DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Das DMSG-Forum · Reha/ Mutter- Kind kur

Hinweis: Vorläufig können bestehende Beiträge nur gelesen werden. Kommentare sind nicht möglich. Mehr …



Hinweis: Diese Diskussion wurde wegen Inaktivität geschlossen. Auf Beiträge kann nicht mehr geantwortet werden.

Verfasser Beitrag
Evelyn 81 10.06.2016, 21:37
Hallo.
Ich wollte mich nur mal informieren ob vielleicht jemand schon mal eine Reha oder Mutter Kind Kur beantragt hat.
Mein Problem ist nämlich das ich eine Mutter Kind Kur möchte. Ich habe momentan keine körperlichen Problemen aufgrund meiner MS. Ich fühle mich nur durch das Spritzen, Kinder, Alltag sehr ausgelaugt und merke das ich wegen jeder Kleinigkeit auf 100 bin.

Mein Arzt hat mir jetzt aber einen Antrag auf Reha ausgestellt. Mein Problem ist aber das ich keine Reha Klink finde wo auch meine Kinder sehr gut betreut werden. Und ich mir auch nicht vorstellen kann dass andere Reha Besucher mit Kindern rechnen.
Auch weiß ich nicht ob es mir so gut tut zu sehen wie es mir vielleicht in 20 Jahren geht.

Hat vielleicht schon mal jemand das gleiche Problem gehabt?
Oder weiß jemand wie ich das richtig beantragen kann?
Oder weiß jemand eine Reha Klinik wo übergreifend Mütter Kindern sind?
Ich danke euch im voraus
MFG
Paula13 10.06.2016, 21:51
Hi!
Ich war letztes Jahr. Es gibt aber keine MuKi Kur, die auf MS spezialisiert ist, sondern nur 3 Kliniken, die sich das (mit sehr körperbehindert​en Müttern) zu trauen. Aber so wie du es beschreibst, täte dir bestimmt eine solche gut. Denn man lernt da, mal abzuschalten, wie man das im Alltag einbauen kann, wie man entspannt.....
Aber trotzdem ist es mit Kind/ern natürlich anstrengend. Wir mußten z.B. 4 Tage komplett im Zimmer/Appartment bleiben, da mein Kind Magen-Darm hatte und so ne Klinik natürlich weitere Ausbreitung verhindern muß

Wende dich an eine Kurberaterin. Hier bei mir ist die bei der Caritas angesiedelt, aber das variiert.
Viel Erfolg
Evelyn 81 10.06.2016, 22:08
Vielen dank für deine schnelle Antwort.
Könntest du mir die drei Kliniken nennen?
Evelyn 81 10.06.2016, 22:39
Mein Problem ist auch das es über die Rentenversicherung geht... da wird wohl keine Mutter Kind Kur genehmigt.
Und weil Diagnose ms steht fühlt sich die Krankenkasse nicht mehr verantwortlich.
Sie bezahlt nur Mutter Kind Kuren weil die ja eine Krankheit vorbeugen soll....
Bei einer bestehenden Diagnose kommt nur eine Reha in Frage. Über die Rentenversicherung..​.

Ich habe mir das nicht so kompliziert vorgestellt.
Paula13 11.06.2016, 00:04
Blödsinn!
Laß dich nicht so abspeisen!
kenne nur noch Klinik wo ich ar. aber auch deren namen grad nicht mehr. bad Harzburg!
wie gesagt kurberatung! oder ruf in irgendner Klinik an und bitte um Beratung zwecks vorgehen oder Hausarzt oder netz...
Lisa 11.06.2016, 05:51
Hallo,

ich habe es zwar nur bei anderen mitbekommen, aber eine normale Reha mit Kind war dort ziemlicher Stress und erfüllt garantiert nicht deine Wünsche. Du musst dich da durchsetzen und auf dein Recht bestehen. Schick den Antrag zur Reha nicht ab und besorgt dir den passenden für eine Mutter-Kind-Kur.

Okay, die MS hast du, aber es gibt ja noch genug weitere Sachen, denen man dadurch vorbeugen könnte. So wie ich es verstanden habe, hast du momentan auch keine großen Einschränkungen​ durch die MS. Da ist doch auch die Klinik egal und es bedarf keiner spezifische Therapie für die MS.
Evelyn 81 11.06.2016, 07:49
Danke für eure Antworten.
Werde am Montag mich gleich nochmal mit meinem Arzt in Verbindung setzen.
Und über das Wochenende eine passende kurberatung suchen.
Wünsche euch ein schönes Wochenende
cls 11.06.2016, 09:23
Vor drei Jahren in bad Segeberg auch muetter mit kindern
buhmuckel 11.06.2016, 15:37
Hmm, mit grauen Haaren gehe ich wohl nicht mehr als
Kind durch. Obwohl ich mit etwas Mühe ganz schön
kindisch sein kann.

Meine Lieblingspflegerin ist jünger, als ich. Das glaubt uns
kein Mensch, daß sie meine Mutter ist.

Also wird das bei uns vermutlich nichts. Schade eigentlich...
Leseratte 22.06.2016, 22:43
Hallo, dies ist ein Test!

Ich habe mich vorgestern erst hier im Forum angemeldet und zu diesem Thema einen längeren Beitrag geschrieben, abgeschickt - und der ist hier nicht aufgetaucht! Leider nirgends gespeichert, hab keine Lust, mir das alles nochmal neu auszudenken :-(

Grüße, Leseratte
Leseratte 22.06.2016, 22:45
... komisch, jetzt hat's funktioniert!
Also, ich schreibe meinen Beitrag nochmal, aber nicht mehr heute, bin zu müde...
Leseratte 23.06.2016, 22:04
Hallo Evelyn 81,

mir ging und geht es ähnlich wie dir.

Ein paar Infos zu mir: ich bin 49, habe die Diagnose MS seit letztem November - also noch ziemlich "frisch". Meine körperlichen Probleme sind relativ gering. Hauptsymptom, das die Diagnostik auch in Gang gesetzt hat, ist eine motorische Ermüdung vor allem der linken Seite. Tritt immer auf, wenn ich ca. 1/4 Std. bis 20 min gegangen bin bzw. mich bewegt habe. Dann bekomme ich eine Gangstörung und Schwäche. Meine Wegstrecke ist also (noch?) recht lang, weshalb man mir im Alltag nichts anmerkt. Ansonsten hab ich wechselnde Sensibilitätsst​örungen in den Extremitäten, bei Belastung vermehrt. Auch mit der Fatigue habe ich schon Bekanntschaft gemacht.

Anhand der Vorgeschichte und MRTs wurde ich jetzt als sekundär progredient eingeschätzt. Eine Kortisonstoßthe​rapie am Anfang (5 mal 1000 mg) hat mir rein gar nichts gebracht und da keine aktiven Herde zu finden sind und ich meine Beschwerden auch nicht als Schub erlebe, nehme ich zur Zeit keine Medikamente.

Ich bin allein erziehend mit 2 Kindern, 13 und 16 Jahre alt und Teilzeit berufstätig mit 30 Std./Wo. Mein Alltag ist schon belastend und ich bin schneller erschöpft als früher. Der Diagnoseschock und die vorhandene Beeinträchtigun​g, das alles will verarbeitet werden und dazu fehlt mir einfach die Zeit für mich. Außerdem will und muss ich in Bewegung bleiben und weiterhin regelmäßig​ Sport treiben, dabei meine Grenzen und Möglichkeiten ganz neu kennen lernen. Deshalb habe ich im Januar angefangen, mich um eine Kur zu bemühen.

Für eine neurologische Reha fühle ich mich noch zu fit und hatte wie du etwas Angst, ob mir die Konfrontation mit so vielen Krankengeschichten nicht zusätzlich zur Belastung wird.
Da bin ich auf eine Mütterkur gekommen.
Ich war vor 10 Jahren mal mit beiden Kindern zur Mutter-Kind-Kur. Das war ganz schön, aber für mich nicht besonders erholsam und ich war auch sehr eingeschränkt in der Wahrnehmung der Angebote dort. Ich weiss ja nicht, wie alt deine Kinder sind und wie deine Lebenssituation ist, aber ich würde dir sehr empfehlen, deine Reha ohne Kinder zu planen, wenn es sich irgendwie einrichten lässt.

Die optimale Lösung für mich war der Antrag auf eine Mütterkur ohne Kinder. Es gibt eine Handvoll Kliniken, die nur Mütter ohne Kinder aufnehmen, d.h. da hat man auch nicht den "Stress" mit den anderen anwesenden Kindern. In der Kliniksuche auf der Internetseite des Müttergenesungs​werks kannst du deine Suche auf solche Kliniken einschränken. Allerdings ist bei den "Nur-Mütter​-Kliniken" keine dabei, die auf MS spezialisiert ist. Aber braucht's ja auch nicht. Physiotherapie, Sport, Entspannung und psychologische Beratung bekommst du in jeder Mütterkur.

Ich habe meinen Antrag im Januar gestellt und fahre jetzt Ende August/Anfang September in das Haus "Die Insel" auf Juist - hat auch eine Webseite.
Die Wartezeiten für einen Platz sind meist sehr lang, ca. 8 Monate. Es gibt auch Wartelisten.

Anträge usw. findest du im Internet oder du kannst zu einer Beratungsstelle in deiner Nähe gehen. Die helfen auch bei einem Widerspruch, falls der Antrag zunächst von der Krankenkasse nicht bewilligt wird.
Meine Krankenkasse hat bei mir nachgefragt, warum ich nicht lieber eine MS-spezifische Reha beantrage. Ich habe meine Gründe ehrlich gesagt, war kein Problem.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Reha-Planung und Beantragung und wenn's so weit ist, eine gute Zeit dort, die dich in jeder Hinsicht stärkt!

Viele Grüße,
Leseratte

Reha: Lesefutter nicht vergessen!! :-)
Leseratte 23.06.2016, 22:10
P.S.: Eine Mütterkur ist zwar eine Vorsorgemaßnahm​e, das ist aber kein Problem.
Vorsorge heißt auch, bei bestehenden chronischen Erkrankungen eine Verschlechterung aufzuhalten oder zu verzögern bzw. bestehende Symptome zu lindern.

Gruß, Leseratte