DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

2001

2001

Neue Kriterien sorgen für schnelle Diagnose

Eine internationale Expertengruppe um Ian McDonald veröffentlicht ein neues zuverlässiges Diagnose-Schema, in das auch der MRT-Befund einfließt. Die so genannten McDonald-Kriterien beschleunigen die Diagnose erheblich. Das bedeutet: Patienten können früher mit einer Therapie beginnen; ihre Chance auf einen langsameren Verlauf steigt.

Multiple Sklerose zeigt sich bei jedem Patienten unterschiedlich; deshalb ist die Diagnose schwierig. Zu Beginn der Erkrankung können die Beschwerden sogar so gering sein, dass sie von den Betroffenen nicht ernst genommen werden. Ärzte sind daher gezwungen, MS anhand verschiedener genau definierter
Kriterien einzukreisen. Seit 2001 werden dazu die McDonald-Kriterien herangezogen, die bereits nach einem Schub die MS-Diagnose erlauben, sofern andere sichere Nachweise, die sich vor allem auf die MRT stützen, hinzukommen.
Zuvor mussten zur Diagnose der MS zumindest zwei Schübe
nachgewiesen werden.

Letzte Aktualisierung: 14.11.2017 18:10