklerose im Fokus

Im fünften und letzten Teil der ECTRIMS-Serie berichtet der DMSG-Bundesverband über Erkenntnisse zur Rolle von Genen, die Menschen für die Entwicklung einer Multiplen Sklerose empfindlicher machen können und andere Risikofaktoren, die im Verdacht stehen, zur Krankheitsentstehung beizutragen: vom Epstein-Barr-Virus, Übergewicht, Sonnenlicht und Vitamin D bis hin zum Rauchen.

ECTRIMS LogoDie Auslösefaktoren für Multiple Sklerose zu kennen ist wichtig, um mögliche Wege zu finden, dieser Krankheit vorzubeugen oder sie zu behandeln.
In Lyon, Frankreich, informierten beim ECTRIMS-Kongress (European Committee for treatment and research in MS) fast 7.000 Multiple Sklerose-Experten zum aktuellen Stand der MS-Forschung. Neben neuen Therapien, Krankheitsmechanismen und Rehabilitation wurden neue Studienergebnisse zu möglichen Risikofaktoren vorgestellt:

Lifestyle Risiken/Schützende Faktoren:
Übergewicht schon vor dem 20. Lebensjahr erhöht das MS-Risiko - sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Mit diesem Ergebnis bestätigten schwedische Forscher um Dr. L. Alfredsson aus Stockholm eine frühere Studie. Sie spekulierten darüber, dass eine wirksame Kontrolle von Übergewicht das Auftreten von MS reduzieren könnte. In einer weiteren Präsentation berichtete das Team, dass der Verzehr von Fettfisch mit relativ hohem Vitamin-D-Gehalt ein bis sieben Mal pro Woche das MS-Risiko leicht absenkte – insbesondere bei denjenigen Versuchspersonen, die weniger der Sonne ausgesetzt waren.

Der Nutzen von Vitamin D:
Dr. Alberto Ascherio von der Harvard Universität Boston analysierte gemeinsam mit internationalen Kollegen Daten zu Vitamin-D-Werten bei Teilnehmern der BENEFIT-Studie. Diese Studie untersuchte den Nutzen von Interferon beta-1b über 2 Jahre bei Patienten mit einem ersten neurologischen Ereignis (CIS), die noch nicht endgültig mit MS diagnostiziert wurden. Diese Studie belegte, dass das Interferon im Vergleich zu Placebo das Eintreten in eine klinisch definierte MS verzögern konnte.

Die auf ECTRIMS vorgestellte Auswertung zu Vitamin-D konnte zeigen, dass diejenigen Versuchspersonen, die einen höheren Gehalt dieses Vitamins im Blutserum aufwiesen, mit geringerer Wahrscheinlichkeit eine klinisch definierte MS bekamen. Auch ein Nutzen in den MRT-Bildern und bei der Progression war zu finden – zusätzlich zu den Vorteilen, die die aktive Interferon-Therapie in der Studie gezeigt hatte.

  • Im vierten Teil der ECTRIMS-Serie der DMSG, Bundesverband e.V. finden Sie Aktuelles zur These einer chronischen cerebrospinalen venösen Insuffizienz (CCSVI). Mehr 



Quelle: www.nationalmssociety.org
Redaktion: DMSG Bundesverband e.V. - 20. Dezember 2012

Letzte Änderung: 20.12.2012

Artikel bewerten:

Artikel Top 20

Weitere Artikel zum Thema


Navigation Inhaltsboxen

Informationen zum Ablauf von Medikamentenstudien

Phase I, II, oder III - was bedeutet das eigentlich? Hier finden Sie Informationen zum Ablauf von Studien:

Forschungsmittel

Infos zur Bewilligung von Forschungsmitteln des DMSG Bundesverbands e.V. lesen Sie bitte hier:

Leitbild der DMSG, Bundesverband e.V.

Das Leitbild der DMSG, Bundesverband e.V. bildet die Grundlage unserer gesamten Arbeit.

Leitlinien der DMSG

Informationen zur Zusammenarbeit mit kommerziellen Anbietern sowie Ehrenamtlichen lesen Sie bitte hier:

Logo MS-Helpline Logo HON-Code Logo DZI-Spendensiegel Logo DQS-Zertifikat
afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2012/Monat: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über DMSG Bundesverband e.V. und sein/ihr Internet-Angebot: www.dmsg.de

www.dmsg.de erfüllt die afgis-Transparenz-kriterien für hochwertige Gesundheitsinformationen im Internet.

Eine W3 WERK Produktion © DMSG 2014. Alle Rechte vorbehalten Impressum