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DMSG ExpertenforenNeues aus der MS-Therapieforschung · MS oder Borelliose? - Ich vertrag kein Interferon



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Verfasser Beitrag
(Yvonne) 04.02.2003, 16:36
Hallo!
Ab Juni 2003 leide ich seit 3 Jahren an der "MS"! Ich bin in die Klinik gekommen als ich kaum einen Schritt gehen konnte und man untersuchte mich von Kopf bis Fuß. Und es kam noch nicht einmal der Verdacht aus MS, nein, ich man sagte mir gleich, dass ich MS habe! Ich kann und will es bis heute nicht einsehen!
Vor 1,5 Jahren verordnete man mir Rebif 22. Ich vertrage es einfach nicht. Immer wieder diese Nebenwirkungen, Tag und Nacht. Vor einem knappen Jahr habe ich damit aufgehört und ich muss sage, dass es mir wirklich sichtlich besser ging und geht. Leider habe ich aber im Moment wieder schwierigkeiten mit dem linken Bein.
Außerdem hatte ich damals, kurz bevor ich in die Klinik kam, ein großes Blutbild machen lassen und da ist ein hohes Maß an Borellien-Antikörper​n entdeckt worden. (Zeckenbiss). Und ich bin immer noch der Meinung, dass ich kein MS habe, sondern unter Borreliose leide, kann das sein?
Bitte geben Sie mir hierfür einen guten Rat. Könnte ich mit meinem Verdacht recht haben und wie kann man sich sicher sein?
Experte P. Rieckmann 04.02.2003, 23:10
Entscheidend für die Diagnose einer Borelliose, die auch das Nervensystem befällt, sind der Nachweis von bestimmten Antikörpern gegen dieses Bakterium im Serum und im Liquor sowie in der Regel weitere Auffälligkeiten im Liquor wie eine erhöhte IgM-Produktion und Blut-Liquorschranken​störung (QAlbumin erhöht), die beide bei der MS eher ungewöhnlich sind. Vielleicht sollten Sie diese Befunde noch einmal bei Ihrem Neurologen erfragen.
(yvonne) 06.02.2003, 09:23
hallo herr rickmann,

vielen dank für ihre information.
wenn ich ehrlich sein soll, packt mich bei der ganzen sache die panik. ich glaube, dass ich kein ms habe, meine familie glaubt es ebenfalls und auch viele freunde. ich kann mich damit nicht abfinden.
dazu kommt ja, dass ich das interferon rebif22 nicht vertragen habe und es auch abgesetzt habe - dazu auch die panik mit spritzen - mein neurologe vertröstet mich immer wieder nur damit, dass man da eben nicht viel machen kann - klasse!!! es muss doch irgendwelche therapien geben? auch wollte ich dringens mal eine kur haben, wurde mir aber nicht bewilligt, warum? wie krank muss ich denn noch sein, damit ich sie bekommen? meine nerven sind strapaziert und mein gemüt ist sehr angekratzt.
welche untersuchungen müssen genau gemacht werden, um eindeutig sicher zu sein, dass ich kein ms habe? ist borelliose heilbar? auch nach so langer zeit noch? falls ich borelliose haben sollte - wäre es angebracht, den arzt/die ärzte dazu zu verklgen, weil ich jahre falsch behandelt worden bin?

bitte geben sie mir einen ehrlichen rat. ich danke ihnen schon im voraus.

yvonne zetzsche
(Klaus) 06.02.2003, 11:50
Hallo Yvonne,

nur weil Du und Deine Familie nicht glaubt, daß Du MS hast, heißt das noch lange nicht, daß Du keine hast....

Warum versteifst Du Dich so auf die Borreliose und vor allen Dingen warum reagierst Du so vollkommen hysterisch und kopflos auf MS?

Hier in diesem Internetforum wird Dir niemand eine Bestätigung oder Negierung der Diagnose geben können! Also nimm bitte Deinen Verstand zusammen und wende Dich an ein MS-Zentrum bzw. Universitätsklinik um endlich die Diagnose abzuklären.

Du scheints Dich ja so reingesteigert zu haben, daß Du es bisher ja noch nicht mal geschafft hast eine zweite Diagnose einzuholen....

Also, ich hoffe meine mit Absicht harsch gewählten Worte haben Dich ein wieder wach gerüttelt und Du schaffst es etwas rationaler an die Sache ran zu gehen. Auch an eine mögliche Bestätigung der Diagnose MS!

Trotzdem viele Grüße,

Klaus

PS: die Verträglichkeit von Rebif sagt übrigens einen Teufel drüber aus, ob man MS hat oder nicht. Ich vertrage es auch sauschlecht (zumindest ohne Paracetamol) und habe aber eine gesicherte Diagnose. Und noch nebenbei - auch mit MS geht die Welt nicht unter!!!!!!
(yvonne) 06.02.2003, 12:17
ich stehe schon mit beiden beinen im leben und trotzdem hab ich meine probleme mit diversen ärzten!!!!
ich weiss auch, dass ich ms haben könnte, klaro - mit dem gedanken leben ich ja schon fast 3 jahre. trotzdem hatte man damals in der klinik, wo ich fast 4 wochen lag und nicht aufstehen durfte gleich die diagnose verpasst bekomme, ohne dass da erst einmal ein verdacht lag. außerdem hatte ich wochen bevor ich in die klinik kam beim arzt ein großes blutbild gemacht bekommen. da fand man ein hohes maß an borellien-antikörper​n! das wurde damals einfach nicht mehr weiter berücksichtigt! und darum habe ich eben meine zweifel, verstehst du das denn nicht???
das ist doch wohl nicht normal - und rebif vertrug ich auch nicht -hat nicht mit ms oder nicht ms zu tun- nein, ich hab es einfach nicht vertragen. nicht nur diese grippenähnlichen sympthome, nein, ich habe regelrecht allergische anfälle gegen das interferon bekommen.
welche form der ms hast du und wie bist du damals mit der diagnose klar gekommen? hast du dich da sofort einstellen können? ich ganz und gar nicht, hatte ein großes problem damit - aus dem grund, da ich ja cortisonstoßtherapie​n bekommen habe - da habe ich mein baby verloren, in der 13. ssw. es wäre schön, wieder von dir zu lesen, vielleicht hast du interesse an einem mail-kontakt?
gruß yvonne
(Klaus) 06.02.2003, 12:47
Wie gesagt - ich kann Dir nur raten im Zweifel mehrere Meinungen einzuholen und dann Dich dann allerdings mit der Diagnose endlich anzufreunden.

Und nochmals zu Rebif - dessen Unverträglichkeit sagt nichts über eine bestehende MS aus!

Ich habe eine schubförmige Verlaufsform. Bisher haben sich nach Kortisonstoßtherapie​n alle Schübe wieder vollständig zurückgebildet.

Und für mich war die Diagnose eher eine Erleichterung, da nun viele Dinge sich zu einem Bild zusammenfügten. Die Diagnose selbst wurde bei mir erst beim zweiten Schub gestellt (beim ersten hat mein damaliger Neurologe einfach gepennt - aber ich verklage ihn trotzdem nicht....) - da dann allerdings auch gleich ohne "Verdacht", sondern mit klarer Ansage. Seitdem spritze ich auch Rebif.

Das mit Deinem Baby tut mir wirklich sehr leid - ich bin aber leider zu sehr medizinischer Laie um beurteilen zu können, ob der Verlust Deines Kindes wirklich mit der Kortisonstoßtherapie​ zu tun hat oder ob es sich hier nur um einen unglücklichen Zufall handelt. Mir fällt es nicht ganz leicht zu glauben, daß man Dich mit Kortison behandelt hätte, wenn wirklich eine Gefahr für Dein Kind abzusehen gewesen wäre.

Ansonsten würde ich es vorziehen mit Dir nur über das Forum kontakt zu pflegen, da Du mir aufgrund Deiner Beiträge eben nicht so ganz mit beiden Beinen im Leben zu stehen scheinst.

Trotzdem beste Grüße,

Klaus