DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

DMSG ExpertenforenMultiple Sklerose und Schwerbehinderung · 78 Wochen arbeitsunfähig und dann...???



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Verfasser Beitrag
(Sabine G.) 15.01.2009, 12:57
Guten Tag Frau RAin Moldenhauer,

ich bin 50 J.alt und habe seit 2008 aktenkundig MS. Nach einem Autounfall (2007) und anschl. Schüben, war ich über einen Zeitraum von 78 Wochen arbeitsunfähig. Nunmehr ist mein Anspruch auf Krankengeld nahezu erschöpft. Ich starte innerhalb dieser Frist, nach einer amtsärztlichen Untersuchung, einen Eingliederungsversuc​h...

Auf Nachfrage erklärte mir meine KK-Sachbearbeiterin,​ dass ich auf Grund des vorliegenden Bescheides
a) umgehend beim Arbeitsamt vorstellig werden müsse (um finanziellen Nachteilen vorzubeugen)
b) innerhalb der nächsten 6 Monate meiner Berufstätigkeit:
KEIN Lohnfortzahlungsansp​ruch bzw. Krankengeldanspruch (Diagnose MS !!?) besteht
c) hingegen bei anderen Erkrankungen (wie z.B. Beinbruch, Grippe) die 6-wöchige Lohnfortzahlung des Arbeitgebers greift.

Unklar ist mir in diesem Zusammenhang, dass in dem vorliegenden Bescheid keine Diagnose bzw. Kennziffer angegeben wurde, obwohl im Laufe meiner 1 1/2-jährigen Krankheitsphase diverse Diagnosen/Kennziffer​n aktenkundig wurden.

Was passiert,
- wenn ich in diesem Zeitfenster einen Schub bekomme?
- eine anderweitige gesundheitliche Verschlechterung eintritt?
- wenn ich nicht mehr meiner Vollzeittätigkeit nachkommen kann?

Welche Vorgehensweise raten Sie mir?
Experte Marianne Moldenhauer, RAin 15.01.2009, 13:48
Guten Tag, Frau G.

Sie haben sehr viele Fragen. Dies ist in Ihrer derzeitigen Lebenssituation auch durchaus verständlich.

Ich gehe davon aus, dass Sie sich zwischenzeitlich bereits mit der Agentur für Arbeit in Verbindung gesetzt haben oder läuft der Wiedereingliederungs​versuch über den Rentenversicherungst​räger? (Klang aber eigentlich nicht so.) - Vielleicht haben Sie auch schon die Stellung eines Rentenantrages erwogen? - Wenn nei, warum nicht? -

Von hier aus rate ich Ihnen, lassen Sie sich persönlich und vor Ort beraten (Sachbearbeiter bei der Agentur für Arbeit, Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung, evtl. auch anwaltlich oder durch einen Verband.

Vor dem Hintergrund eines derart komplexen Sachverhaltes ist eine juristische Beratung innerhalb dieses Forums nicht möglich.

Ich bitte um Verständnis und wünsche Ihnen viel Glück auf Ihrem weiteren Lebensweg.

Herzliche Grüße

Marianne Moldenhauer, RAin