DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.
Welt MS Tag

"Multiple Sklerose kennt keine Grenzen" Internationaler Empfang zum Welt MS Tag

Anlässlich des 2. Welt MS Tages hat die Landesregierung Baden Württemberg die Gäste des Annual Congress und des Youth Congress der European Multiple Sclerosis Platform (EMSP) zu einem festlichen Empfang im Stuttgarter Neuen Schloss eingeladen. Im Zentrum dieser ersten Begegnung der europäischen MS-Gesellschaften in Deutschland seit 2003 stand die Verbesserung der Lebensqualität MS-Erkrankter.

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Zum Auftakt des internationalen Treffens begrüßte Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch rund 120 MS-Kranke sowie Mitarbeiter der Verbände im Neuen Schloss. Sie würdigte den Welt MS Tag als "Anlass, um auf die chronische und oft heimtückische Krankheit Multiple Sklerose aufmerksam zu machen." Sie begrüße es, dass gerade auch junge Menschen sich zusammenschließen, um gemeinsam ihre Anliegen einzubringen. Die Staatssekretärin lobte die Bedeutung des Welt MS Tages als Chance, die Öffentlichkeit für die spezifische Lebessituation Betroffener zu sensibilisieren.
EMSP-Präsidentin Dorothea Pitschnau-Michel, die auch Bundesgeschäftsführerin der DMSG ist, dankte für den herzlichen Empfang sowie für die Unterstützung MS-Erkrankter. Die Tatsache, dass die Landesregierung am Welt MS Tag den 34 MS-Gesellschaften in Europa so viel Aufmerksamkeit zuteil werden lasse, wertete sie als eine Ehre für alle Beteiligten des diesjährigen EMSP Kongresses und zugleich als ein wichtiges Symbol der Würdigung von deren Engagement.

Empowerment - stark leben mit MS

"Multiple Sklerose kennt keine Grenzen", verwies Dorothea Pitschnau-Michel auf die mehr als 500.000 MS-Erkrankten in Europa. Um dem hohen Bedarf, gemeinsame Lösungen für die Versorgung von MS-Patienten und ihren Familien zu finden, gerecht zu werden, habe sich die EMSP als Dachorganisation zum Ziel gesetzt, internationale Programme zu entwickeln – wie das von der EU geförderte "MS Register" und das "MS Barometer", welches die landesspezifischen Unterschiede in der Pflegesituation von MS-Patienten in Europa belegt. Gesundheitspolitiker und die Patientenorganisationen hätten die Pflicht, europaweit alles dazu beizutragen, um die Lebenssituation dieser Menschen zu verbessern. "Empowerment": Passend zum Motto des zweiten Welt MS Tages in Deutschland übergab die DMSG-Geschäftsführerin der Staatssekretärin ein Exemplar der neuen Broschüre mit dem Titel "Empowerment - stark leben mit MS", welche ab dem 4. Juni beim DMSG-Bundesverband erhältlich sein wird.

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DMSG-Geschäftsführerin Dorothea Pitschnau-Michel (rechts), AMSEL-Schirmherrin Ursula Späth und DMSG-Vorsitzender Gottfried Milde werfen einen Blick in die druckfrische "Empowerment"-Broschüre.

Erstmals Kongress für junge MS-Erkrankte

In der EMSP- Jahrestagung diskutieren Repräsentanten der europäischen MS-Gesellschaften in Workshops und Vorträgen die Herausforderungen und Möglichkeiten, wie die Lebensqualität für Menschen mit MS gesteigert werden kann. Besonders freute sich Dorothea Pitschnau-Michel, dass es erstmals gelungen ist, parallel zum EMSP Annual Congress eine Veranstaltung nur für junge MS-Erkrankte bis 35 Jahre ins Leben zu rufen. Auf diesem Weg konnte ein Austausch und eine grenzüberschreitende Entwicklung von Aktionen in Gang gesetzt werden, um jungen Betroffenen zu helfen. Ein besonders herzlicher Dank galt in diesem Zusammenhang AMSEL-Schirmherrin Ursula Späth und ihrem Ehemann, die es mit ihrer großzügigen Spende erst möglich machten, dass junge MS-Erkrankte aus ganz Europa nach Stuttgart reisen und an der Informations-und Austausch-Plattform teilnehmen konnten.
Gottfried Milde, Staatsminister a.D. und Vorsitzender der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, bemerkte in seinen Schlussworten, dass die DMSG mit zu den größten MS-Verbänden in Europa gehöre. Für ihn sei es eine Ehre, Gastgeber für den diesjährigen EMSP-Kongress zu sein.

Global Dinner Party

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Im Anschluss an den Empfang feierten etwa 120 internationale Gäste auf Einladung des DMSG-Bundesverbandes eine Global Dinner Party – ohne großes Gala-Menü, aber mit umso mehr Gesprächen und Tanz zur Live-Musik. Besonders junge MS-Erkrankte aus vielen europäischen Ländern nutzten diese Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und bis in die Nacht hinein zu feiern.

Mehr zur Party und zu den Themen beim EMSP-Kongress lesen Sie in den kommenden Tagen hier unter www.dmsg.de.

- 27.05.2010