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DMSG ExpertenforenNeues aus der MS-Therapieforschung · Verursacht Copaxone Knochenschwund?



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Verfasser Beitrag
(Monika Vornholt) 04.02.2003, 16:43
Guten Tag,
ich habe eine Frage. Ich habe kürzlich gehört, dass ein Neurologe zu seinem MS Patienten gesagt hätte, dass nach neuesten Erkenntnissen (sind erst 2 Monate alt)
Copaxone unter Umständen schweren Knochenschwund verursachen kann. Er hat auch
gesagt, dass man bei Copaxone m i n d e s t e n s alle 3 Monate das Blut untersuchen sollte.

Stimmt diese Behauptung? Ich spritze seit mitte April Copaxone und bin sehr zufrieden. Mein Blut wurde bisher noch nie darunter untersucht.

Vielen Dank im Vorraus für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Monika Vornholt
(yvonne) 04.02.2003, 16:57
hallo monika,

leider kann ich dir dazu nichts schreiben, aber du könntest mir vielleicht sehr behilflich sein.
ich vertrage das rebif22 nicht und habe aufgehört, dieses zu spritzen.
darf ich dich fragen, was copaxone für ein medikament ist? wie wird das gespritzt und wie oft und wo? was gibts für nebenwirkungen und ist es leicht verträglich nach einer zeit?
ich hoffe, du kannst mir ebenfalls helfen. :-)
Experte P. Rieckmann 05.02.2003, 23:39
Knochenschwund ist zwar unter den seltenen Nebenwirkungen von Copaxone gelistet, wurde aber in den kontrollierten Untersuchungen nicht häufiger als in der Placebogruppe gefunden, was bedeutet, daß das Risiko dieser Nebenwirkung bei Copaxone nicht signifikant erhöht. Dementsprechend ist auch ein spezifischer Bluttest nicht erforderlich.
Leider kommt es vor, daß nach langer niedrig dosierter Kortisontherapie Knochenschwund auftreten kann. Daher wird eine Dauertherapie mit Kortison bei MS auch nicht empfohlen. Kortison sollte nur als 3-5 tägige Pulstherapie beim Schub mit ggf. 10-12 Ausschleichen in Tablettenform durchgeführt werden.