DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Im Härtefall: Behandlung mit Siponimod schon vor der Zulassung in Europa möglich

Der Wirkstoff Siponimod (Handelsname: Mayzent ®) ist in den USA bereits zur Behandlung der Multiplen Sklerose zugelassen. In Deutschland kann der Wirkstoff in Ausnahmefällen ebenfalls schon jetzt eingesetzt werden.

Es besteht ein vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) genehmigtes Härtefallprogramm für Patienten mit bislang nicht zufriedenstellender Behandlung einer sekundär progredienten MS. Das bedeutet, dass eine Behandlung mit Siponimod in diesen Fällen schon vor der Zulassung in Europa möglich ist. Bezüglich weiterer Informationen empfehlen wir betroffenen MS-Patienten, sich an ihren behandelnden Neurologen zu wenden.

In den USA zugelassen ist Sipolimod zur Behandlung von Erwachsenen mit schubförmigen Formen der Multiplen Sklerose, darunter die sekundäre progressive Multiple Sklerose (SPMS) mit aktiver Erkrankung, die schubförmig remittierende Multiple Sklerose (RRMS) und das klinisch isolierte Syndrom (CIS). Dieses „klinisch isolierte Syndrom" gilt in den meisten Fällen als Vorbote einer MS. In Europa ist die Zulassung bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) beantragt.

Quelle: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) - 04.11.2019

- 04.11.2019