DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

MS von A-Z Übersicht

Lexikon

EAE
siehe: Experimentelle Autoimmune Enzephalomyelitis
ED
s. Encephalomyelitis disseminata
EDSS
Die EDSS-Skala (Expanded Disability Status Scale) wird zur Bewertung neurologischer Defizite herangezogen. Sie beruht auf einer standardisierten neurologischen Untersuchung, anhand derer die Gehfähigkeit einerseits und weiter acht Funktionssysteme ...
EEG
s. Elektroenzephalographie.
efferent
abwärts, in Richtung der Muskulatur leitend (s. Nerv).
Eineinhalb-Syndrom
Störung der koordinierten Augenbewegungen im unteren Hirnstamm (hinterer unterer Teil der sog. Brücke (Pons), der Übergangsstelle von Gehirn und Rückenmark). Patienten mit einem Eineinhalb-Syndrom können nur mit einem Auge noch etwas (ruck haft) ...
Ejakulation
Samenerguss.
Elektroenzephalographie
(EEG): Ableitung und Registrierung der Potentialschwankungen (Hirnströme), die bei der bioelektrischen Tätigkeit des Gehirns entstehen.
Elektromyographie, Elektromyogramm
(EMG): durch Aufzeichnung der Muskelaktionsströme (Potentiale) gewonnenes Kurvenbild. Ableitung der elektrischen Potentiale durch Nadelelektroden, die in den Muskel eingestochen werden. Diagnostische Methode von erheblicher Aussagekraft bei ...
Elektroneurographie
messen der maximalen motorischen und/oder sensiblen Nervenleitgeschwindigkeit (NLG).
Elektronystagmographie
(ENG): Registrierung der durch die Bewegung der Augäpfel (Bulbi) bedingten Potentialdifferenzen zwischen Hornhaut (positiv) und Netzhaut (negativ) mit auf Stirn und Schläfen aufgesetzten Elektroden. Dient zur Beurteilung der Funktion der peripheren ...
Elektrophysiologie
Wissenschaft, die sich mit den elektrischen Vorgängen in lebenden Zellen oder Organismen beschäftigt. Elektrophysiologische Untersuchungen messen vor allem die elektrische Erregbarkeit und Funktion von Nerven- und Muskelzellen, bei der MS vor allem ...
EMG
s. Elektromyographie.
Encephalomyelitis disseminata
Encephalon (griech.) = das Gehirn. Myelon (griech.) = das Rückenmark. Disseminiert = verstreut. Verstreut herdförmig auftretende Hirn- und Rückenmarksentzündung. Wissenschaftliche Bezeichnung der Multiplen Sklerose.
Encephalon
Gehirn (griechisch).
endogen
durch innere Ursachen entstehend.
endokrin
die Drüsen mit innerer Sekretion (Hormone) betreffend.
ENG
s. Elektronystagmographie.
Entmarkung
Erkrankung, u.a. MS, die mit einem Zerfall der Markscheiden einhergeht.
Entmarkungsherde
eine herdförmige Zerstörung der Markscheiden (s.) von Stecknadelkopf– bis etwa Eurostückgröße, die bei der MS um kleine Venen oder diesen entlang angeordnet sein können.
Entmarkungskrankheiten
krankhafter Zerfall der markhaltigen Substanz (weiße Substanz) des zentralen Nervensystems (Gehirn, Rückenmark). Bei der MS herdförmig, verstreut, an verschiedenen Stellen des zentralen Nervensystems, bei den einzelnen Kranken mit verschiedener ...
Enzym
Ferment. Katalysator in Sekreten und Zellen, der für den Ablauf von Stoffwechselvorgängen notwendig ist.
Epidemiologie
Lehre von der Häufigkeit und Verteilung von Krankheiten und deren Ursachen sowie deren Verlauf.
epidural
auf der Dura (harte Hirnhaut) gelegen
Epikrise
Abschließende Beurteilung des Verlaufs einer Krankheit oder einer Behandlung
Epstein-Barr-Virus
Das Epstein-Barr-Virus verursacht beim Menschen das sog. Pfeiffersche Drüsenfieber. Es wird über den Speichel ausgeschieden und durch direkten Kontakt übertragen. Laut Literatur haben 90% aller Erwachsenen Antikörper gegen dieses Virus, sind also ...
Erektion
Versteifung des männlichen Gliedes.
Ergotherapie
Beschäftigungstherapie zur Verbesserung oder Wiederherstellung gestörter körperlicher Funktionen.
Erythrozyt
reife, rote, kernlose, ausreichend roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) enthaltende Blutkörperchen. Hämoglobin dient zum Transport von Sauerstoff.
Eudiadochokinese
Diadochokinese (siehe auch dort) ist der geordnete rhythmische Ablauf rausch aufeinander folgender gegensinniger Bewegungen (z.B. eine gedachte Glühbirne wird rasch in eine imaginäre Fassung an der Decke eingedreht). Kann diese Bewegung nach ...
eugenisch
Maßnahmen zur Verhinderung von Schäden durch Vererbung.
Euphorie
gesteigerte Heiterkeit mit Optimismus und Minderung des Kritikvermögens. Symptom bei Stirnhirnschäden auch in Verbindung mit Kleinhirnfunktionsstörungen.
Evidenz
Beweis, Nachweis, Gewissheit.
Evidenzklassen
Mit Hilfe von Evidenzklassen erfasst man in der Medizin die wissenschaftliche Aussagefähigkeit klinischer Studien. Je höher die Evidenzklasse einer Studie ist, umso breiter ist deren wissenschaftliche Basis. Studien der Klasse 1a haben die höchste ...
evozieren
hervorrufen
evozierte Potentiale
(evoced potentials) Reaktionspotentiale als charakteristische EEG–Antwort bei Verabfolgung von Lichtreizen (Sehnerv) = VEP (s.), akustischen Reizen (Hörnerv) = AEP (s.) Evozierte Potentiale sind von wesentlicher Bedeutung für die Diagnostik der MS, ...
Exazerbation
leitet sich aus dem Lateinischen exacerbatio ab und bedeutet „Verschlimmerung“. Meist versteht man in der Medizin darunter den Ausbruch eines Krankheitsschubs bei chronischen, schubweise verlaufenden Erkrankungen. In der medizinischen Fachsprache ...
exogen
durch äußere Ursachen entstehend.
Experimentelle Autoimmune Enzephalomyelitis
(abgekürzt: EAE) Eine bei Mäusen experimentell ausgelöste Autoimmunkrankheit, die Ähnlichkeiten zur Multiplen Sklerose aufweist und deshalb in tierexperimentellen Studien als Modell für MS verwendet wird.
Letzte Aktualisierung: 15.11.2017 17:33