DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Myelin sorgt für Geschwindigkeit

Myelin sorgt für Geschwindigkeit

Louis-Antoine Ranvier erforschte die Rolle des Myelin, das Rudolf Virchow bereits 1854 entdeckt hatte.

Ranvier fand heraus, dass das Myelin die Nervenfasern spiralförmig umgibt und als elektrisch isolierende Hülle fungiert. Die regelmäßigen Einschnürungen im Myelin ermöglichen die schnelle Erregungsweiterleitung.
Diese Schnürringe sind nach Ranvier benannt.

Nervenzellen sind in der Lage, elektrische Spannung aufzubauen. Diese Energie schickt die Zelle blitzartig über die
Nervenfaser – das Axon – weiter.
Da das Axon wie ein elektrisches Kabel mit einer Isolierschicht umhüllt ist, kann die elektrische Energie reibungslos weitergeleitet werden. Diese Isolierschicht – die Myelinscheide
– reiht sich wie Perlen einer Schnur auf dem Axon aneinander, getrennt von den Ranvierschen Schnürringen. Eine von Myelin
umhüllte Nervenfaser kann einen Nervenimpuls etwa zehnmal schneller weiterleiten als eine, der das Myelin fehlt.

Letzte Aktualisierung: 14.11.2017 18:10