DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

DMSG ExpertenforenNeues aus der MS-Therapieforschung · Betaferontherapie und Spastik



Hinweis: Diese Diskussion wurde geschlossen. Auf Beiträge kann nicht mehr geantwortet werden.

Verfasser Beitrag
(Elke M.) 09.02.2003, 14:18
Mein Mann erhält seit 1995 Betaferon. Er hatte damals einen schubförmig-progredi​enten Verlauf, der schnell fortschritt. Dank der Betaferontherapie hatte er seit 1995 keinen Schub mehr, allerdings verschlechtert sich sein Zustand trotzdem etwas von Jahr zu Jahr. Bisher können wir ganz gut damit leben. Obwohl mein Mann seit 1995 rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen ist, hat sich unsere Lebensqualität durch die Betaferontherapie erheblich verbessert. Wie lange kann man die Betaferontherapie durchführen? Gibt es hier langfristige Studien?

Die Spastik in den Armen und Händen hat stark zugenommen. Mein Mann nimmt 3x täglich Lioresal 25. Gibt es hierzu Alternativen?

Gruss

Elke M.
Experte P. Rieckmann 09.02.2003, 22:07
Langzeitbeobachtunge​n bis zu 10 Jahren Therapie mit Betaferon zeigen an, daß das Präparat auch noch nach so langen Zeiträumen wirksam ist. Zwar gibt es hierzu keine kontrollierte Studie, aber Patienten, die nach diesem Zeitraum die Therapie beendeten, erlebten in nicht unerheblichem Ausmaß ein Wiederaufflackern von Schüben.
Zur 2. Frage: Es gibt neben der oralen Lioresalmedikation auch andere Medikamente zur Spastik. Zunächst sollte aber eine Monotherapie bis zur Nebenwirkungsgrenze langsam aufdosiert werden. Sie sollten dieses noch einmal direkt mit dem behandelnden Neurologen besprechen. Wenn orale Medikamente nicht mehr weiterhelfen, kann die Möglichkeit einer Lioresalpumpenbehand​lung in Erwägung gezogen werden. Dieses sollte dann in Absprache mit einem MS Zentrum erfolgen.
Experte P. Rieckmann 09.02.2003, 22:07
Langzeitbeobachtunge​n bis zu 10 Jahren Therapie mit Betaferon zeigen an, daß das Präparat auch noch nach so langen Zeiträumen wirksam ist. Zwar gibt es hierzu keine kontrollierte Studie, aber Patienten, die nach diesem Zeitraum die Therapie beendeten, erlebten in nicht unerheblichem Ausmaß ein Wiederaufflackern von Schüben.
Zur 2. Frage: Es gibt neben der oralen Lioresalmedikation auch andere Medikamente zur Spastik. Zunächst sollte aber eine Monotherapie bis zur Nebenwirkungsgrenze langsam aufdosiert werden. Sie sollten dieses noch einmal direkt mit dem behandelnden Neurologen besprechen. Wenn orale Medikamente nicht mehr weiterhelfen, kann die Möglichkeit einer Lioresalpumpenbehand​lung in Erwägung gezogen werden. Dieses sollte dann in Absprache mit einem MS Zentrum erfolgen.