Zahlen und Fakten

 

200.000

Weit mehr als 200.000 Menschen leben in Deutschland mit MS.

Für die Untersuchung wurden Daten von allen gesetzlich Krankenversicherten – über 90 % der Bevölkerung – herangezogen. Somit konnte erstmals eine flächendeckende, bevölkerungsbezogene Angabe zum generellen Auftreten, zur geschlechterbezogenen sowie regionalen Verteilung der MS errechnet werden.

Quelle: Epidemiologie der Multiplen Sklerose in Deutschland, Autoren: Petersen, Wirrmann, Arndt, Göpffarth - Bundesversicherungsamt, Bonn, erschienen im Nervenarzt, Ausgabe 85, Jahr 2014

72 %

72 Prozent der MS-Erkrankten sind Frauen.

In Bezug auf die Verteilung nach Geschlecht und Alter bestätigen die Ergebnisse annährend die bisher bekannten Verteilungen. Etwa 72 % aller MS-Erkrankten sind Frauen. Interessanterweise offenbarte sich bei den Ergebnissen ein West-Ost-Gefälle, das sich durch alle Altersgruppen bei Frauen und Männern gleichermaßen zieht.

Quelle: Bundesversicherungsamt

20 - 40

Jahre

20 bis 40 Jahre alt sind die meisten MS-Erkrankten, wenn Sie die Diagnose erhalten.

Eine Zeit, die komplett in die Familiengründungsphase fällt.

Quelle: www.dmsg.de, MS-Register

4 - 6

Monate

Solange spricht in Bezug auf die MS nichts dagegen, wenn Mütter mit MS ihre Kinder stillen.

Danach sollte die prophylaktische Therapie der MS wieder aufgenommen werden.

Quelle: Multiple Sklerose und Kinderwunsch Register (DMSKW)

3

Monate

Nach den ersten drei Monaten der Schwangerschaft sind mehr als die Hälfte der Frauen schubfrei und die Krankheitssymptome lassen stark nach.

Im letzten Drittel geht die Schubrate sogar um bis zu 80 Prozent zurück. „Das ist ein Effekt, den kaum ein Medikament erreichen kann“, erklärt PD Dr. Kerstin Hellwig.

Quelle: Multiple Sklerose und Kinderwunsch Register (DMSKW)

Fazit: MS und Familie schließen sich nicht aus - der Gründung einer Familie steht grundsätzlich nichts im Wege.

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ÜBRIGENS

Multiple Sklerose und Kinderwunsch Register

Das DMSKW ist ein Projekt, in dem prospektiv Schwangerschaften oder Kinderwunschbehandlungen von MS Betroffenen gesammelt werden. Hierduch sollen Daten gewonnen werden, um offene Fragen zum Thema Kinderwunsch und MS besser beantworten zu können.