DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Multiple Sklerose – eine Autoimmunerkrankung

Multiple Sklerose – eine Autoimmunerkrankung

Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung. Sie basiert auf falsch programmierten Zellen des Immunsystems, so genannten T-Zellen. Diese greifen gesunde Zellen des eigenen Körpers an.

Normalerweise sorgt ein Selbstschutz dafür, dass sich die Zellen des Immunsystems nicht gegen eigene gesunde Zellen richten. Diese Prägung geschieht im Thymus. Korrekt geprägte T-Zellen haben keine Chance, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und ins Zentrale Nervensystem einzuwandern.

Immer wieder einmal passiert aber ein Fehler im Thymus. Solchen falsch programmierten T-Zellen, die irgendwo im Körper von einem Fremdstoff aktiviert wurden, gelingt der Übergang.
Im Gehirn reagieren die falsch programmierten T-Zellen auf die
Oligodendrozyten, die die Myelinhülle der Nervenfasern bilden
und greifen sie gezielt an. Dadurch kommt es zu Entzündungsreaktionen. Die T-Zellen senden Botenstoffe aus, die weitere Komponenten der Immunabwehr anlocken. Gemeinsam beginnen sie, die Myelinscheiden zu zerstören.
Die teilweise oder ganz zerstörten Myelinscheiden können die
Nervenfasern nicht mehr isolieren. Dadurch können Nervenimpulse nur noch langsam oder überhaupt nicht mehr weitergeleitet werden.

Letzte Aktualisierung: 14.11.2017 18:10