DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Umfrage zum Einfluss emotionaler Belastungen auf die Fatigue-Symptomatik bei Multipler Sklerose

Fatigue gehört zu den häufigsten und belastendsten Symptomen der Multiplen Sklerose (MS). Die Entstehung der Fatigue ist jedoch bis heute noch weitestgehend unverstanden, wodurch es schwierig ist, eine einheitliche Behandlungsempfehlung zu geben. Depressionen treten häufig im Zusammenhang mit Fatigue auf, was darauf hindeutet, dass psychische Belastungen im MS-Kontext ein wichtiger Faktor sind. Möglicherweise spielen psychische Belastungsfaktoren auch bei der Entstehung oder Aufrechterhaltung der Fatigue eine Rolle. Um diese Zusammenhänge näher zu untersuchen, sind MS - Erkrankte mit und ohne Fatigue - Symptome aufgerufen, sich an der Studie der MS-Ambulanz des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) in Kooperation mit den Kliniken Schmieder Konstanz, zu beteiligen.

Es gibt eine Vielzahl von emotionalen Belastungen, die unser tägliches Leben, unser Wohlbefinden und unseren Umgang mit körperlichen Erkrankungen beeinflussen können. Hierzu zählen nicht nur aktuelle psychische Belastungen wie beispielsweise Depressionen, Burn-Out oder Angstzustände, sondern auch frühe prägende Erfahrungen in Kindheit und Jugend sowie Traumata in der Lebensgeschichte. Welchen Einfluss diese auf die Fatigue-Symptomatik bei MS besitzen, ist wissenschaftlich nahezu unerforscht. Diesen möglichen Zusammenhang zu untersuchen, könnte zukünftig dabei helfen, Fatigue besser zu verstehen und neue Behandlungsoptionen zu entwickeln oder bereits bestehende Ansätze zu erweitern.

Wie lautet das Ziel der Untersuchung?

Die Forscher möchten verstehen, ob psychische Faktoren an der Entstehung sowie Aufrechterhaltung von Fatigue beteiligt sind. Mittels dieser Studie möchten sie zusätzlich dazu beitragen, Fatigue im Allgemeinen besser zu verstehen und in einem zweiten Schritt die Erkenntnisse dazu nutzen, die Behandlung von Fatigue weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Wer kann an der Befragung teilnehmen?

Jeder volljährige Patient mit einer diagnostizierten MS kann teilnehmen. Um das Ziel der Befragung zu erreichen, ist es notwendig, dass sowohl Menschen an der Umfrage teilnehmen, die an Fatigue leiden als auch jene, die KEINE oder kaum Fatigue-Symptomatik aufweisen.

Die Bearbeitung der Umfrage wird circa 60 Minuten in Anspruch nehmen. Es können jedoch jederzeit Pausen bei der Beantwortung eingelegt werden. Neben der Eingabe von persönlichen und krankheitsbezogenen Daten werden Aussagen zum aktuellen psychischen Befinden, vergangenen Lebensereignissen und weiteren Aspekten in Bezug auf ihre Erkrankung erfragt. Die Auswertung erfolgt selbstverständlich vollständig anonym. Der Name muss zu keinem Zeitpunkt angeben werden.

Wenn Sie an der Befragung teilnehmen möchten, klicken Sie bitte auf den folgenden Link: ww3.unipark.de/uc/Emotionale_Fatigue_Umfrage/

Quelle: UKE Hamburg -24.09.2018

24.09.2018