DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

MS von A-Z Übersicht

Lexikon

Macula
Fleck. Macula lutea: der gelbe Fleck des Augenhintergrundes (s.), hier Konzentration der Sehfasern, die das scharfe, punktförmige Sehen ermöglichen.
Magnetresonanztomographie
siehe unter MRT
Makrophage
„Fresszelle“, die zur Bekämpfung und Entfernung von Fremdkörpern zuständig ist, bei der MS an der Zerstörung der Markscheiden beteiligt ist.
Malabsorption
beeinträchtigte Fähigkeit, Nahrungsmittel durch Magen und Darm aufzunehmen.
maligne
bösartig.
Manifestation
Zeitpunkt, zu dem erstmals Krankheitserscheinungen feststellbar sind. Manifestationsalter: bestimmte Altersperiode, in der die betreffende Erkrankung häufig erstmals auftritt.
markhaltige Nervenfasern
Nervenfasern mit Markscheide (s. Myelin).
Marklager
in der Tiefe des Gehirns liegende Abschnitte der weißen Substanz - diese ist der aus markhaltigen Nervenfasern bestehender Anteil des Gehirns; da markhaltige Nervenfasern eine weiß-gelbliche Färbung besitzen im Gegensatz zur Hirnrinde (s.), die ein ...
Markscheide (= Myelinscheide)
Markscheide (= Myelinscheide): die mehrschichtige, weißliche Hülle der Nervenfasern in Gehirn und Rückenmark und der peripheren Nerven, die aus Myelin besteht und die gleichsam das Isoliermaterial um die "Nachrichtenkabel" der Nervenbahnen sind. ...
Massenbewegung
z.B. Unfähigkeit, mit einzelnen Fingern Bewegungen auszuführen; bei Versuch, den Zeigefinger allein zu beugen, schließen sich alle Finger zur Faust.
Mc Donald-Kriterien
Von einer Arbeitsgruppe um Mc Donald aufgestellte Kriterien zur Feststellung einer MS und Einbeziehung insbesondere bildgebender Diagnostik mittels MRT (s.), zuletzt im Jahr 2005 aktualisiert.
medial
nach der Mitte zu gelegen.
Medulla oblongata
nach hirnwärts sich fortsetzender Teil des Rückenmarks im zentralen Nervensystem.
Medulla spinalis
Rückenmark, bestehend aus acht Hals-, zwölf Brust-, fünf Lenden-, fünf Kreuzbeinsegmenten.
Membran
dünne Haut, breites dünnes Band.
Meningen
Hirnhäute, bestehend aus drei Hüllen: Dura mater: harte Hirnhaut, Arachnoidea: Spinnwebenhaut, Pia mater: weiche Hirnhaut. Umkleiden Gehirn und Rückenmark. Zwischen Arachnoidea und Pia (zusammen = Leptomeninx) befindet sich Nervenwasser als ...
Meningitis
Hirnhautentzündung.
mental
geistige Funktion betreffend.
Metaanalyse
Zusammenfassende Bewertung mehrerer Studien zur gleichen Fragestellung.
Miktion
das Wasserlösen, die Harnentleerung.
Mitoxantron
Wirkstoff mit zellwachstumshemmender und immunsuppressiver Wirkung. Wird auch als Chemotherapeutikum in der Onkologie verwendet. Es unterdrückt die Entwicklung autoreaktiver T-Zellen und behindert die Produktion von Autoantikörpern in B-Lymphozyten
Mobilisation, mobilisieren
Maßnahmen zur Verbesserung der Beweglichkeit, z.B. Gelenke, Muskeln durch krankengymnastische Behandlung oder selten Operation.
Modifikation
Abänderung.
Monoklonale
Antikörper: Von einem einzigen Zellklon produzierte Antikörper (s. Antikörper) Monoparese: s. Parese.
Monoplegie
s. Plegie.
Monotherapie
Behandlung einer Erkrankung mit nur einem Verfahren bzw. Medikament.
Morbidität
die in einem bestimmten Zeitraum registrierte Zahl der Krankheitsfälle einer definierten Krankheit bezogen auf die Bevölkerungszahl.
Morbus
Krankheit.
moribund
im Sterben liegend.
Morphologie
Formenlehre. Lehre von den mit bloßem Auge feststellbaren Formen des menschlichen Körpers und seiner Organe.
morphologisch
die Form betreffend.
Mortalität
Sterblichkeit. Verhältnis der Sterblichkeit an einer bestimmten Erkrankung im Verhältnis der Sterbefälle zur Gesamtbevölkerung in einem definierten Zeitraum.
Motilität
Bewegungsvermögen. Beweglichkeit, auch unwillkürliche Bewegungsvorgänge, z.B. des Magens, des Darms.
Motoneuron
motorische Nerveneinheit. Motorische Nervenzellen des Rückenmarks mit Fortsätzen bis zum Endorgan an der Muskelfaser.
Motorik
durch das Gehirn gesteuertes, über motorische Nervenbahnen ablaufendes Bewegungsgeschehen, bestehend aus Willkür-, Ziel-, Halte- und Stützmotorik.
motorisch
die Bewegung betreffend.
MRI
magnetic resonance imaging (s. Kernspintomographie).
MRT
Magnetresonanztomographie; Untersuchungsmethode, bei der Magnetfelder zur Messung verwendet werden. Mit dieser Technik können im Gehirn schon früh Krankheitsherde nachgewiesen sowie der Krankheitsverlauf dokumentiert werden. Andere Bezeichnung: ...
MS
Multiple Sklerose (s.).
multilokulär
an mehreren Orten auftretend, bei MS die im zentralen Nervensystem verstreut sich entwickelnden Herde.
Multiple Sklerose
multiple: zahlreich, verstreut, vielfach, an verschiedenen Orten des zentralen Nervensystems sich entwickelnde Entzündungsherde. Diese können sich im Anfangsstadium ihrer Entstehung zurückbilden (Remission). Sklerose: Verhärtung der ursprünglich ...
Muskelatrophie
(s. Atrophie). Verschmächtigung der Muskulatur infolge Unterbrechung der motorischen Nervenleitung.
Muskeldystrophie
Schwund der Muskulatur infolge krankhafter Vorgänge des Muskelstoffwechsels (zahlreiche verschiedene Arten unterschiedlicher Altersgruppen).
Muskeleigenreflex
s. Reflex.
Muskelfaser
langgestreckte, nur unter dem Mikroskop sichtbare Fasern (Muskelgewebe), zu Bündeln (Faszikeln) vereinigt, die sich auf Nervenreiz verkürzen und auf diese Weise die Muskelkontraktion herbeiführen.
Muskelrelaxans
Muskelerschlaffungsmittel mit Wirkung bei Muskelspastik.
Muskelrelaxation
Muskelentspannung; wird u.a. über physiotherpeutische Maßnahmen erreicht, progressive Muskelrelaxation siehe auch unter: Jacobson-Training
Myelin
eiweißgebundene fettähnliche Substanzen (s. Lipide). Die so eingescheideten Nervenfasern werden als markhaltig bezeichnet. Im Hirn und Rückenmark wird es von spezifischen Zellen, den Oligodendrozyten, gebildet.
Myelitis
Entzündung des Rückenmarks, auch meist akut verlaufende Rückenmarkserkrankung.
Myelographie
Röntgendarstellung des Wirbelkanals und dadurch indirekt des Rückenmarks, der Bandscheiben, der Nervenwurzeln und dessen/ deren krankhafte Veränderungen durch Einbringen von Kontrastmittel mittels Lumbalpunktion (s.).
Myelonläsion
Umschriebene Schädigung des Rückenmarks z.B. durch Trauma oder Entzündung.
Myelopathie
Oberbegriff für Erkrankungen des Myelons (Rückenmarks), meist degenerativer Art. --- Myelotomie: operative Durchtrennung von Rückenmarkbahnen zur Milderung der Spastik oder therapieresistenter Schmerzen (heute nicht mehr gebräuchlich).
myogen
im Muskel entstehende Krankheit mit Muskelschwund und charakteristischem Muskelumbau (mikroskopisch feststellbar). Im Gegensatz dazu: neurogen: Muskelverschmächtigung (-atrophie). Hier befindet sich der Krankheitsprozess im Nerv.
Myoklonien
Ruckartige Zuckungen einzelner Muskeln
Letzte Aktualisierung: 15.11.2017 17:33