DMSG - Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Eine rennt und alle sehen es: Wie Marina den Marathon zur Bühne für den Kampf gegen Multiple Sklerose macht

Marina läuft – im Bikini, bei acht Grad und Regen. „Ich will auffallen und so für Spenden werben“, erklärt die Tochter einer MS-Erkrankten im Interview mit dem Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft ihre Motivation: "Die Leute an der Strecke sollen sich fragen: Warum macht sie das?“ Dieser Plan stieß schon im Vorfeld auf großes Interesse - beim NDR, bei der Morgenpost, dem Focus, der Bild-Zeitung und dem Mode-Label LASCANA.

 

"KEINER SIEHT`S. EINE SPÜRT`S: MS - vieles ist unsichtbar" lautet das Motto zum Welt MS Tag 2019.

In Hamburg hat eine junge Frau gezeigt, wie es gelingen kann, die Multiple Sklerose mit "wenig an, aber viel drauf" in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

14.000 Läufer aus 70 Ländern sind beim Hamburg Marathon gestartet. Darunter auch Model Marina Andresen (25) aus München. Nur eine von 14.000? Nein! Marina sticht aus der Menge heraus. Nicht nur weil sie in LASCANA-Dessous läuft und ein DMSG-Tattoo aus Henna auf dem Oberschenkel trägt. Aufmerksamkeit schaffen für den gemeinsamen Kampf gegen Multiple Sklerose (MS): Das ist das Ziel der Jungunternehmerin, die Mathe und Physik studiert.

"In der Masse geht man sonst einfach unter"

Als erfahrene Läuferin weiß sie, dass es eine große Herausforderung ist, aus dem engen Teilnehmerfeld bei einem Marathon-Lauf herauszustechen. Die attraktive junge Hochleistungs-Sportlerin setzt dabei auf raffinierte Kostüme. So überzeugte sie auch die Jury beim Model-Contest des bekannten Hamburger Bademoden- und Unterwäsche-Labels LASCANA der Otto-Gruppe und wurde als Markenbotschafterin entdeckt. Die Konkurrenz ließ sie mit einer Kombination aus Schönheit, Intelligenz, Sportlichkeit und sozialem Engagement weit hinter sich. "Wir haben für unsere neue Kampagne ein Casting für inspiriende Frauen gemacht", berichtet Unternehmenssprecher Dennis Ritter. "Unter den 1100 Berwerberinnen überzeugte uns Marina am meisten." Nicht zuletzt wegen ihrer kreativen Ideen, ihre sportlichen Leistungen mit dem guten Zweck zu verbinden. "YOUR WORLD. Your RULES" heißt die Kampagne. Für ihren Marathon im Bikini spendet das Unternehmen an den DMSG-Bundesverband. "Diese Tür hat Marina uns geöffnet", betont Ritter.

Die Wahl-Münchnerin will mit der Aktion auf die Krankheit Multiple Sklerose aufmerksam machen und Spenden sammeln. Mit ihrem Engagement will sich Marina dafür einsetzen, dass Menschen mit MS bessere Therapien und Unterstützung erhalten. „Ich will für meine Mama kämpfen. Sie ist Inspiration für mich und zugleich mein größter Fan“, erklärt die Sportlerin.

Die nächste Herausforderung wartet

Dass sie die über 42 Kilometer lange Marathon-Strecke schaffen wird, daran hatte Marina keinen Zweifel. Mehr als 30 Marathons ist die Studentin schon gelaufen. Und auch die niedrigen Temperaturen beim Lauf in der Hansestadt konnten sie nicht schrecken. "Ich bin auch schon bei Minus 20 Grad in Sibirien auf dem zugefrorenen Baikalsee gelaufen“, berichtet sie.

"Ich brauche die Herausforderung, will an Grenzen gehen“, ergänzt die mutige Sportlerin, die bereits auf vier Kontinenten Wüsten durchquert und auf Berge gestiegen ist und mehrfach den Jakobsweg bewältigt hat. Ihr bislang größtes Abenteuer: Die Khardung La Challenge, ein 72 Kilometer langer Lauf im Himalaya auf über 5000 Metern Höhe. Der nächste große Lauf startet im Juni: Der Comrades-Marathon in Südafrika, stolze 90 Kilometer lang. Ihrer bislang größten Herausforderung will sie sich Ende des Sommers stellen: „1000 Kilometer in 15 Tagen. Ich wäre dann die weltweit jüngste Frau, die das geschafft hat“, schwärmt Marina. Ein einsamer Sport, insbesondere auf langen Strecken. "Man muss sich durchbeißen", ergänzt sie. Umso mehr freut sie sich über das Vertrauen ihrer Mutter. Sie kennt die Fähigkeiten ihrer Tochter von den gemeinsamen Reisen auf dem Jakobsweg. Und Marina weiß: am Ziel wartet ihre Mutter auf sie. Die Diagnose Multiple Sklerose erhielt ihre Mutter als Marina noch zur Gundschule ging. Damals habe sie noch wenig verstanden, was es mit der Erkrankung auf sich hat. Das sei ihr erst nach ihrem Auszug erst richtig klargeworden, erklärt sie warum sie eines Tages ihrer Mutter mitgeteilt habe:

"Mama, ich fundraise jetzt."

Mehr noch: Im nächsten Jahr will sie gemeinsam mit an MS erkrankten Sportlern für die DMSG bei einem gemeinsamen Marathon starten. Bewerber können sich gerne schon schon jetzt beim DMSG-Bundesverband melden: dmsg@dmsg.de

Mehr lesen Sie in Kürze auf www.dmsg.de

Quelle: DMSG-Bundesverband - 28.04.2019

28.04.2019