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DMSG ExpertenforenPathogenese der MS - wie entsteht die Erkrankung? · Ausbruch von MS



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Verfasser Beitrag
(Andrea) 01.08.2005, 11:18
Guten Morgen Herr Prof. Gold,
ich bin 40 Jahre alt und vor 1 1/2 Jahren wurde bei mir MS festgestellt. Ich hatte bisher eigentlich nur Koordinationsstörung​en und Gleichgewichtsproble​me. Wenn ich allerdings zurückdenke und Freunde sowie die Familie befrage, hatte ich schon seit ca. 10-15 Jahren diese Störungen, allerdings nicht so häufig. Ist es möglich, das ich schon sehr, sehr lange an dieser Krankheit leide und diese evtl. erst jetzt ausgebrochen ist. Kann ich dadurch auch hoffen, das der Verlauf eher "harmlos" weitergeht ? Vielen Dank. Andrea
Experte r.gold 01.08.2005, 11:22
hallo Andrea

grundsätzlich spricht das was Sie beschreiben eher für einen progredienten Verlauf (ohne Schübe). Wenn es bisher so milde verlief, läßt das für die Zukunft hoffen.

Allerdings sind Koordinationsstörung​en bei Beginn eher prognostisch ungünstig, um ehrlich zu sein.

bitte lassen Sie regelmäßige Kontrollen vornehmen, auch bzgl. möglicher Immuntherapie

alles Gute!
(Andrea) 01.08.2005, 11:35
Mein Arzt allerdings spricht von einem schubartigen Verlauf...?! Obwohl es mir im Moment eigentlich sehr gut geht und ich sogar Sport (Nordic Walken) machen kann, wurden mir Betaferone und Ähnliches geraten. Was verstehe ich unter einer Immuntherapie?
Zum 2. möchte ich Sie nochmals um Rat fragen:
Als 7-jährige wurde mit ein Rhabdomyosarkom aus dem Oberschenkel entfernt. Kann es sein, das durch das abgeschwächte Immunsystem seinerzeit, durch Bestrahlungen und Medikamten, die MS entstand? Danke
Experte r. gold 01.08.2005, 11:44
wenn die Symptome akut, also innerhalb von 1-mehreren Tagen auftraten, wäre es in der Tat schubförmig.
Ich würde Interferon Th. unterstützen, eben wegen der prinzipiell ungünstigeren Prognose bei früh-Koord.störung.

Rhabdoymyosarkom und MS - mir ist kein Zusammenhang bekannt