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Verfasser Beitrag
KruemelMonster 10.02.2015, 20:42
Hallo, ich bin neu hier in dem Forum und seit heute irgendwie total durcheinander...
Meine Geschichte bisher: ich bin weiblich und 18 Jahre alt, seit ca. anfang Januar habe ich eine Dranginkontinenz (am anfang dachte ich ja noch das kommt evtl. auch von einer Blasenentzündung oder sowas, aber das hat sich leider nicht bestätigt) bin dann also ende Januar zu meiner Frauenärztin gegangen. Sie stellte eine Sensibilitätsstörung​ am sowie im Bauch fest (im Bauch, da ich von der Gyn-Untersuchung garnichts gespürt habe (wie auch ein paar tage vorher beim GV mit meinem freund, mein Unterleib fühlte sich tot an)). Da hat mich die Gyn leicht beunruhigt da ich auch seit kurzem Sehstörungen mit extremen verschwommen sehen hab (Augenarzt meinte aber alles sei gut). heute, gut 2 Wochen nach dem Gyn besuch hatte ich einen Termin bei einem Neurologen, Termin Morges: nach neurologischer Untersuchung und Anamnese aussage vom Arzt: Ich bin mir fast 100%ig sicher das sie eine MS haben. (es hat mich aufgrund meiner medizinischen Vorbildung nicht wirklich erschüttert in dem Moment, da es 1. nicht wirklich in meinem Kopf ankam und ich 2. mit sowas in die Richtung schon gerechnet habe). hatte dann direkt im Anschluss spontan ein MRT vom Kopf und der WS wobei alles in Ordnung war laut Radiologe. am Nachmittag bei der Besprechung beim Neurologen (wg. MRT) blies er dann sämtliche weitere Diagnostik wieder ab (Lumbalpunktion) (worüber ich irgendwie auch echt froh bin weil auf sowas bin ich definitiv nicht scharf, auch wenns wahrscheinlich nur halb so schlimm ist) und schickte mich nachhause, einfach so, ohne weitere Anmerkungen, auch Fragen meinerseits ob es vielleicht auch etwas schlichtes wie eingeklemmte Nerven sein könnten interessierten nicht mehr.
nun habe ich aber schon des öfteren gelesen, dass Läsionen im MRT evtl. auch "unsichtbar&quo​t; sind einfach weil sie zwischen den Bildern liegen.
Eine Borrellienserologie wird morgen gestartet.
meine wichtigste frage an euch erfahrene da drausen: ist es möglich das trotzdem eine MS hinter den Problemen steckt oder kann man das wirklich pauschal mit einem MRT ausschließen? (dann wär ich nämlich wieder beruhigt)

sorry das der Text soooooo lange geworden ist, aber irgendwie dreh ich heute noch durch :(
und im voraus auch schon mal vielen Lieben Dank für die Antworten die ich hoffentlich bekomme :)
ruthetia 12.02.2015, 09:22
Hallo liebes KrümelMonster, ich verstehe sehr gut, dass du kurz vorm Durchdrehen bist, nur: es bringt Dir garnichts! Also, wenn ich Dir das raten darf, Ruhe bewahren. Am Besten wartest Du jetzt ab, was bei der Borreliose-Untersuch​ung heraus kommt.
Mich würde jetzt auch interessieren, ob Du bei der MRT ein Kontrastmittel gespritzt bekommen hast oder nicht. Wenn nicht, dann wären Veränderungen im Gehirn die auf eine MS hindeuten würden nicht sichtbar.
Nachdem der Neurologe so garnicht auf Deine Fragen eingegangen ist, und wohl auch Deine verständliche Angst nicht richtig wahrgenommen hat, so würde ich, natürlich nur wenn es Dir möglich ist, mir einen anderen Neurologen suchen der etwas mehr auf dich eingeht. Schau einfach mal im Internet ob in der Umgebung nicht ein Neurologe ist der einen guten Ruf und eine gute Bewertung hat.
Alles Gute, ich halte Dir die Daumen Ruthetia
dabbes 12.02.2015, 11:02
Hi,
toller Neurologe, der nach ein bisschen Klopfen und Anamnese eine 100prozentige Diagnose stellt. Aber ganz unabhängig davon, was ein MRT aussagen kann und was nicht: Wurde die WS bei Dir denn komplett gemacht und wenn ja, etwa in einer Aufnahme? Normalerweise werden HWS, BWS und LWS gesondert gemacht.

Gruß

dabbes
LucySue 12.02.2015, 20:46
Hi,

das Thema wurde doppelt eingstellt.

Hier der Andere Beitrag:
http://www.dmsg.de/.​..rum&tnr=8&​mnr=318066

Und nun zu den Kommentare hier:

ruthetia schrieb am 12.02.2015:
Mich würde jetzt auch interessieren, ob Du bei der MRT ein Kontrastmittel gespritzt bekommen hast oder nicht. Wenn nicht, dann wären Veränderungen im Gehirn die auf eine MS hindeuten würden nicht sichtbar.


Diese Aussage ist falsch!

Im MRT sieht man die Veränderungen auch ohne Kontrastmittel.

Das Kontrastmittel ist nur Notwendig um zu schauen, ob die Bluthirnschranke dicht ist oder durchlässig.

Also ob eine Läsion aktiv ist oder nicht.

dabbes schrieb am 12.02.2015:
Wurde die WS bei Dir denn komplett gemacht und wenn ja, etwa in einer Aufnahme? Normalerweise werden HWS, BWS und LWS gesondert gemacht.


Für eine MS Diagnose ist eine Läsion im Gehirn erforderlich.

Und der der LWS ist kein ZNS mehr, daher ist ein MRT der LWS bei MS unnötig.

Zudem kann man mit den evozierte Potenziale (Kopf - Beine) eine Schädigung des Rückenmarkes besser feststellen als mit einem MRT.

Denn das MRT hat eine gewisse Grenze.

Grüße
Lucy
Lisa 12.02.2015, 21:13
LucySue schrieb am 12.02.2015:
Zudem kann man mit den evozierte Potenziale (Kopf - Beine) eine Schädigung des Rückenmarkes besser feststellen als mit einem MRT.


Das können aber wohl nur wenige Neurologen lesen. Ist es verändert, aber nicht in der erwarteten Form, nämlich mit eine verlängerten Latenz, dann heißt es da ist nichts. Dabei kann eine mangelhafte Amplitude auf Schäden am Axon selber hindeuten.
Dominique 07.03.2015, 18:39
Hi, kurz zu meiner Person ich bin 26, hatte vor 6jahren ne periphere facialisparese damals bei den ganzen Untersuchungen war alles okay! Vor knapp zwei Jahren hatte ich ne Armparese und da wurde bei mir im MRT ohne Kontrastmittel festgestellt das ich ne 5mm große Pinealiszyste hab und im linken Seitenventrikelhorn einen unspezifischen herdbefund (nicht mehr akut) habe und somit ein Verdacht bestünde! Was ich sagen will, ein MRT muss nicht unbedingt mit Kontrastmittel gemacht werden, damit man sagen kann das es ms ist!
rossi 07.03.2015, 19:31
Hallo KruemelMonster,

es für nicht jeder Herde / jede Läsion zu MS-Symptomen - dafür wird oft das Beispiel mit dem Eisberg bemüht: nicht jeder Herd bewirkt Symptome, nur mit Symptomen ist es ein Schub.

Daraus folgt: schon bei einem ersten Schub sieht man normalerweise mehrere Herde. Die würden nicht alle samt und sonders zwischen den Aufnahme-Schichten liegen, also neue Herde können unsichtbar sein, aber dass alle Herde unsichtbar sind, das passt nicht.

Zum Kontrastmittelthema:​mit Kontrastmittel kann man erkennen, ob einzelne Herde = Läsionen gerade aktiv sind, also ob der entzündliche Prozess aktuell im Gange ist.
Es ist also nötig, aber das bedeutet nicht, dass man ohne Kontrastmittel die Herde nicht sähe - nur der Unterschied zwischen alten und noch akitven Herden erfordert Kontrastmittel.

Für eine MS-Diagnose würden auch Herde lediglich im Wirbelsäulenbereich ausreichen , aber da bei Dir nicht von MS ausgegangen wird, ist das zweitrangig.

Zu den Fragen ob eine oder mehrere Untersuchungen , ob Kopf und Myelon getrennt: bei der neueren Geräte-Generation machen die es nur noch in 1 Rutsch, hat die Praxis also ein modernes Gerät, haben sie das ggf. in einer Sitzung/Untersuchung​ abgefrühstückt.

Zu guter Letzt: blöde Sache, tut mir leid, nicht vergessen: wir können nur oberflächlich Rückmeldung geben, wichtig sind immer auch die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung des Neuro.
Also: Reflexe, Finger-Nase-Versuch und den Knie-Hacke-Versuch, Romberg-Test (siehe http://www.medizinfo​.de/...e/diagnostik/​gang.shtml ), Durchführung des Seiltänzerganges, dem den Augen dem Finger (oder so) folgen usw.
Dazu Anamnese und MRT.
nur diese 3 Puzzlestücke zusammen geben einen hinweis für oder gegen MS -

da wir überwiegend lediglich mit MS Erfahrungen haben, kennen wir wenig von anderen Erkrankungen, ob und was noch passen würde...
rossi 07.03.2015, 19:32
es führt (sollte es heißen)
Petra_44 08.03.2015, 07:03
Ich würde den Neurologen wechseln, wenn er gar nicht auf deine Fragen eingeht und vor allem weder eine Ursache noch eine Lösung für deine gesundheitlichen Probleme weiß.

Es kann sein, dass man im MRT gar nichts von einer MS sieht, nämlich ganz einfach dann, wenn die Herde zufällig zwischen den Aufnahmen sitzen. So ein Herd ist ja nicht sehr groß, der kann sich schon durch Zufall genau zwischen zwei Schichten der Aufnahme "verstecken&quo​t;.

Vielleicht haben deine Beschwerden auch eine andere Ursache. Aber herausfinden sollte man sie schon! Und nicht einfach das Handtuch werfen, wenn man nicht gleich dahinter kommt.