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DMSG ExpertenforenNeues aus der MS-Therapieforschung · Schübe trotz Copaxone



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Verfasser Beitrag
(Susanne) 06.02.2003, 21:35
Seit 18 Jahren leide ich an MS, ausser einem leicht beeinträchtigten Sehvermögen und Gefühlsstörungen in der linken Körperhälfte geht's mir recht gut Seit März 02 spritze ich täglich Copaxone. Im April und Dezember hatte ich Schübe mit Gehstörungen, die sich aber recht gut zurückbildeten. Im MRI wurde nun ein neuer Entzündungsherd im Stammhirn festgestellt. Nun stellt sich natürlich die Frage, nützt das Medikament überhaupt. Ueber Therapieversagen finde ich absolut keine Zahlen veröffentlicht...Hei​sst "Schubreduktion um 1/3" dass es bei jedem 3. nichts bringt?
vielen Dank für Ihre Meinung
Experte P. Rieckmann 08.02.2003, 21:18
In der Tat gibt es keine guten Daten zu Therapieversagen, bzw. Wechsel innerhalb der Basistherapeutika. Innerhalb der MSTKG wurde Therapieversagen als "gleichbleibende oder zunehmende Schubhäufigkeit unter der Therapie verglichen mit dem Zeitraum (2 Jahre) vor Therapiebeginn" definiert.
Schubreduktion um 1/3 bedeutet, daß innerhalb der Studien die jährliche Schubzahl innerhalb der Medikamentengruppe um 1/3 niedriger war als im gleichen Zeitraum in der Placebogruppe. Individuelle Aussagen bzgl. Ansprechen auf eine Therapie lassen sich daraus nicht ableiten.