1   Allgemeine Fragen und Antworten zum MS-Register

  • Wer kann am MS-Register teilnehmen?
  • Wie kann man am MS-Register teilnehmen?
  • Wie viele Zentren nehmen am MS-Register teil?
  • Wie werden die Daten erhoben?
  • Welche Daten werden erhoben?
  • Wie viele Datensätze müssen erhoben werden?
  • Kann ein Zentrum den Datenstand für das eigene DMSG-Zertifikat einsehen?
  • Erfolgt eine Qualitätskontrolle der Datensätze?
  • Wie wird mit den personenidentifizierenden Daten verfahren?
  • Sind die Daten pseudonymisiert oder anonymisiert?
  • Werden die Daten auf dem Server wieder gelöscht, wenn ein Zentrum oder ein einzelner Patient nicht mehr teilnehmen möchte?
  • Werden die Zentren für die Dokumentation vergütet?
  • Erhalten die Zentren von der MSFP statistische Auswertungen?
  • Wer darf Anfragen an das MS-Register stellen?
  • Welche der dokumentierten Daten dürfen später von interessierten Dritten verwendet werden?

    1.1  Wer kann am MS-Register teilnehmen?

    Akutliniken oder Rehabilitationskliniken mit neurologischem Fokus, MS-Schwerpunktpraxen oder niedergelassene Neurologen.

    1.2  Wie kann man am MS-Register teilnehmen?

    Die Teilnahme am MS-Register ist Voraussetzung für die Vergabe des Zertifikats „MS-Schwerpunktzentrum“, "MS-Zentrum" oder „MS-Rehabilitationszentrum", das nach den Richtlinien der DMSG Bundesverband e.V. verliehen wird. Das Zertifikat können Sie hierlink beantragen. Die Teilnahme am MS-Register erfolgt mit Erteilung des Zertifikates automatisch.

    1.3  Wie viele Zentren nehmen am MS-Register teil?

    Die aktuelle Zentrenübersicht inkl. Karte finden Sie unter Zentren

    1.4  Wie werden die Daten erhoben?

    Die Datensätze werden web-basiert dokumentiert. Das bedeutet, dass alle Eingaben und Ansichten der dokumentierten Daten in Ihrem Browser erfolgen. Eine Anleitung, wie die Dokumentation in der neuen Forschungsdatenbank erfolgt, finden Sie im Downloadbereich unter dem Punkt "Dokumente für Zentren, die in der Forschungsdatenbank dokumentieren".

    1.5  Welche Daten werden erhoben?

    Für die Datenerhebung wird der "Datensatz des MS-Registers" auf Grundlage des gemeinsamen Datensatzes von DMSG und KKNMS v 1.0 zugrunde gelegt. Sie finden ihn unter download.

    1.6  Wie viele Datensätze müssen erhoben werden?

    Die Anzahl der von einem Zentrum zu dokumentierenden Datensätze ist vertraglich vereinbart und je nach Zentrumsart unterschiedlich. MS-Schwerpunktzentren liefern mindestens 150, MS-Zentren mindestens 80 und MS-Rehabilitationszentren in Abhängigkeit von der jährlichen Patientenfallzahl mindestens 120 (Fallzahl ≥ 200) bzw. 80 (Fallzahl < 200) Datensätze pro Jahr.

    1.7  Kann ein Zentrum den Datenstand für das eigene DMSG-Zertifikat einsehen?

    Ja. Die Anzahl der vollständig dokumentierten Datensätze kann auf der Willkommensseite der Forschungsdatenbank unter dem Menüpunkt „Reports“ abgerufen werden. Diese Reports berücksichtigen immer alle aktuell in der Datenbank befindlichen Datensätze und sind nach dem folgenden Schema benannt: 201X_vollständige_Visiten_nach_Quartal. Für die Beurteilung des Dokumentationsumfangs wird der jeweilige Gültigkeitszeitraum des aktuellen DMSG-Zertifikats herangezogen.

    1.8  Erfolgt eine Qualitätskontrolle der Datensätze?

    Ja. Die Daten werden in mehrstufigen Verfahren auf Vollständigkeit, Konsistenz und Plausibilität geprüft. Bei fehlerhaften oder fragwürdigen Datensätzen werden beim Speichern des jeweiligen Formulars Rückfragen angezeigt. Zusätzlich werden Rückfragen, die durch eine nachgelagerte Qualitätskontrolle auftreten (sogenannte Queries) an das Zentrum gestellt.

    1.9  Wie wird mit den personenidentifizierenden Daten verfahren?

    Die personenidentifizierenden Daten (Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht) werden gesichert bei einem Datentreuhänder hinterlegt, um eine zentrumsübergreifende Pseudonymisierung zu gewährleisten. Dieses Pseudonym wird an das MS-Register geschickt und mit den in der Folge dokumentierten Daten des Patienten verknüpft. In der Forschungsdatenbank des MS-Registers liegen somit keine personenidentifizierenden Daten vor. Das Pseudonym ist nötig, um Datensätze eines Patienten aus unterschiedlichen Zentren zusammenzuführen und einen zeitlichen Verlauf darzustellen. Den Mitarbeitern des MS-Registers sind die personenidentifizierenden Daten nicht bekannt, da sie durch das Pseudonym ersetzt werden. In die personenidentifizierenden und medizinischen Daten haben nur der behandelnde Arzt und die mit dem Register betrauten Mitarbeiter des jeweiligen Zentrums Einsicht.

    1.10  Sind die Daten pseudonymisiert oder anonymisiert?

    Die Daten sind pseudonymisiert, d.h. an die Stelle der personenidentifizierenden Daten, die bei einem Datentreuhänder hinterlegt werden, tritt ein Pseudonym. Die Zuordnung eines Pseudonyms zu einer bestimmten Klinik bzw. Praxis ist für Rückfragen bei auffälligen bzw. nicht plausiblen Daten und für die Zählung der Datensätze für das DMSG-Zertifikat notwendig und nur den Mitarbeitern der MSFP möglich. Eine Anonymisierung erlaubt eine solche Zuordnung nicht, d.h. es können nicht oder nur unter erhöhtem Aufwand (mit erhöhtem Datentransfer) Daten im Längsschnitt betrachtet werden. Eine vollständige Anonymisierung ist daher im Hinblick auf die Zielsetzung des MS-Registers nicht sinnvoll.

    1.11  Werden die Daten auf dem Server wieder gelöscht, wenn ein Zentrum oder ein einzelner Patient nicht mehr teilnehmen möchte?

    Beim Ausscheiden eines Zentrums aus dem Projekt verbleiben die vom Zentrum dokumentierten Daten im Gesamtdatenbestand des MS-Registers. Die am MS-Register teilnehmenden Patienten haben allerdings das Recht, ihre Einwilligung zu widerrufen und/oder Daten löschen zu lassen. Im Falle eines Widerrufs der Einwilligung, am MS-Register teilzunehmen, können die Patienten sich dafür entscheiden, dass die bis zu diesem Zeitpunkt gespeicherten Daten weiterhin pseudonymisiert verwendet werden dürfen. Wird eine komplette Löschung gewünscht, werden alle vom Patienten gespeicherten Datensätze im MS-Register einschließlich der personenidentifizierenden Daten, die beim Datentreuhänder hinterlegt worden sind, unwiderruflich gelöscht. Es werden auch keine weiteren Datensätze für das MS-Register erhoben und gespeichert.

    1.12  Werden die Zentren für die Dokumentation vergütet?

    Eine Vergütung der Dokumentation ist momentan leider nicht möglich. Alle Zentren, die durch die DMSG, Bundesverband e.V. ausgezeichnet worden sind und im Rahmen dieser Auszeichnung einen Vertrag zur Teilnahme am MS-Register abgeschlossen haben, erhalten jedoch ein entsprechendes Türschild und Zertifikat für Ihre Einrichtung, mit dem sie werben können.

    1.13  Erhalten die Zentren von der MSFP statistische Auswertungen?

    Eine Rückmeldung an die teilnehmenden Zentren in Form eines Berichts einschließlich Standardauswertungen zentrumsbezogener Daten ist vorgesehen. Diese werden voraussichtlich jährlich zur Verfügung gestellt. Für Zentren, die weitere Auswertungen auf ihren eigenen Daten durchführen möchten, generiert die MSFP einen entsprechenden standardisierten Datenexport. Darüber hinaus erhalten alle teilnehmenden Zentren einen Newsletter, der halbjährlich erscheint und in dem u. a. über aktuelle Veröffentlichungen aus dem MS-Register berichtet wird. Alle veröffentlichten Auswertungen und Publikationen können jederzeit auch auf der Webseite der MSFP (siehe Publikationen) eingesehen werden.

    1.14  Wer darf Anfragen an das MS-Register stellen?

    Grundsätzlich können an wissenschaftlichen Fragestellungen interessierte Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen, Kostenträger aber auch Einzelpersonen Anfragen an das MS-Register richten. Die MSFP, die das MS-Register betreibt, leitet die Anfragen an die wissenschaftliche Begleitgruppe zur Stellungnahme weiter. Über die Durchführung entscheidet die Geschäftsführung des Registers. Der zeitliche Rahmen von zusätzlichen Auswertungen sowie die Übernahme der entsprechenden Kosten werden individuell abgestimmt.

    1.15  Welche der dokumentierten Daten dürfen später von interessierten Dritten verwendet werden?

    Weder die klinischen noch die personenidentifizierenden Daten sind Dritten zugänglich. Den interessierten Parteien werden, nach positiver Stellungnahme durch die wissenschaftliche Begleitgruppe des MS-Registers und Bewilligung durch die Geschäftsführung des Registers, Auswertungen der Daten im Hinblick auf die definierten Fragestellungen zur Verfügung gestellt.

    2   Fragen und Antworten zur Dokumentation in der Forschungsdatenbank des MS-Registers

  • Welche Voraussetzungen müssen für die Dokumentation in der Forschungsdatenbank erfüllt werden?
  • Ich habe meine Benutzerdaten bzw. mein Passwort für den Zugang zur Forschungsdatenbank vergessen oder verloren. Wie gehe ich vor?
  • Ich habe das Pseudonym eines bereits dokumentierten Patienten verloren. Wie finde ich es wieder?
  • Wie lösche ich eine fälschlicherweise angelegte Konsultation / Schubereignis?
  • Wie ändere ich das Datum einer Konsultation / eines Schubereignisses?
  • Was mache ich, wenn ich beim Anlegen eines Patienten eine Fehlermeldung erhalte?
  • Warum muss ich manche Angaben zu einem Patienten mehrfach erfassen und andere nicht?
  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit eine Visite als vollständig gewertet wird und in die Datensatzzählung für das Zertifikat eingeht?
  • Warum kann ich auf manche Konsultationen und Schubereignisse nicht zugreifen? Beim Anklicken erhalte ich die Fehlermeldung: "Sie haben keine Berechtigung diese Visite einzusehen".

    2.1  Welche Voraussetzungen müssen für die Dokumentation in der Forschungsdatenbank erfüllt werden?

    Die Voraussetzungen zur Dokumentation in der neuen Forschungsdatenbank sind:

    • organisatorisch:
      • Abschluss des aktualisierten Registervertrags mit der MSFP
      • Ausgabe und Verwendung der aktualisierten Patienteninformation und Einverständniserklärung
      • Beantragung der Benutzerzugänge für die dokumentierenden Personen Ihres Zentrums (siehe Downloads)
    • technisch:
      • Verfügbarkeit eines Internetzugangs [es muss der gesicherte (SSL) Zugriff auf die Website der Forschungsdatenbank möglich sein]
      • Nutzung eines aktuellen Browsers (Firefox, Chrome, Internet Explorer, etc)
    2.2  Ich habe meine Benutzerdaten bzw. mein Passwort für den Zugang zur Forschungsdatenbank vergessen oder verloren. Wie gehe ich vor?

    Wenden Sie sich bitte an die Registerstelle, die Ihnen ein neues Passwort zuweisen wird.

    2.3  Ich habe das Pseudonym eines bereits dokumentierten Patienten verloren. Wie finde ich es wieder?

    Gehen Sie hierzu wie folgt vor:

    • Wählen Sie den Menüpunkt „Neuer Patient“
    • In dem folgenden Dialog wählen Sie „Neuen Patienten anlegen und neues Pseudonym erzeugen“
    • Geben Sie in der nachfolgenden Maske die Daten des Patienten erneut so ein, wie Sie es beim ersten Anlegen getan haben.
    • Der im Hintergrund ausgeführte Algorithmus erkennt, dass der Patient bereits erfasst wurde und weist ihm das bestehende Pseudonym zu.
    • Drucken Sie sich das Pseudonym als Klebeetikett aus oder notieren Sie es in der Akte des Patienten.
    Anschließend können Sie auf dem bestehenden Patientendatensatz wie gewohnt dokumentieren.

    2.4  Wie lösche ich eine fälschlicherweise angelegte Konsultation / Schubereignis?

    Voraussetzung ist, dass in der fälschlicherweise angelegten Konsultation / Schubereignis noch keine Formulare ausgefüllt wurden. Ist diese Voraussetzung erfüllt können Sie mit einem Klick auf
    Visitenplan bearbeiten
    das Menü zur Bearbeitung des Visitenplans aufrufen. Hier können Sie leere Konsultationen/Schubereignisse löschen. Nachdem Sie den entsprechenden Eintrag gelöscht haben, klicken Sie auf Vorschau. Geben Sie anschließend eine kurze Begründung für die Veränderung des Visitenplans an und speichern Sie.

    2.5  Wie ändere ich das Datum einer Konsultation / eines Schubereignisses?

    Sie können das Datum einer Konsultation / eines Schubes im Visitenplan ändern. Rufen Sie hierzu mit einem Klick auf
    Visitenplan bearbeiten
    das Menü zur Bearbeitung des Visitenplans auf. Hier können Sie die Daten der Konsultationen und Schubereignisse ändern. Anschließend klicken Sie auf Vorschau. Geben Sie nachfolgend eine kurze Begründung für die Veränderung des Visitenplans an und speichern Sie.

    2.6  Was mache ich, wenn ich beim Anlegen eines Patienten eine Fehlermeldung erhalte?

    Sollten Sie beim Anlegen eines Patienten eine Fehlermeldung angezeigt bekommen, notieren Sie sich bitte die Angaben auf dem Bildschirm oder machen Sie einen Screenshot. Senden Sie diese an die Registerstelle, wir werden Sie dann zeitnah kontaktieren, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Ursachen für Fehler beim Anlegen von Patienten liegen oftmals in minimalen Unterschieden bei der Eingabe der identifizierenden Daten des Patienten.

    2.7  Warum muss ich manche Angaben zu einem Patienten mehrfach erfassen und andere nicht?

    Die Mehrfacheingabe ist aus unterschiedlichen Gründen erforderlich. Das Geburtsdatum wird beispielsweise in seiner vollständigen Form für die Pseudonymgenerierung benötigt. Die hierzu zusammen mit mindestens Name, Vorname und Geschlecht angegebenen Daten werden jedoch nicht an die Forschungsdatenbank des MS-Registers übertragen, sondern an die Treuhandstelle, welche hierzu ein Pseudonym erzeugt. Für das MS-Register werden nur verkürzte Geburtstagsangaben (Monat und Jahr) verwendet. Auch das Geschlecht des Patienten wird aus diesem Grund doppelt abgefragt.

    2.8  Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit eine Visite als vollständig gewertet wird und in die Datensatzzählung für das Zertifikat eingeht?

    • Die Formulare der jeweiligen Visite dürfen keine Queries enthalten, die durch die MSFP noch nicht als geschlossen markiert wurden.
    • Alle Formulare der jeweiligen Visite müssen vollständig ausgefüllt sein.
    • Die Formulare der jeweiligen Visite müssen fehlerfrei sein.
    • Die Einwilligung des Patienten muss vorliegen.
    2.9  Warum kann ich auf manche Konsultationen und Schubereignisse nicht zugreifen? Beim Anklicken erhalte ich die Fehlermeldung: "Sie haben keine Berechtigung diese Visite einzusehen".

    In der Forschungsdatenbank können Patienten zentrenübergreifend dokumentiert werden, d. h. dass sowohl Sie als auch andere Zentren Konsultationen und Schübe für denselben Patienten anlegen können. In diesem Fall sind die dokumentierten Formulare für alle beteiligten Zentren im Visitenplan sichtbar, wobei die vom jeweils anderen Zentrum dokumentierten Datensätze leicht ausgegraut sind:

    Formulare können nur eingesehen und bearbeitet werden, wenn sie vom eigenen Zentrum angelegt und befüllt worden sind.

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