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DMSG ExpertenforenNeues aus der MS-Therapieforschung · Endoxananwendung bei MS



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Verfasser Beitrag
(Claudia) 06.02.2003, 18:55
S.g. Herr Prof. Rieckmann!
Ich habe schon seit meinem 10 Lj. MS (Sehnerventzdg.), die Diagnose wurde mit 17 gestellt und jetzt bin ich 26. Ich habe im Durchschnitt 2-3 Schübe pro Jahr, aber noch keine dramatischen Ausfälle bis jetzt. Seit 2001 bekomme ich Venimmun als mittlerweile 4. Langzeittherapie (nach Betaferon, Copaxone u. Avonex).
Nun zu meiner eigentlichen Frage: Bei stärkeren Schüben bekomme ich eine komibnierte Mannit-Endoxan-Corti​son-Therapie, wo mir 3 mal im Abstand von 2 Tagen 500 mg Endoxan verabreicht werden. Im KH geht es mir zwar immer gut, aber die Wochen danach sind der reinste Horror. Ich bekomme Symptome als ob ein völlig neuer Schub kommen würde und meine alten Beschwerden verschlechtern sich drastisch. Es dauert Wochen bis eine Besserung eintritt. Mir wird von der Neurologin immer versichert, dass es gut ist u. man sieht, dass der Körper reagiert. Haben sie diesbzgl. Erfahrungen bzw. wie wirkt Endoxan eigentlich bei der MS?

Vielen Dank für Ihre Antwort
Claudia
Experte P. Rieckmann 06.02.2003, 23:34
Nach den Empfehlungen der MSTKG stellt bei Versagen der Basistherapie der Wechsel auf Mitoxantron den ersten Schritt der Eskalationstherapie dar, welches jetzt auch für diese Indikation unter dem Namen Ralenova® zugelassen ist.
Die Gabe von Endoxan ist in den letzten Jahren zurückgegangen, da keine neuen überzeugenden Studiendaten vorliegen.