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DMSG ExpertenforenNeues aus der MS-Therapieforschung · Rückbildung von Symptomen / Rebif 22



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Verfasser Beitrag
(Patrick S.) 06.02.2003, 12:45
Ich habe eine Frage: Im September 2002 wurde MS bei mir festgestellt. Einzelne Symptome waren schon zuvor aufgetreten, aber halt in nicht beunruhigender Form. Nachdem ich im September deirekt mit Cortison behandelt wurde, waren auch einige Symptome nahezu verschwunden. Lediglich die Probleme im Bereich der Beine bestehen weiterhin. Kann es daran liegen, dass bestimmte Folgen sich nicht mehr komplett zurückbilden?
Des weiteren injiziere ich seit Oktober 2002 auf Anraten sowohl meines Professors in der Klinik als auch meines Hausarztes Rebif 22. Laut ihrer Aussagen ist es eigentlich erwiesen, dass die Schubrate und -stärke deutlich reduziert wird. Meine Frage jetzt, ist es sinnvoll die Dosierung auf 44 zu erhöhen, um eine höhere Effektivität zu erreichen, also die Wahrscheinlichkeit von Schüben und deren Stärke noch mehr zu reduzieren?? Bei der jetzigen Dosierungen habe ich so gut wie keinerlei Nebenwirkungen. Würden diese bei der höheren Dosierungen ansteigen?? Ich möchte möglichst viel tun, damit evtl. Schübe sehr selten und schwach auftreten, daher würde ich auch die höhere Dosierung akzeptieren. Bitte nennen Sie mir Ihre Meinung bzgl. meiner Fragen.
Halten Sie eine psychotherapeutische​ Behandlung ebenfalls für sinnvoll?? Eine zeitweise leichte Depression kann ich nicht ganz abstreiten.

Vielen Dank dafür bereits im voraus!

Viele Grüße
Patrick
Experte P. Rieckmann 06.02.2003, 22:58
Die Rückbildung von MS Symptomen kann sich über Wochen hinziehen. Bestehen die Symptome aber auch noch nach 6 Monaten, so sinkt die Wahrscheinlichkeit der spontanen Rückbildung auf unter 10%. Wenn es also immer noch beeinträchtigende Symptome des ersten Schubes sind, wäre eine erneute Kortisontherapie zu erwägen. Das sollten Sie dann direkt mit Ihrem Neurologen besprechen.
Wenn Rebif22 gut vertragen wird, kann eine Steigerung der Dosis auf 44µg 3x pro Woche erwogen werden, da in einer Studie eine direkte dosisabhängige Wirksteigerung gezeigt werden konnte. Gelegentlich treten bei Dosiserhöhung kurzfristig noch einmal die bekannten Nebenwirkungen auf, meist aber deutlich verkürzt und geringer ausgeprägt.