DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Empfehlungen für Multiple Sklerose-Erkrankte zum Corona-V Corona-Schutzimpfung, Schutzmaßnahmen und Therapie

Update der Empfehlungen für Multiple Sklerose Erkrankte

Die Corona-Pandemie stellt auch Multiple Sklerose-Erkrankte vor viele Fragen. Die regelmäßig überprüften Empfehlungen der MS-Experten Prof. Dr. med. Ralf Gold und Prof. Dr. med. Judith Haas aus dem Vorstand des Ärztlichen Beirates der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. bieten eine verlässliche Orientierung auf Grundlage der aktuellen Datenlage. Thematisiert wird, unter welchen Therapien möglicherweise ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Corona-Virus bzw. eines schweren Verlaufes besteht, aber auch Therapiemöglichkeiten für Covid-19, neue Erkenntnisse und Beschlüsse zu Schutzmaßnahmen und aktuelle Informationen über Impfungen.

Die seit Dezember 2020 begonnenen Impfungen zum Schutz vor einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus sind grundsätzlich auch für MS-Erkrankte zu empfehlen.
Mehr lesen Sie auf der Seite zum Thema Impfungen. Hier finden Sie auch eine Vorlage für ein Ärztliches Zeugnis, das MS-Erkrankte (Priorisierungsgruppe 3) nach Unterzeichnung durch ihren behandelnden Arzt bei der zuständigen Impfstelle vorlegen können.

Diese Einschätzungen beruhen auf vereinzelten, internationalen Berichten zu Covid-19-Impfstoffen bei MS-Erkrankten, dem Wissen über die Wirkmechanismen der MS-Therapien sowie die Wirksamkeit von Covid-19 unabhängigen Impfstoffen bei MS.

Diese Informationen werden kurzfristig an den aktuellen Stand angepasst.

 

Besteht bei Multipler Sklerose ein erhöhtes Risiko, sich zu infizieren?

Nach derzeitigem Wissensstand besteht kein primär erhöhtes Infektionsrisiko aufgrund der MS. MS-Erkrankte, die keine immunmodulierende Therapie erhalten oder eine immunmodulierende Therapie mit Interferon beta (Avonex, Extavia, Betaferon, Plegridy, Rebif) oder Glatirameracetat (Copaxone, Clift) erhalten, sind grundsätzlich nicht stärker infektionsgefährdet als gleichartige gesunde Personen [Luna G et al]. Informationen zu weiteren Wirkstoffen finden Sie unter der Frage "Erhöhtes Risiko durch verlaufsmodifizierende Therapien?"

Besteht allerdings eine stärkere Behinderung (Notwendigkeit von Gehhilfen, Beeinträchtigung der Lungenfunktion durch mangelnde Bewegung oder Beteiligung der Atemmuskulatur, Schluck- und Sprechstörungen) ist das Risiko generell, unabhängig von der Grunderkrankung, für Atemwegsinfektionen erhöht, da die Belüftung der Lunge weniger gut ist. Das bedeutet zwar nicht zwangsläufig, dass das Infektionsrisiko höher ist als bei Gesunden, aber das Risiko, bei einer Infektion mit SARS-CoV2 einen schweren Verlauf zu erleiden, ist höher. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass unabhängig von der Multiplen Sklerose eine Zugehörigkeit zu den bekannten Risikogruppen vermehrt zu schweren Krankheitsverläufen führen kann.

Wann ist ein MS-Erkrankter ein Risikopatient?

MS-Erkrankte, die aufgrund einer immunsuppressiven Therapie, auch wenn diese länger zurückliegt, noch einen Immundefekt haben, könnten theoretisch ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung haben. Erkenntnisse hierzu liegen nur vereinzelt vor, die als vorläufige Hinweise einzustufen sind. (Siehe „Erhöhtes Risiko durch verlaufsmodifizierende Therapien"). Es laufen weltweite Erhebungen zu dieser Frage, an denen auch die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) beteiligt ist. Mehr

Ansonsten gelten auch für MS-Erkrankte dieselben Begleiterkrankungen als erhöhtes Risiko für einen ungünstigen Verlauf, wie sie auch für die Normalbevölkerung gelten (Siehe RKI - Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren Covid-19-Krankheitsverlauf). Für MS-Erkrankte mit starker Behinderung (Rollstuhl, Bettlägerigkeit) ist das Risiko generell für Atemwegsinfektionen erhöht, da die Belüftung der Lunge weniger gut ist. Das bedeutet, dass das Risiko eines schwereren Verlaufes einer Covid-19 Infektion höher ist. Einige Berufe, insbesondere im Gesundheitsbereich, gehen allgemein durch berufsbedingte körpernahe Kontakte mit einem erhöhten Infektionsrisiko einher. MS-Erkrankte sollten ganz besonders auf Arbeitsschutzmaßnahmen bezüglich der aktuellen Pandemie achten und diese vom Arbeitgeber auch einfordern. Dies gilt verstärkt insbesondere für MS-Erkrankte unter einer immunsuppressiven Therapie. Der individuelle Infektionsschutz für diese Personengruppe sollte durch eine FFP2/3 Maske erfolgen. Bitte berücksichtigen: a) „Welche Funktion bzw. Einsatzbereiche haben FFP2-Masken außerhalb des Arbeitsschutzes?“ und b) „Empfehlungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte“

Bisher sind Atemschutzmasken, wie FFP-Masken, nicht grundsätzlich über die Krankenkasse für den Patienten abrechenbar, da sie ursprünglich aus dem Arbeitsschutz kommen. Wir raten Ihnen, sich mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung zu setzen. Nach der aktuellen Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung können anspruchsberechtigte Personen unter Zuzahlung einer kleinen Abgabe oder teilweise kostenfrei FFP2-Masken erhalten. Nach §1 der Verordnung können MS-Erkrankte nicht per se eine Maske erhalten, sondern nur, wenn Sie zusätzliche Konditionen erfüllen. MS-Erkrankte mit immunmodulierenden/-supprimierenden Therapien oder Patienten, die stärker von einer Behinderung betroffen, aber unter 60 Jahre alt sind, gehören nicht zu den anspruchsberechtigten Personen. 

Eine Übersicht zu rechtlichen Fragen, die sich aus der Situation der Pandemie ergeben, finden Sie hier und unter www.dmsg.de/corona-virus-und-ms.

Welche Auswirkungen hat eine COVID-19 Erkrankung auf das Schubrisiko?

 Es ist bekannt, dass nach Virusinfekten ein leicht erhöhtes Schubrisiko besteht. Bei der Grippe (Influenza) wurde ein erhöhtes Schubrisiko in mehreren Studien beobachtet. Das Schubrisiko ist aber auch sicher davon beeinflusst, ob eine wirksame Immuntherapie der MS erfolgt. Ob auch nach Covid-19-Erkrankungen ein erhöhtes Schubrisiko besteht, können wir noch nicht beantworten. Falls aufgrund einer Covid-19-Erkrankung eine Immuntherapie beendet würde, könnte allein dies auch zu einem erhöhten Schubrisiko Anlass geben.

Ist eine Schubtherapie mit Cortison noch anzuraten?

Eine Cortison-Pulstherapie erhöht allgemein das Infektionsrisiko. Bzgl. Covid-19 gibt es Hinweise, dass MS-Erkrankte über vier Wochen nach einer vorangegangenen Cortison-Pulstherapie ein bis zu vierfach höheres Infektionsrisiko für SARS-CoV2 aufzeigen [Sormani, unpubliziert]. Bei einem Schub ist daher sorgfältig die Notwendigkeit des Cortisonpulses abzuwägen und es sollte besprochen werden, wie sich der MS-Erkrankte nach der Therapie vor einer möglichen Infektion schützen kann. Hilfreich und sinnvoll ist sicher, bei Berufstätigkeit gegebenenfalls eine begrenzte Arbeitsunfähigkeit in Anspruch zu nehmen. Von einer Cortison-Pulstherapie bei Schüben mit leichten Symptomen ist je nach aktuellem Infektionsgeschehen eher abzuraten. Bei der Durchführung der Infusionen sollte ganz besonders auf die Vermeidung möglicher Kontakt-Risiken geachtet werden. Corona Antigen-Schnelltests sollten diese vor Beginn der Cortison-Pulstherapie angewandt werden (Siehe „Soll eine prophylaktische Testung erfolgen?). Dies gilt auch für die regelmäßig in Intervallen verabreichten Cortison-Therapien unabhängig von Schüben, die in der aktuellen Pandemiesituation sorgfältig überdacht werden sollten.

Wo ist das Infektionsrisiko am höchsten?

Nach den heutigen Erkenntnissen wird das Corona-Virus durch Tröpfchen und Aerosole übertragen. Tröpfchen entstehen durch Husten und Niesen, auch beim lauten Rufen, lebhaftem Sprechen und insbesondere beim Singen. Auch eine Übertragung durch Händedruck und Berühren von Gegenständen, die Kontakt mit einem Virus-Infizierten hatten, auch ohne dass dieser bereits Symptome gezeigt hat, ist zu beachten. Die Kenntnisse über Aerosole (Mikrotröpfchen), die über viele Stunden im Raum schweben und Viruspartikel enthalten, wenn ein infektiöser Mensch im Raum war, gewinnen zunehmend an Bedeutung für das Infektionsrisiko. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, Räume zur Senkung des Gefährdungspotentials mit Durchzug regelmäßig zu belüften. Welches Risiko von Oberflächen ausgeht, auf denen das Virus teilweise lange überlebt, ist nicht sicher geklärt. Dies hängt auch von der Temperatur ab. Je tiefer die Temperatur umso länger kann das Virus überleben. Wenig weiß man über das Risiko, sich über Nahrungsmittel zu infizieren. Nach den bisherigen Beobachtungen scheint dies Risiko sehr gering zu sein. Kontakte im Freien mit ausreichendem Sicherheitsabstand und Schutzmasken sind hingegen risikoarm.

Die derzeit bekannten Virusvarianten werden als zwei bis fünfmal  infektiöser beschrieben. Für die vorherrschend beschriebenen Varianten werden teilweise verringerte Immunantworten und/oder erhöhter Fallsterblichkeitsrate diskutiert (siehe Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19 und weitere Informationen des RKI). 
Bei einer Infektion mit diesen Varianten sind bisher keine Hinweise zu vermehrt schweren Covid-19-Verläufen bei einer MS-Erkrankung berichtet.

Erhöhtes Risiko durch verlaufsmodifizierende Therapien?

Stellen verlaufsmodifizierenden Therapien möglicherweise ein erhöhtes Risiko einer Infektion bzw. eines schweren Verlaufes mit dem Corona-Virus dar?

Eine französische Kohortenstudie mit 347 MS-Patienten zeigte, dass Behinderungsgrad, Alter und Übergewicht wesentliche Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf waren. Dahingegen wurde keine eindeutige Assoziation zwischen den MS-Therapien und der Covid-19 Verlaufsschwere gefunden [Louapre C. Collonques N. Stankoff B. er al. und Möhn N, et al].

Natalizumab/Tysabri: Die Behandlung kann – nach bisherigen Einschätzungen – uneingeschränkt weiter fortgeführt werden, da kein erhöhtes Risiko für Atemwegsinfektionen besteht. Aufgrund des Wirkmechanismus ist nicht anzunehmen, dass es zu besonders schweren Covid-19-Verläufen kommt. Das erhöhte Risiko einer PML-Infektion unter Natalizumab leitet viele MS-Erkrankte zu der Frage des Risikos einer direkten Hirninfektion mit SARS-CoV2. Zur Einschätzung dieses Risikos liegen zum jetzigen Zeitpunkt keine Daten vor, aber die Erhöhung der zirkulierenden Immunzellen in den Blutgefäßen sollte eher Schutz vor Erregern wie Corona bieten.

Dimethylfumarat/Tecfidera: Bei normalen Lymphocytenzahlen kann davon ausgegangen werden, dass weder das Infektionsrisiko noch das Risiko der Covid-19-Verlaufsschwere erhöht sind.

Teriflunomide/Aubagio: Bei den Dosierungen in der MS-Therapie gibt es bisher keine Hinweise auf ein erhöhtes Infektionsrisiko oder Covid-19-Verlaufsrisikos. Eine antivirale Wirkung der Substanz wird diskutiert.

Sphingosin-1-Phosphat-Rezeptor Modulatoren (Fingolimod/Gilenya, Ozanimod/Zeposia und Siponimod/Mayzent): Unter diesen Therapien kann ein erhöhtes Infektionsrisiko bestehen, insbesondere von Atemwegserkrankungen. MS-Erkrankte, die auf diese Therapien eingestellt sind, sollten sie trotzdem fortführen, da bei Absetzen das Risiko einer Krankheitsaktivierung besteht. Auch therapeutische Neueinstellungen sollten nun in Anbetracht der Dauer der Corona-Pandemie und der Behandlungsnotwendigkeit der MS nicht weiter hinausgeschoben werden. Zum Risiko der Covid-19-Verlaufsschwere liegen derzeit keine Daten vor. 

Sogenannte depletierende Immuntherapien (Ocrelizumab/Ocrevus, off-label Rituximab/Mabthera, Cladribin/Mavenclad, Alemtuzumab/Lemtrada, Mitoxantron): Diese Immuntherapien erhöhen grundsätzlich wirkungsbedingt das Infektionsrisiko, insbesondere in den ersten Wochen unmittelbar nach der Behandlung (oral, parenteral). Besondere hygienische Maßnahmen, auch bezüglich der Außenkontakte, sollten eingehalten werden. FFP2/3-Masken zum Schutz vor einer Infektion sind insbesondere ggf. während der Gabe und in der kritischen zeit danach zu empfehlen. 

Ocrelizumab
und Rituximab sind B-Zell depletierende Intervalltherapien und gehen mit einer dadurch erworbenen Immunschwäche einher, sodass erhöhte Infektionsraten, sehr wahrscheinlich auch mit dem SarsCoV2-Virus, auftreten [Gonzales Caldito et al]. Je länger die Therapie durchgeführt wird, umso häufiger entwickelt sich meist allerdings erst nach mehreren Jahren bei einigen der Behandelten ein Mangel an Immunglobulinen, der dann ggf. ersetzt werden muss. Die Daten bzgl. eines erhöhten Risikos eines schweren Covid-19 Verlaufes sind derzeit widersprüchlich. Da ein Teil der Ocrelizumab behandelten Patienten eher älter und schwerer betroffen ist , spielen diese Faktoren möglicherweise für die Schwere des Verlaufes mit eine Rolle.

Die therapeutische Wirkung von Cladribin beruht auf einer erwünschten Verminderung der weißen Blutzellen. Dieser Effekt ist unmittelbar nach der jährlichen Gabe (jeweils zwei Behandlungswochen im Abstand von vier Wochen) in Jahr 1 und Jahr 2 am stärksten (ca. zwei bis drei Monate) und geht auch mit einem erhöhten Infektions-Risiko einher. Die Effekte auf die weißen Blutkörperchen können allerdings individuell unterschiedlich lange anhalten, damit ist auch das Infektionsrisiko von MS-Erkrankten mit einer Cladribin-Therapie individuell einzuschätzen. MS-Erkrankte, bei denen der zweite Therapie-Zyklus nach einem Jahr ansteht, sollten Vorkehrungen treffen, um die Infektionsgefahr herabzusetzen. Das Infektionsrisiko ist in den ersten vier Wochen nach der letzten Gabe am höchsten. 

Dies gilt in ähnlicher Weise auch für Alemtuzumab. Auch bei dieser Immuntherapie kommt es bei der jährlichen Gabe (in der Regel Jahr 1 und Jahr 2) zu einer langanhaltenden erwünschten Veränderung der weißen Blutzellen, wodurch ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Auch hier ist eine Wiederholung der Therapie sorgfältig zu prüfen. Neueinstellungen sind zum jetzigen Zeitpunkt unter Berücksichtigung der Zulassungsänderung nur bei hochaktiver MS und dem Fehlen anderer therapeutischer Möglichkeiten zu erwägen. Belastbare Daten zur Schwere des Verlaufs einer Covid-19 Erkrankung liegen derzeit nicht vor.

Da derzeit davon auszugehen ist, dass alle Maßnahmen zur Verringerung der Ansteckungsgefahr mit SARS-CoV2 noch über einen längeren Zeitraum beibehalten werden, sollten MS-Erkrankte, die sich mit ihrem Neurologen zunächst für ein verlängertes Intervall entschieden hatten, nun ihre Therapie fortsetzen unter Berücksichtigung der hier erwähnten und verlinkten Sicherheitsbedingungen. Für MS-Erkrankte, die aufgrund ihres beruflichen und sozialen Umfeldes ein erhöhtes Risiko haben, mit Covid-19-Infizierten in Kontakt zu kommen, könnte das Vorliegen eines zeitnahen Abstrichs auf SARS-CoV-2 am Tage der geplanten Intervall-Therapie sinnvoll sein. Auch Neueinstellungen sollten nicht weiter aufgeschoben werden.

Ist ein Arztbesuch ein Risiko für eine Covid-19-Infektion?

Unter Einhaltung der RKI-Vorgaben zur Basishygiene und der erweiterten Hygienemaßnahmen im Rahmen der Covid-19-Pandemie sollten Facharztbesuche nicht ausgesetzt werden. Hier ist wichtig zu berücksichtigen, dass je nach individuellem Krankheitsverlauf und der entsprechenden Therapiesituation notwendige Kontrolluntersuchungen anstehen können. Diese herauszuschieben, ist nicht ratsam, kann sogar gefährlich werden, da sie beispielsweise Auswirkungen auf die Einschätzung zur Therapiewirksamkeit und -sicherheit haben können. Vorgeschriebene Laborkontrollen dürfen auf keinen Fall vernachlässigt werden

Sind geplante stationäre Aufnahmen in Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen ein Risiko für eine Covid-19-Infektion?

Da nicht nur Patienten, sondern auch das Personal vor einer Covid-19-Infektion geschützt werden sollen, werden im überwiegenden Teil der Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen zum Zeitpunkt der stationären Aufnahme oder am Vortag Patienten mit einem Abstrich auf das SARS-CoV2 untersucht (siehe RKI, „Hinweise zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus SARS-CoV-2“ und „Optionen zur getrennten Versorgung von Covid-19-Fällen, Verdachtsfällen und anderen Patienten im stationären Bereich“).

Antigen-Schnelltests und Selbsttests haben Probleme bei der Detektion niedriger Viruslast, daher ist aus unserer Sicht der PCR-Test zu favorisieren. Ein Anspruch auf PCR-Testung besteht generell nach einem positiven Antigen-Schnelltest. Bei kurzfristigen Besuchen von Angehörigen z.B. in Alten- und Pflegeeinrichtungen kann der Schnelltest zum Beispiel zum Einsatz kommen. Näheres zum Verstehen der Corona-Schnelltest-Ergebnisse finden Sie hier.

Aufgrund der Pandemie werden derzeit ein Großteil der planbaren Eingriffe verschoben. Wir raten aber, notwendige therapeutische, operative und diagnostische Eingriffe nicht aufzuschieben, da dies langfristige negative gesundheitliche Folgen haben kann. Nehmen Sie daher diese Termine, sobald es möglich ist, wahr. Erkundigen Sie sich, wenn Sie Sorge um ihre Sicherheit haben, nach dem Hygienekonzept des entsprechenden Krankenhauses. Aktuell werden von vielen Kliniken in Anbetracht der steigenden Covid-19 Erkrankungen planbare Eingriffe ohnehin verschoben.

Von der FFP2-Maske bis zur Impfung: Präventionsmöglichkeiten (nicht abschließend)

  • Die Einhaltung der empfohlenen Hygiene-Maßnahmen (A-H-A-L) ist derzeit die einzige präventive Möglichkeit, sich selbst vor einer Infektion und ggf. einem ungünstigen Covid-19-Verlauf zu schützen. (Bitte berücksichtigen: a) „Welche Funktion bzw. Einsatzbereiche haben FFP2-Masken außerhalb des Arbeitsschutzes?“ und b) „Empfehlungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte“).
    Darüber hinaus sind Kontakte in geschlossenen Räumen ohne Maske auch bei einem Abstand von 1,5 bis 2 Metern risikobehaftet. Dies hängt auch von der Größe des Raumes und dessen Belüftung ab. Tröpfcheninfektionen sind ein wichtiger Übertragungsweg. Die Gefahr dafür ist insbesondere dann gegeben, wenn sich mehrere Menschen ohne Masken treffen oder die Masken abnehmen, z.B. für ein gemeinsames Essen. Deshalb sollten solche Treffen, auch im Rahmen der Selbsthilfegruppen, bis auf Weiteres unterbleiben. Bedenken Sie immer, dass der Mund-Nasen-Schutz Sie nicht schützt, dies ist nur durch FFP 2/3-Masken gewährleistet.

  • Impfungen: Grundsätzlich ist eine Impfung gegen das neuartige SARS CoV 2 zu empfehlen. 

Therapiemöglichkeiten von Covid-19

(alphabetisch sortiert, nicht abschließend)

  • Kortikosteroide (u.a. Dexamethason): Als immunmodulatorisch wirksames Arzneimittel erhielt Dexamethason eine positive Bewertung durch die Europäische Komission für die Anwendung bei bestimmten Patientengruppen mit einer Infektion durch SARS-CoV-2 (Siehe Bewertungsverfahren der EMA). Nach wie vor gilt daher, dass Cortisonpräparate zur Schubtherapie oder zur intrathekalen Gabe (z. B. Volon A) die Infektabwehr negativ beeinflussen und ihr Einsatz daher in Pandemie-Zeiten sehr sorgfältig abgewogen werden muss (vgl. oben "Ist eine Schubtherapie mit Cortison noch anzuraten?").
  • Monoklonale Antikörper: Derzeit befinden sich verschiedene monoklonale Antikörper in Untersuchung durch klinische Studien. Dabei konnten bisher Bamlanivimab sowie eine Kombination aus Casirivimab und Imdevimab Vorteile in der Reduktion der Hospitalisierung und Vorstellung in der Notaufnahme zeigen, wenn diese frühzeitig nach Infektion eingesetzt wurden. Bei Personen die bereits hospitalisiert waren, scheint es keinen Vorteil zu geben und für Patienten, die Sauerstoff oder eine Beatmung benötigen, scheinen diese Antikörper sogar mit einem schlechteren Covid-19-Verlauf assoziiert zu sein. Zwei Antikörper kommen in Deutschland noch ohne Zulassung der Europäischen Behörden in Spezialkliniken zum Einsatz. Einen ersten Fallbericht zum Einsatz von Bamlanivimab bei gleichzeitig bestehender MS finden Sie hier.
  • Rekonvaleszenten-Plasma: Ein möglicher Therapie-Ansatz stellt die Verwendung von Rekonvaleszenten-Plasma, sprich Blutplasma von Covid-19-Genesenen, dar. Ein Wirkungsnachweis aus randomisierten Studien fehlt aktuell noch. Es gibt allerdings Hinweise auf eine mögliche schnellere klinische Verbesserung von Patienten mit schwerem Covid-19-Verlauf, insbesondere wenn diese möglichst früh nach Symptombeginn Rekonvaleszenten-Plasma im Sinne einer sog. passiven Immunisierung bekommen haben [Stellenwert Rekonvaleszenzenten-Plasma, RKI]. In Deutschland kann die Gabe von Rekonvaleszenten-Plasma im Rahmen eines individuellen Heilversuches erwogen werden. Die zuständige Behörde empfiehlt diesbezüglich dringend die Anwendung im Rahmen von kontrolliert klinischen Prüfungen durchzuführen.
  • Remdesivir: Anfang Juli 2020 wurde Remdesivir von der Europäischen Kommission mit "bedingter Zulassung" für schwere Verläufe von Covid-19 zugelassen [Treatments and vaccines for Covid-19und Remdesivir, Summary Opinio, beides EMA]. Mittlerweile ist auf Vorlage neuer Daten die Anwendung auf nicht beatmetete, sauerstoffpflichtige Patienten eingeschränkt wurden (Datenlage zu Remdesivir).
  • Weitere Informationen zu Therapiemöglichkeiten vom Covid-19 erhalten Sie in den aktuellen „Hinweisen zu Erkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit COVID-19“ des Ständigen Arbeitskreises der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger am Robert Koch-Institut (STAKOB).

 

 


Informationen zur Infektionsvermeidung

Informationen zur Vermeidung von Infektionen finden Sie auf der Website des Robert Koch-Institutes (RKI).

Die Empfehlungen zu den Infektionsschutz-Maßnahmen sind hier ebenfalls zu finden:

 

Hinweise zur Verwendung von Masken (MNS, FFP-Masken sowie Mund-Nasen-Bedeckung):

Der Mund-Nasen-Schutz schützt kaum den Träger der Maske, sondern schützt die Umgebung vor einem potentiellen Infektions-Risiko. Nur FFP 2/3-Masken schützen auch den Träger vor einer Infektion. Wichtig ist, dass diese so getragen werden, dass möglichst keine Atemluft seitlich ausgetauscht werden kann. Sogenannte Visiere stellen keinerlei Schutz dar, da die Atemluft nach unten ausweicht.

Viel Aufenthalt an der frischen Luft schützt die Schleimhäute vor Austrocknung und macht sie widerstandsfähiger gegen Viren. Je mehr Menschen sich in einem geschlossenen Raum aufhalten, desto höher ist das Risiko, sich nicht nur durch Tröpfcheninfektionen und Aerosole anzustecken. Schlecht oder unbelüftete Räume stellen ein höheres Risiko für Infektionen dar als ungeheizte. Auch voll besetzte öffentliche Verkehrsmittel und öffentliche Großveranstaltungen, insbesondere in geschlossenen Räumen, zählen zu den erhöhten Infektions-Risiken.


Soll eine prophylaktische Testung erfolgen?

Eine prophylaktische Testung auf das SARS-CoV2-Virus mittels Abstrich (Nachweis von Virus-RNA oder Virus-Antigen) erachten wir im Rahmen der Pandemie-Eindämmung als sinnvoll und hilfreich insbesondere, wenn die aktuellen Einschränkungen zunehmend gelockert werden. Ein Anwendungsszenario wäre beispielsweise, wenn wieder Gruppentreffen anstehen.

Nach der neuen Coronavirus-Testverordnung vom 08.03.2021 hat jeder Bürger mindestens Anspruch auf  einen kostenfreien Antigen-Schnelltest (sog. PoC-Antigen-Tests, sprich Tests "vor-Ort") pro Woche. Derzeit erfolgt zusätzlich die Einführung von Selbsttests. Die Anwendung sollte strengstens nach den Vorgaben der Hersteller erfolgen.

Abstrich-Test mittels PCR zum Nachweis von Virus-RNA sind sensitiver als Antigen-Schnell- und Selbsttests, haben aber den Nachteil der nicht kurzfristigen Verfügbarkeit. Leider dauert es meist mehr als 24 Stunden bis die PCR-Ergebnisse vorliegen. Bei kurzfristigen Besuchen, z.B. bei Mitgliedern, die das Pflegeheim nicht verlassen können, kann ein Antigen-Schnelltest des Besuchers zumindest anzeigen, dass er keine hohe, im Schnelltest nachweisbare Viruslast trägt. Dies kann man in der Regel für sechs Stunden nach erfolgter Testung voraussetzen. Wenn sich der Besuchte mit einer FFP-2 Maske schützt, ist dieser Kontakt sehr risikoarm. Dies entspricht den Hygienekonzepten für Alten- und Pflegeheime. Auch bei erlaubten Besuchen im privaten Bereich gibt ein Schnelltest Besucher und Besuchten mehr Sicherheit.

Das Robert-Koch-Institut führt inzwischen Felduntersuchungen auf das Vorliegen von Corona Antikörpern durch. Diese sind nur mit Einschränkungen auf ganz Deutschland übertragbar. Nicht alle Menschen entwickeln nach einer Covid-19-Infektion nachweisbare Antikörper. Dies bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass sie keinen Schutz vor einer Neuinfektion haben.


Angebote der DMSG (Beratung, Selbsthilfegruppen, Fortbildungen, Reisen)

Aufgrund der aktuellen Maßnahmen der Bundes- und Landesregierungen sind Treffen der Selbsthilfegruppen bis auf Weiteres nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Wir raten ausschließlich zu telefonischen Kontakten oder Treffen in digitaler Form oder über die Austauschplattform MS Connect. Sollte sich die Pandemie-Situation früher als jetzt anzunehmen entspannen, könnten Gruppentreffen ggf. unter Einhaltung der vorgegebenen Hygienemaßnahmen im Freien und unter Benutzung von Schnelltests stattfinden. Dazu werden wir in Abstimmung mit den DMSG-Landesverbänden informieren. Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir virtuelle Gruppentreffen als hilfreich und in Bezug auf die Zusammengehörigkeit als sehr wichtig ansehen, um in Kontakt zu bleiben. Bitte fragen Sie bei Ihrem Landesverband an, wenn Sie Unterstützung benötigen.

Für MS-Betroffene, die nicht über die notwendigen technischen Möglichkeiten für virtuelle Treffen verfügen, können regelmäßige telefonische Kontakte mit den Gruppenmitgliedern hilfreich sein. Bitte beachten Sie bei allen Aktivtäten auch die für Sie geltenden Verordnungen. Wenn es zu einem Wiederaufleben der persönlichen Treffen kommen wird, beachten Sie die von der DMSG entwickelten Informationsmaterialien zu Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen (erhältlich über Ihre DMSG-Landesverbände). Aktuell besteht weiterhin ein sehr hohes Risiko, sich mit dem neuartigen Corona-Virus zu infizieren. Auch Beratungen in den Beratungsstellen der DMSG-Landesverbände sollten digital oder per Telefon erfolgen. Funktionstraining kann ebenso wie Reha-Sport in digitaler Form bis vorläufig 30.06.2021 fortgeführt werden. Bitte fragen Sie hierzu Ihren Anbieter an. Um möglichst niedrigschwellige Bewegungsangebote für alle anzubieten, bietet das Team um Dr. Stephanie Woschek wieder „daily SpoKS“ in digitaler Form an. Link: www.youtube.com/watch

Seit 1.2.2021 besteht auch für Versicherte der Ersatzkassen (gesetzlich Versicherte) sich eine Verordnung über Funktionstraining vom Haus- oder Facharzt ausstellen zu lassen und am virtuellen Funktionstraining teilzunehmen. Dies gilt während der Pandemie. Einzelheiten zum Funktionstraining können Sie auf unserer speziellen Website nachlesen.

Seminare, Workshops oder Fortbildungen der DMSG werden weiterhin online angeboten oder verschoben. Eine Übersicht finden Sie hier auf der Website des DMSG-Bundesverbandes unter www.dmsg.de.

Die DMSG-Plattform MS Connect bietet sich weiterhin als Kommunikationsmöglichkeit für MS-Erkrankte an. Der DMSG-Bundesverband bietet Ihnen dort regelmäßig auch Experten-Sprechstunden an. Auch virtuelle Gruppentreffen sind hierüber möglich.

Fragen zum Corona-Virus

Es gibt sicher viele Fragen zum Corona-Virus. Der DMSG-Bundesverband informiert Sie auf einer Sonderseite rund um das Thema Corona und Multiple Sklerose und bietet Ihnen mit den Arzt-Sprechstunden auf MS-Connect eine Plattform, auf der Experten Ihre Fragen beantworten.


Gestaltung des Alltags

Die konkrete Ausgestaltung der derzeitigen Regeln, Einschränkungen und Lockerungen auf Basis des aktuellen Beschlusses von Bund und Ländern obliegt den Bundesländern. Näheres erfahren Sie auf der Seite der Bundesregierung und der Landesregierungen. Laut der bundesweiten Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) sollte im öffentlichen Raum weiter aufeinander geachtet werden: d.h. mindestens 1,5 besser 2 Meter Abstand halten, Hygieneregeln beachten und Alltagsmasken tragen – die sogenannte „A-H-A-L-Formel“. Unter Berücksichtigung der oben erwähnten allgemeinen Hinweise und speziellen Risiken von stärker behinderten MS-Erkrankten und solchen mit verlaufsmodifizierenden Therapien, die ein erhöhtes Infektionsrisiko in sich bergen, raten wir zur Einhaltung der Hinweise des BMGs, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Bundesregierung und der entsprechenden Erlasse der Landesregierungen und zur Nutzung der Corona-Warn-App:

Aktuelle und fachlich gesicherte Informationen der BZgA

Corona-Regelungen in den Bundesländern

• Hier können Sie sich die Corona-Warn-App downloaden

Die aktuellen Fallzahlen entnehmen Sie bitte der Website des Robert Koch-Instituts (RKI). Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird weiterhin insgesamt als sehr hoch eingeschätzt, für Risikogruppen als sehr hoch (Risiko-Bewertung des RKI). Das RKI erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen, gibt Empfehlungen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. 

Auf der RKI-Website finden Sie auch Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Corona-Virus.

Auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums erhalten Sie aktuelle Informationen zum Corona-Virus, sowie grundlegende Informationen zum Infektionsschutz vor dem Corona-Virus, zu Verdachtsfällen und vieles mehr. Im SARS-CoV-2 Steckbrief zur Corona-Virus-Krankheit-2019 (Covid-19) des RKI finden Sie, basierend auf der laufenden Sichtung der wissenschaftlichen Literatur, weitere Informationen zum Corona-Virus. 

Autoren

 

 

 

Quellen

  • Infection Risks Among Patients With Multiple Sclerosis Treated With Fingolimod, Natalizumab, Rituximab, and Injectable Therapies. Luna G et al, Jama Neurol 2019 epub 2019.3365
  • An Italian programme for COVID-19 infection in multiple sclerosis, Sormani, Lancet Neurol 2020, epub doi.org/10.1016/S1474-4422(20)30147-2
  • Clinical Characteristics and Outcomes in Patients With Coronavirus Disease 2019 and Multiple Sclerosis, Louapre C, Collongues N, Stankoff B, et al. June 26, 2020. JAMA Neurol. Published online doi:10.1001/jamaneurol.2020.2581
  • Experience in Multiple Sclerosis Patients with COVID-19 and Disease-Modifying Therapies: A Review of 873 Published Cases, Möhn N, et al., J. Clin. Med. 2020, 9(12), 4067; doi.org/10.3390/jcm9124067
  • Adverse event profile differences between rituximab and ocrelizumab: Findings from the FDA Adverse Event Reporting Database, Gonzalez Caldito et al. August 21, 2020, Multiple Sclerosis Journal, Published online doi.org/10.1177/1352458520949986
  • Dexamethasone reduces death in hospitalised patients with severe respiratory complications of COVID-19, University of Oxford, News published 16.6.2020
  • Association Between Administration of Systemic Corticosteroids and Mortality Among Critically Ill Patients With COVID-19: A Meta-analysis, The WHO Rapid Evidence Appraisal for COVID-19 Therapies (REACT) Working Group, JAMA. Published online September 02, 2020. doi:10.1001/jama.2020.17023
  • Welchen Stellenwert hat die Behandlung mit Covid-19-Rekonvaleszenten-Plasma?, Stand 24.08.2020, Link: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/COVRIIN_Dok/COVID-19-Rekonvaleszenten-Plasma.pdf
  • Treatments and vaccines for COVID-19, European Medicines Agency, 25.06.2020, Link: https://www.ema.europa.eu/en/human-regulatory/overview/public-health-threats/coronavirus-disease-covid-19/treatments-vaccines-covid-19#remdesivir-section
  • Veklury, Remdesivir, Summary Opinion, Europen Medicines Agency, 25.06.2020. Link: https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/summaries-opinion/veklury
  • Repurposed antiviral drugs for COVID-19 –interim WHO SOLIDARITY trial results, WHO Solidarity trial consortium, 15.10.2020, doi: doi.org/10.1101/2020.10.15.20209817
  • Infection fatality rate of COVID-19 inferred from seroprevalence data, John P A Ioannidis, Bulletin of the World Health Organization; Type: Research Article ID: BLT.20.265892

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Fax: 0511 / 9 68 34 50
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Internet: www.dmsg.de


Hannover, den 06. März 2020 (aktualisiert am 12.02.2021)


Dank

Die regelmäßig überprüften Empfehlungen der MS-Experten Prof. Dr. med. Ralf Gold und Prof. Dr. med. Judith Haas aus dem Vorstand des Ärztlichen Beirates der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. bieten eine verlässliche Orientierung auf Grundlage der aktuellen Datenlage.

Letzte Aktualisierung: 19.03.2021 11:50