DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

MS von A-Z Übersicht

Lexikon

Imaging (englisch: Bildgebung)
Imaging (englisch: Bildgebung): Untersuchungsverfahren mit Abbildung von Struktur und Zusammensetzung eines Organ (z.B. Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Ultraschall).
immobil
unbeweglich.
Immobilisierung
Behinderung der Beweglichkeit, z.B. durch Ruhigstellung (Verbände, Gips).
immun
unempfänglich, gefeit.
Immunaggression
immun: s.o. Aggression: Angriff, Abwehr körperfremder Substanzen oder Angriff auf das eigene Nervengewebe, letzteres bei MS wahrscheinlich (s. autoimmun).
Immunantikörper
anti = dagegen. Bestimmter Eiweißstoff — Immunglobulin — (s.) als Träger der Abwehrreaktion (s. Antikörper).
Immundefekt
auch: Immundefizienz. Geschwächte bis fehlende Immunabwehr.
Immunglobuline
Eiweißkörper (Gammaglobulin) als Träger der Immunität.
Immunisierung
Erzeugung von Immunität, z.B. durch Impfung mit lebenden, aber abgeschwächten oder auch getöteten Erregern, bzw. durch Verabfolgung von entsprechenden Erregerextrakten oder –stoffwechselprodukten.
Immunität
Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheitserregern und deren Giften, die Fähigkeit, Antigene (s.) zu erkennen, zu beseitigen und gefeit zu sein gegenüber bestimmten Krankheiten. Zur Abwehr werden Immunglobuline (Antikörper) gebildet und ...
Immunkompetente Zellen
Kompetenz = Zuständigkeit. Bestimmte weiße Blutkörperchen als B– und T–Lymphozyten bezeichnet, welche für die Abwehr eindringender Fremdkörper (Erreger) bestimmt sind, werden bereitgestellt.
Immunkompetenz
die Fähigkeit von Lymphozyten (bestimmte weiße Blutkörperchen) selbst oder mit Antikörperbildung (Abwehr) zu reagieren.
Immunmodulation
Veränderung der Immunantwort im Sinne einer Abschwächung oder Verstärkung durch medikamentöse Behandlung.
Immunmodulatoren
Immunmodulatoren verändern die Immunantwort - Substanzen, die das Immunsystem entweder positiv (anregend) oder negativ (hemmend) beeinflussen.
immunogen
eine Immunreaktion auslösend.
Immunologie
Lehre von der Immunität und den immunbiologischen Reaktionen des Organismus.
Immunopathie
Krankheiten infolge von fehlgesteuerten Immunvorgängen.
Immunsuppression
Suppression = Unterdrückung. Maßnahmen zur Unterdrückung von Immunvorgängen, vorwiegend durch Medikamente. Z.B. Verhinderung der Abstoßung eingepflanzter Organe oder Behandlung fehlgesteuerter immunologischer Vorgänge, die gegen eigenes ...
Immunsuppressivum
Arzneimittel, welches die Immunvorgänge (auch Autoimmunvorgänge) unterdrückt.
Immuntherapie
Anwendung von Arzneimitteln mit dem Ziel, Immunitätsvorgänge zu fördern oder zu unterdrücken.
Impotenz
Zeugungsunfähigkeit, auch Unfähigkeit, Geschlechtsverkehr auszuüben.
Impuls
Anstoß, Antrieb, elektrische Nervenzellenentladung als auslösender Reiz.
impulsive Handlungen
unkontrollierte triebartige Handlungen im Zustand der Erregung, z.B. Zerstören, Schreien, auch Töten (Amoklauf).
inaktiv
untätig, unwirksam, ruhend.
Inaktivitätsatrophie
Verschmächtigung intakter Muskeln infolge von Nichtgebrauch (nicht Muskelschwund - Muskelatrophie — durch Schädigung motorischer Nerven oder Krankheitsvorgänge im Muskel).
inapparent
verborgen, klinisch stumm, ohne erkennbare Krankheitssymptome.
Indikation
Notwendigkeit einer Untersuchung oder Maßnahme.
Inflammation
Entzündung.
infratentoriell
unter dem Tentorium (zeltförmige Falte der harten Hirnhaut) gelegen; betrifft v.a. den Hirnstamm und das Kleinhirn.
Infusion
Verabreichung einer flüssigen Lösung (z.B. Medikament) in eine Vene (auch als „Tropf“ bezeichnet).
initial
Anfangs ...
Initialsymptome
Krankheitszeichen zu Beginn einer Erkrankung.
Inkontinenz
unfreiwilliger Urin- oder Stuhlabgang. Unvermögen, willkürlich Harn oder Stuhl zurückhalten zu können.
Innervation
die Versorgung eines Körperteils, eines Organs durch zugeordnete motorische, sensible und vegetative Nerven, die organgemäße Funktionen auslösen oder auch hemmen.
Insuffizienz
Unzulänglichkeit, Unvermögen.
Integrine
Integrine sind bestimmte Eiweißstoffe (Proteine), die bei der Anheftung von Zellen aneinander sowie deren Kommunikation miteinander eine Rolle spielen (so genannte Adhäsionsproteine) - zum Beispiel bei der Wanderung von Zellen zu Orten der ...
Intellekt, Intelligenz
Verstand, geistige Fähigkeit, auch Begabung.
Intensität
die Stärke besonderer Wirksamkeit.
intensiv
besonders stark, sehr wirksam.
Intensivstation
Spezialabteilung zur besonders intensiven (wirksamen, eingehenden, lückenlosen) Kontrolle und Behandlung der menschlichen lebenswichtigen Funktionen mit speziell dafür konstruierten Apparaten bei Notfällen aus allen medizinischen Fachgebieten.
Intentionstremor
intendieren: beabsichtigen. Tremor: Zittern. Bei Annäherung an das Bewegungsziel erfolgt Zittern, z.B. als Kleinhirnzeichen (s. Finger-Nase-Versuch).
Interferon
Eiweißkörper, gebildet von einer virusinfizierten Wirtszelle mit Hemmwirkung gegenüber Virusvermehrung innerhalb der Zelle. Keine einheitliche Stoffgruppe. Alpha-lnterferon: wird von Leukozyten (weißen Blutkörperchen) gebildet. Beta-lnterferon: ...
interkurrent
zwischenzeitlich hinzukommende Erkrankung, die mit der Grundkrankheit nichts zu tun hat (z.B. vorübergehende Bronchitis bei Multipler Sklerose).
intermittierend
(lat.: unterbrechen); zeitweise aussetzend, stoßweise, zwischenzeitlich nachlassend.
Intervall
Zwischenzeit. Zeit des Stillstandes, z.B. der MS zwischen einzelnen Schüben.
intraarteriell
Einbringen einer chemischen Substanz, einer Kanüle, eines Katheters in eine Arterie (Schlagader).
intracerebral
im Gehirn; im Innern des Gehirns
intrathekal (i. th.)
intrathekal (i. th.):Innerhalb der Hüllen (Theka = griechisch: Hülle) des Nervensystem, entspricht dem Liquorraum.
Intrathekalraum
Spaltraum an der Außenfläche des Gehirns und des Rückenmarks, in welchem sich Nervenflüssigkeit befindet (s. Liquor).
intravenös
Einspritzung von in Lösung befindlichen Substanzen (Medikamenten) in eine Vene.
ipsilateral
auf gleicher Seite. IQ: I = Intelligenz. Q = Quotient. Intelligenzgrad einer Person im Verhältnis zum Bevölkerungsdurchschnitt, errechnet als Hundertfaches des im Intelligenztest ermittelten Quotienten aus Leistungsalter und Lebensalter ...
Iris
Regenbogenhaut des Auges.
Iritis
Entzündung der Regenbogenhaut.
isoelektrische Fokussierung (IEF)
isoelektrische Fokussierung (IEF): Spezielle Methode zur Auftrennung der Eiweißkörper im Nervenwasser zur Untersuchung auf oligoklonale Banden (s. oligoklonale Banden).
Letzte Aktualisierung: 15.11.2017 17:33