DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

DMSG ExpertenforenNeues aus der MS-Therapieforschung · Habe die Diagn.MS vor vier Wochen bekommen und weiß nicht weiter



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Verfasser Beitrag
(Katja H.) 09.02.2003, 16:59
Ich habe Probleme das ganze zu verarbeiten und weiß auch nicht wie ich damit umgehen soll. Im KH haben mir vier verschiedene Neurologen vier verschiedene Sachen gesagt. Der eine sagt ich solle jedes Jahr ins KH zur Kortison-Impulse Therapie antreten der andere sagte das Copaxone in Frage komme, usw. Letztendlich wurde beschlossen das ich wieder nach Hause gehen sollte und praktisch auf den nächsten Krankheitsschub warten soll. Klasse oder?
Was soll ich jetzt machen?
Der Arzt im KH meinte es wäre schon der zweite Schub gewesen. Denn vor 1 1/2 Jahren war ich schon mal dort und da waren die Anzeichen aber noch nicht so deutlich wie jetzt.
(Christiane) 09.02.2003, 20:24
Hallo Katja!
Das wichtigste was Du jetzt machen musst ist Dir ein Neurologen zu suchen der sich auf dem Gebiet der Ms auskennt. Vielleicht Adressen über deine Krankenkasse,DMSG oder übers Netz erfragen. Vielleicht auch Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe aufnehmen.
Das Wichtigste zum Schluß!!!!!
Die Hoffnung und die Lust am Leben nie aufgeben auch wenn es oft schwer fällt!
PS: Bin selbst seit ´88 erkrankt
(veronika) 09.02.2003, 22:29
Hallo Katja,
ich kann der Christiane nur beipflichten: am besten ist es, in deiner näheren Umgebung nach einem Neurologen zu suchen, der sich mit MS-Behandlung auskennt und mit diesem ein sicheres Behandlungskonzept vereinbaren. ICh kenne seit Anfang 2001 meine Diagnose und werde über eine gute Praxis durchgängig ambulant betreut, auch in Schubphasen. Dort hat man mir eine normale Interferon-Therapie geraten. Mit dem zweiten Medikament bin ich nun seit einem Jahr schubfrei, während ich vorher etwa 2 Schübe im Jahr hatte. Mein Neurologe meinte, daß es besonders bedeutsam wäre, so früh wie möglich mit solch einer Therapie anzufangen.
Ansonsten wünsche ich Dir viel Kraft in der Verarbeitung dieser Diagnose. Ich habe mir damit ein wenig geholfen, daß ich eine lange Zeit, ohne um die Diagnose zu wissen mit der Krnakheit normal gelebt habe. So habe ich mich mit dem Wissen um die Diagnose entschieden, weiter möglichst normal mit der Krankheit zu leben... und etwas kürzer zu treten, um meine Freude am Leben nicht zu verlieren und keine Kraft mehr zu behalten für die Dinge, die über Krankheit und Arbeit hinausgehen.
Experte P. Rieckmann 09.02.2003, 22:41
Den beiden Antworten von Christiane und Veronika kann ich als Experte nichts weiter hinzufügen. Es freut mich, daß auch innerhalb des Forums eine so positive Unterstützung der MS Betroffenen gegenseitig möglich ist!
Sicher werden noch weitere Gespräche nötig sein, damit Diagnose und Therapiemöglichkeite​n für Sie besser verstehbar werden. Hierbei ist das vertrauensvolle Verhältnis zu einem Neurologen, der Erfahrung in der Betreuung von Ms-Patienten hat, von großer Bedeutung
(Krissi) 09.02.2003, 22:57
Hallo Katja,

auch ich wünsche Dir viel Kraft und Mut, die Diagnose zu "verdauen".
Meiner eigenen Erfahrung nach hilft es sehr, sich genau mit der Krankheit auseinander zu setzen, aber sie nicht Dein Leben bestimmen zu lassen!
Neben der DMSG gibt es noch sehr viele MS-Seiten im Netz, in denen du Dich schlau machen kannst.
Nutze doch auch die verschiedenen Chatrooms. dort kannst Du Dich mit anderen Betroffenen unterhalten.
Auf unserer Seite versuchen wir gerade ausserdem ein Adressverzeichnis von guten MS-Neuros durch unsere User zu erstellen. Vielleicht ist dort auch der richtige Arzt für Dich dabei.

Schau doch dort mal rein, dort findest Du bestimmt Kontakt:

http://www.ms-webrin​g.de/
http://www.ms-world.​de