- 11.03.2005
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Finanzielle Förderung für innovative Studienprojekte erfolgreich
Bundesverband der DMSG unterstützt neue Wege in der MS-Forschung
Die finanzielle Unterstützung von Forschungsprojekten, die dazu beitragen den Geheimnissen der Multiplen Sklerose auf die Spur zu kommen und somit Diagnose – und Therapiemöglichkeiten zu optimieren, ist eine der wesentlichen Aufgaben der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), Bundesverband e.V. So wurden auch im vergangenen Jahr wieder Erfolg versprechende Projekte gefördert, beziehungsweise Gelder für neue Vorhaben bewilligt.
Welche Dosierung bei Mitoxantron?
Mit insgesamt 43.000 Euro werden die Untersuchungen bezuschusst, die unter der Leitung von Professor Dr. med. Hans-Peter Hartung zu „Immunologischen Effekten von Mitoxantron auf humane T- und B- Lymphozyten in vivo und in vitro“ an der Heinrich - Heine – Universität in Düsseldorf laufen. In dieser Studie, die noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll, geht es darum herauszufinden, welches Dosierungsschema bei der Behandlung mit Mitoxantron die besten immunologischen Effekte erzielt. Dazu werden klinische und paraklinische Messwerte erhoben und deren Wechselwirkung mit immunologischen Markern beobachtet. Diese Untersuchungen dienen darüber hinaus dazu, die Wirkung von Mitoxantron auf die Immunzellen besser verstehen zu können.
Wie wirkt Mitoxantron?
Kurz vor der Vollendung steht eine Studie am Institut für MS-Forschung in Göttingen, die sich mit den Einflüssen auf den Zelltod sowie auf die Immunsuppression im peripheren Blut nach und im Verlauf der Mitoxantron -Therapie bei MS-Patienten beschäftigt. Die erhobenen Daten sollen noch mehr Aufschluss über den Wirkmechanismus dieser Therapie auf das Immunsystem geben. Gleichzeitig wird geprüft, ob es möglich ist, mit Hilfe einer oder mehrerer der erfassten Messgrößen die therapeutische Wirksamkeit vorauszusagen. Für dieses Projekt unter der Leitung von Professor Dr. med. Ralf Gold stellt die DMSG 35.000 Euro zur Verfügung.
Charakterisierung von Plasmazellen bei MS
Die Immunpathogenese der Multiplen Sklerose besser verstehen zu können, ist Ziel eines Forschungsprojektes des Düsseldorfer Wissenschaftlers Professor Dr. med. Bernhard Hemmer. Seine Untersuchungen werden sich damit beschäftigen, welche charakteristischen Merkmale B-Zellen und Plasmazellen aus dem Liquor von MS-Patienten aufweisen und wie sich diese möglicherweise im Krankheitsverlauf verändern. Die DMSG hat zur Unterstützung dieses neuen Forschungsansatzes 25.000 Euro bewilligt.
Welche Rolle spielt das Chemokin CXCL 13?
Die Rolle, die das Chemokin CXCL 13 bei der dauerhaften Einwanderung von T-Zellen und B-Zellen in das Zentralnervensystem (ZNS) von MS-Patienten spielt, stellt die Crew um Professor Meinl (Würzburg) und Professor Hohlfeld (München) in den Mittelpunkt ihres jüngsten Forschungsprojektes. Chemokine sind Stoffe, die die Wanderung von Immunzellen unter anderem zu entzündlichen Läsionen regulieren. Bereits in früheren Studien fanden die Münchner Wissenschaftler heraus, dass das Chemokin mit der Bezeichnung CXCL 13 in MS - Läsionen nachweisbar ist. Die Menge dieses Chemokins korreliert mit der Anzahl der B- und T- Zellen, die Rezeptoren dafür tragen. Darauf baut die neue Studie auf und soll im Ergebnis zeigen, wie viel von diesem Chemokin in MS-Läsionen unterschiedlicher Aktivitätsgrade und verschiedener Subtypen der MS ausgebildet wird. Zudem sollen unterschiedliche Gewebe wie weiße Substanz, Hirnhäute, Parenchym hinsichtlich der regionalen Verteilung des Stoffes untersucht werden. Auch soll geklärt werden, wie entzündliche Botenstoffe die Regulation der Ausbildung von CXCL 13 kontrollieren. 30.000 Euro stellt die DMSG für diese Forschungen, die die Möglichkeit neuer therapeutischer Perspektiven eröffnen, bereit.
MS-Register
Last not least unterstützt der Bundesverband regelmäßig die Arbeit am MS-Register. Hier werden deutschlandweit epidemiologische Daten zur Erkrankung Multiple Sklerose erhoben, gespeichert und analysiert. Ausführliche Berichte zu diesem überaus wichtigen Projekt finden Sie hier.
Redaktion: DMSG Bundesverband e.V.
11. März 2005
Letzte Änderung: 11.03.2005
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Informationen zum Ablauf von Medikamentenstudien
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