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DMSG ExpertenforenPathogenese der MS - wie entsteht die Erkrankung? · Vererblichkeit



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Verfasser Beitrag
(Ute) 01.08.2005, 09:45
Sehr geehrter Herr Prof. Gold,
ich möchte noch einmal das Thema der Vererblichkeit ansprechen. Zwar wird MS ja nicht als Erbkrankheit behandelt und die Erhöhung des Risikos für Kinder von MS- betroffenen Eltern ist anscheinend nicht sehr groß; trotzdem höre ich immer wieder von MS- Betroffenen, die in ihrer - engsten - Familie schon einen oder gar mehrere MS- Fälle haben/ hatten. Das besorgt mich etwas - sollte einen das davon abhalten, selber Kinder zu bekommen? Man macht sich ja sonst sein Leben lang Vorwürfe, so eine Krankheit "weitervererbt" zu haben! Andererseits habe ich eine sehr, sehr große Familie verschiedener Nationaliäten über verschiedene Kontinente verteilt, und niemand (außer mir) hatte jemals MS!
Vielen Dank für Ihre Antwort,
mit freundlichem Gruß,
Ute
Experte RG 01.08.2005, 10:29
hallo Ute

das Risiko in der Normalbevölkerung beträgt 1:800 für MS, falls ein Elternteil erkrankt ist zwischen 1:30 und 1:50
(also eines aus 30 Kindern..)
selbst bei ein-eiigen Zwillingen nur 35% !

das heißt Sie brauchen rein statisti. keine Angst diesbzgl. zu haben.

Wir kennen ehrlicherweise FAmilien, wo man den Eindruck hat hier ist mehr 'erbliche MS' dahinter, aber das ist selten.