DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

1950-69

1950-69

Kortison kommt ins Spiel

Mitte der 50er Jahre kommt Bewegung in die Therapie: Kortison wird für die Behandlung von MS-Schüben entdeckt.
Das körpereigene Hormon Kortison wird von der Nebennierenrinde produziert; von seinen verschiedenen Eigenschaften ist die entzündungshemmende Wirkung erwünscht.
Die Therapie erfolgt nicht direkt mit von Kortison abgeleiteten
Substanzen: Erste Patienten werden mit ACTH (adreno-corticotropes Hormon) behandelt, das die Kortison-Produktion in der Nebennierenrinde anregt. Mit Erfolg: Die Patienten erholen sich schneller von einem Schub.
Intramuskuläres ACTH ist auch der Gegenstand der ersten kontrollierten klinischen MS-Studie, die standardisierte
diagnostische Kriterien und Bewertungsskalen benutzt. 1969 wird die Studie abgeschlossen; sie bestätigt die Wirksamkeit. ACTH wird über Jahre zur Standardtherapie bei akuten Schüben.

Letzte Aktualisierung: 14.11.2017 18:10