DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

1981

1981

MRT revolutioniert die Diagnose

Die Entwicklung eines neuen bildgebenden Verfahrens – der Magnetresonanztomographie (MRT), die mit einem Magnetfeld ohne Strahlenbelastung arbeitet – revolutionierte die MS-Diagnostik. 1981 veröffentlichte Ian R. Young (geb. 1932) zusammen mit Graeme M. Bydder im Lancet Studienergebnisse zu MRT und MS.

MRT ist zigmal genauer als die Computertomografie und beschleunigt die Diagnose erheblich. Auf den MRT-Bildern lassen sich bereits kleine Entzündungen und Vernarbungen deutlich erkennen und unterscheiden. Auch aktive Entzündungsherde, wie sie während eines Schubs auftreten, können mit der Magnetresonanz- tomografie erfasst werden. Diese Herde verschwinden oft nach Abklingen des Schubs wieder. Schnittbilder, die zeitlich versetzt aufgenommen werden, können also verschiedene Krankheitsstadien und den Krankheitsverlauf dokumentieren.
Dank MRT kann die Diagnose der Multiplen Sklerose heute bereits im Frühstadium gestellt werden. Dies ermöglicht einen frühen Therapiebeginn, der den Verlauf der MS positiv beeinflussen kann.

Letzte Aktualisierung: 14.11.2017 18:10